
Geschichte von Rhodos
Drei Jahrtausende auf einer Insel: Antike, Johanniter, Osmanen, Italiener — und wie all das die Insel bis heute prägt.

Rhodos in der Antike
Drei dorische Stadtstaaten, eine planmäßig gegründete Hauptstadt, ein gestürztes Weltwunder und eine der klügsten Seemächte der Ägäis: Wie Rhodos in der griechischen Antike groß wurde — und was davon heute noch zu sehen ist.

Die Johanniterzeit: Wie ein Ritterorden Rhodos zur Festung machte
Gut zwei Jahrhunderte lang war Rhodos der souveräne Ordensstaat der Johanniter — und ein christlicher Vorposten in der Ostägäis. Wie der Orden 1309 die Insel übernahm, sie zur stärksten Festung der Region ausbaute, 1480 dem Sultan standhielt und 1522 doch fiel — und was davon heute auf Rhodos zu sehen ist.

Die osmanische Zeit: 390 Jahre, die das Innere der Altstadt geformt haben
Zwischen den Johannitern und den Italienern liegen fast vier Jahrhunderte osmanischer Herrschaft (1522/23–1912) — die am wenigsten bekannte und vielleicht am stärksten unterschätzte Epoche von Rhodos. Moscheen, Hamams, Brunnen und das jüdische Viertel stammen aus dieser Zeit.

Die italienische Zeit: Wie Rhodos sein heutiges Gesicht bekam
Von 1912 bis 1943 stand Rhodos unter italienischer Herrschaft. In gut drei Jahrzehnten wurde das sichtbare Gesicht der Stadt stärker verändert als in den vier Jahrhunderten davor — durch eine Kolonialmacht, deren Erbe bis heute prägend und zugleich schwierig ist.

Moderne und Tourismus: Rhodos seit 1948
Am 7. März 1948 wurde Rhodos griechisch — nach Jahrhunderten unter Johannitern, Osmanen und Italienern. Was folgte, ist die jüngste und am wenigsten erzählte Epoche der Insel: Nachkriegsarmut, Auswanderung, der Aufstieg zu einer der ersten Charter-Destinationen Griechenlands — und die Frage, was der Erfolg kostet.