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Weiße Häuser mit blauen Türen im Bergdorf Lachania
Ort · Süden

Lachania

Ein traditionelles Bergdorf im stillen Süden — weiße Häuser mit blauen Türen, eine zentrale Platia mit alten Platanen und kaum eine Straße, auf der nicht eine Katze schläft.

Lachania ist eines der wenigen Bergdörfer im Süden, die ihren Charakter behalten haben. Etwa 200 Einwohner, schmale gepflasterte Gassen, weiße Häuser mit kräftig blauen Türen und Fensterläden. Im Zentrum eine kleine Platia mit zwei alten Platanen und zwei Tavernen, dazwischen die historischen Brunnen, aus denen das Dorf bis heute Wasser bezieht.

Charakter

Im Gegensatz zu Lindos, das im Sommer in Reisegruppen verschwindet, lebt Lachania weiter sein eigenes Tempo. Es gibt kein Pauschalhotel, keinen Souvenirstand, keine Mietroller. Wer hier ankommt, sitzt auf der Platia, isst gegrillten Fisch und schaut den Katzen zu — und fährt nach zwei Stunden mit dem Eindruck weg, in einem anderen Griechenland gewesen zu sein.

Anreise

Etwa 75 Kilometer südlich von Rhodos-Stadt, gut anderthalb Stunden über die Schnellstraße bis Gennadi und dann ins Hügelland. Mit dem Bus theoretisch über die KTEL-Süd-Linie zu erreichen, in der Praxis nur mit sehr viel Geduld und genauer Fahrplanlektüre. Mietwagen ist klar der bessere Weg.

Geschichte und Kirchen

Lachania ist mindestens seit byzantinischer Zeit besiedelt; der Wasserreichtum aus mehreren Quellen war historischer Grund für die Lage. Sehenswert: die Kreuzkirche im Ortskern aus dem 14. Jahrhundert mit erhaltenen Fresken, die kleine Kapelle Agios Georgios mit ungewöhnlicher Holzkuppel, und die zwei alten Kefalovrysi-Brunnen auf der Platia, deren Quellen heute noch fließen. Eine Stadtwanderung durch die Gassen dauert maximal 30 Minuten — und ist genau das, was den Reiz ausmacht.

Essen und Trinken

Auf der Platia Platanos und Magos — beide klassisch, beide gut. Spezialitäten der Region: Mageiritsa (Lammeintopf), gefüllte Tomaten und Paprika, hausgemachter Tzatziki mit lokalem Joghurt, und gegrillter Oktopus aus dem nahen Plimmiri. Hauswein aus den Reben rund um das Dorf — für 4 – 5 € der halbe Liter. Mittags und am frühen Abend besucht.

Was im Umkreis lohnt

Etwa 8 km südlich liegt der einsame Strand und das verlassene Kloster von Plimmiri — eine kleine Bucht ohne Bebauung, eine Taverne, ein Friedhof, eine byzantinische Kirche. Weiter südlich beginnt die Halbinsel Prasonisi, die für Wind- und Kitesurfer das Top-Ziel der Insel ist. Wer einen langen Tag hat, kann Lachania – Plimmiri – Prasonisi als ruhige Süd-Tour fahren.