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Geschichte

Die osmanische Zeit: 390 Jahre, die das Innere der Altstadt geformt haben

Zwischen der Kapitulation der Johanniter am 22. Dezember 1522 und der italienischen Landung im Mai 1912 liegen fast 390 Jahre osmanischer Herrschaft, die am wenigsten bekannte und am stärksten unterschätzte Epoche von Rhodos. Moscheen, Hamams, Brunnen, Stiftungen und das jüdische Viertel stammen aus dieser Zeit.

18 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 27. September 2026

Wenn von der Geschichte der Altstadt von Rhodos die Rede ist, geht es fast immer um die Johanniterzeit. Was zwischen dem Abzug der Ritter im Januar 1523 und der italienischen Übernahme 1912 geschah, bleibt meist eine Leerstelle, obwohl diese fast 390 Jahre deutlich länger dauerten als die 213 Jahre des Ordens auf der Insel. Dabei ist das die Zeit, in der aus der streng zonierten Ritterfestung eine normale, gemischte ostmediterrane Stadt wurde. Die südlichen Gassen, der Sokratous-Basar und das ehemalige jüdische Viertel sind vor allem osmanisch geprägte Stadtstruktur. Die UNESCO bringt es in ihrer Welterbe-Begründung auf den Punkt: Die Geschichte der Stadt sei 1523 nicht abgerissen, sondern habe sich bis 1912 fortgesetzt, ergänzt um wertvolle islamische Monumente wie Moscheen, Bäder und Wohnhäuser.

1522: Wie die osmanische Herrschaft begann

Die Belagerung von 1522 war der zweite osmanische Versuch, die Johanniter von der Insel zu vertreiben; der erste unter Mehmed II. war 1480 gescheitert. Diesmal führte der junge Sultan Süleyman der Prächtige ein gewaltiges Heer heran; nach rund einem halben Jahr Belagerung und schwerem Beschuss kapitulierte Großmeister Philippe Villiers de L'Isle-Adam am 22. Dezember 1522. Die Belagerung endete jedoch nicht mit einer Erstürmung, sondern mit einer ausgehandelten Übergabe. Die Bedingungen galten als großzügig: Die Ritter durften mit Waffen, Wertsachen und religiösen Bildern innerhalb von zwölf Tagen ehrenhaft abziehen, und der griechischen Bevölkerung wurde zugesichert, ihren Glauben weiter frei auszuüben. Auswanderungswillige sollten drei Jahre Zeit haben. Am 1. Januar 1523 verließen die letzten Ordensritter die Insel; nach Jahren ohne festen Sitz ließen sie sich 1530 auf Malta nieder. Von diesem Januar 1523 bis zum Mai 1912 blieb Rhodos osmanisch: fast 390 Jahre, die längste zusammenhängende Herrschaft, die die Insel seit der Antike erlebt hat.

Weil die Stadt übergeben und nicht erstürmt wurde, blieben Mauern und Häuser stehen (mehr dazu im Kasten unten). Verändert wurde vor allem die Funktion der Stadt: Die Eroberung sicherte den Osmanen die Kontrolle über das östliche Mittelmeer und die Seeverbindung zwischen Konstantinopel und Kairo. Verwaltungstechnisch wurde Rhodos in die Marineprovinz des Reiches eingegliedert, das Eyâlet des Archipels unter dem Kapudan Pascha, dem Großadmiral. Diese Anbindung an die Flottenverwaltung hielt die Insel über Jahrhunderte stabil, aber wirtschaftlich und militärisch eher zweitrangig: Das östliche Mittelmeer war nun ein osmanischer Binnensee, ein erkennbarer wirtschaftlicher Aufschwung der Insel ist erst ab dem 18. Jahrhundert belegt.

Die erste sichtbare Maßnahme nach der Übernahme betraf die Kirchen. Wie überall im Reich wandelten die Osmanen die wichtigsten christlichen Gotteshäuser in Moscheen um. Der prominenteste Fall ist die spätere Süleymaniye-Moschee: Die Überlieferung verortet sie auf der Apostelkirche, einem der größten Sakralbauten der Unterstadt. Belastbare Grabungsbefunde dazu fehlen, die Zuschreibung ist also Tradition, nicht Beweis. Parallel dazu passten die neuen Bewohner größere Bürgerhäuser nach und nach an die osmanische Wohnweise an. Das war kein einmaliger Akt, sondern ein langfristiger Prozess: Über die Ritterzeitfassaden mit ihren Wappen und Spitzbögen legten sich osmanische Schichten. Charakteristisch wurden zwei Ergänzungen: Bäder, meist auf der Rückseite der Gebäude, und hölzerne, geschlossene Erker, die sich über die schmalen Gassen schoben. Weil so behutsam umgebaut wurde, blieb der mittelalterliche Kern erhalten; das Ergebnis ist jene Mischung aus westlichem Steinbau und orientalischer Bauweise, die die Altstadt bis heute prägt.

Übergabe, nicht Eroberung
Dass 1522 verhandelt und nicht erstürmt wurde, ist der Schlüssel zum Verständnis der ganzen Epoche. Eine geplünderte Stadt wäre wohl neu aufgebaut worden; die übergebene Stadt blieb weitgehend stehen und wurde nur umgenutzt. Deshalb steckt unter der osmanischen Schicht noch fast überall die Ritterstadt. Rhodos ist damit eines der seltenen Beispiele, in denen sich zwei Epochen so deutlich übereinanderlegen.

Die geteilte Stadt: wer wo wohnen durfte

Unter den Johannitern war die Altstadt zweigeteilt: im Norden das Kollachium, das geschlossene Ordensviertel rund um den Großmeisterpalast und die Ritterstraße, südlich davon der Bourg, in dem die Bürgerschaft lebte, 1522 nach den gängigen Schätzungen rund 5.000 Menschen. Die Osmanen behielten diesen Grundriss bei, tauschten aber die Bewohner aus. Innerhalb der Mauern lebten fortan vor allem zwei Gemeinschaften: muslimische Familien, viele davon in den großen Steinhäusern der ehemaligen Ritterstadt, und die jüdische Gemeinde in ihrem Viertel im Südosten. Die griechisch-orthodoxen Christen dagegen wurden nach übereinstimmender Darstellung der Quellen aus der ummauerten Stadt gedrängt und siedelten sich in neuen Vorstädten vor den Toren an, den Marasia, vor allem im Bereich des heutigen Mandraki und westlich davon. Aus diesen Vorstädten wuchs über Jahrhunderte die Neustadt von Rhodos-Stadt.

Über diese grobe Ordnung hinaus ist Differenzierung angebracht. Christen und Juden waren im Osmanischen Reich Dhimmi: geschützte Angehörige einer Buchreligion mit eigener Gerichtsbarkeit in Personenstandsfragen, mit funktionierenden Gemeindestrukturen (die orthodoxe Metropolie von Rhodos bestand die ganze Zeit fort), aber mit deutlich schlechterer Rechtsstellung. Sie zahlten die Kopfsteuer cizye, hatten vor Gericht geringeres Gewicht, durften keine Waffen tragen und Kirchen nur eingeschränkt neu bauen oder erhöhen. Das war Alltag im ganzen Reich und nicht rhodische Besonderheit.

Rhodos-spezifisch ist die verbreitete Schilderung, Christen hätten in der ummauerten Stadt zwar arbeiten und handeln, aber nicht übernachten dürfen: Abends seien die Tore geschlossen und die griechischen Händler hinausgeschickt worden, weshalb sie ihre Häuser dicht gedrängt in den Feldern bei Mandraki bauten. Diese Erzählung ist fest in der lokalen Überlieferung verankert und wird von der Stadt selbst so erzählt. Wie streng, wie durchgehend und über welche Zeiträume das nächtliche Verbot tatsächlich galt, lässt sich aus den allgemein zugänglichen Quellen aber nicht sauber belegen. Gut belegt ist der Befund dahinter: Die Christen wohnten außerhalb, die Muslime und Juden innerhalb der Mauern. Sicher ist außerdem, dass die Trennung im 19. Jahrhundert durchlässiger wurde. Die Reformen der Tanzimat-Zeit, das Edikt von Gülhane 1839 und vor allem das Reformdekret von 1856, stellten die Nichtmuslime rechtlich formal gleich und erleichterten ihnen Grunderwerb und Kirchenbau. Der Grundriss aus muslimischem Norden, jüdischem Südosten und griechischen Vorstädten blieb dennoch bis 1912 erkennbar.

Moscheen, Bäder, Bibliotheken: die osmanische Bauschicht

Anders als später die Italiener bauten die Osmanen keine vollständig neuen Quartiere. Sie fügten religiöse, hygienische und soziale Einrichtungen in die bestehende Stadt ein. Weil eine Moschee zur Gebetsrichtung (Qibla) ausgerichtet sein muss und diese selten zum vorhandenen Straßenraster passte, wurden für Neubauten oft Nachbargebäude abgeräumt; so entstanden die kleinen, unregelmäßigen Plätze mit einem Brunnen davor, die heute zum Bild der Altstadt gehören. Die wichtigsten erhaltenen Bauten:

  • Süleymaniye-Moschee: die erste Moschee der Stadt, errichtet unmittelbar nach der Eroberung und nach Süleyman benannt. Der heute sichtbare Bau ist ein Wiederaufbau von 1808 nach dem Vorbild des Originals; mehr dazu im nächsten Abschnitt.
  • Ibrahim-Pascha-Moschee (947 n. H. / 1540–41) am heutigen Platonos-Platz: die älteste der erhaltenen Altstadtmoscheen und die einzige, in der heute noch gebetet wird. Sie dient der kleinen muslimischen Gemeinde der Insel und ist meist nur zum Freitagsgebet geöffnet (Stand September 2026).
  • Recep-Pascha-Moschee (1588) am Dorieos-Platz, gestiftet von Großwesir Recep Pascha, mit seinem Mausoleum und einem Waschbrunnen im Hof, einer der reicher ausgestatteten Bauten.
  • Mustafa-Pascha-Moschee an der Platia Arionos, errichtet unter Sultan Mustafa III. um 1764/65, ein später Bau mit gedrungener Kuppel.
  • Großes Hamam (Yeni Hamam) unmittelbar daneben, schon 1558 urkundlich belegt und eines der größten osmanischen Bäder Griechenlands (mehr dazu im nächsten Abschnitt).
  • Hafız-Ahmed-Agha-Bibliothek (1793) an der Odos Orfeos, schräg gegenüber der Süleymaniye: eine der wenigen erhaltenen osmanischen Stiftungsbibliotheken Griechenlands.
  • Sokratous-Straße als von beiden Seiten bebaute, geschäftige Basarachse, bis heute die kommerzielle Hauptader der Altstadt.

Dazu kam eine ganze Reihe kleinerer Stadtteilmoscheen (Mescit), die oft an der Stelle früherer byzantinischer Kirchen entstanden. Die UNESCO nennt in ihrer Beschreibung neben der Süleymaniye unter anderem die Kavakli-, die Demirli- und weitere Moscheen.

Über die einzelnen Bauten hinaus veränderte sich die Infrastruktur. Das Wassersystem wurde ausgebaut, die Stadt bekam ein dichtes Netz öffentlicher Brunnen (Çeşme), von denen mehrere erhalten sind, manche mit arabischer Inschrift. Höfe wurden überdacht, Erker (Cumba) wuchsen über die Gassen, Gebäude ordneten sich um einen Innenhof als Familienzentrum statt um die repräsentative Straßenfassade. Was heute als „mediterrane Atmosphäre“ der Altstadt empfunden wird, also verwinkelte Gassen, schattige Innenhöfe und plötzliche kleine Plätze mit einem Brunnen, ist zu einem großen Teil osmanische Stadtform, nicht johanniterzeitliche.

Süleymaniye, Großes Hamam und die Bibliothek am Basar

Die Süleymaniye-Moschee am oberen Ende der Sokratous-Straße ist das wichtigste erhaltene osmanische Bauwerk der Insel. Gegründet wurde sie gleich nach 1522 und nach dem Eroberer benannt; der heutige Bau geht auf einen Wiederaufbau von 1808 zurück und wurde danach mehrfach restauriert. Ihr Gebetssaal besteht aus drei Kuppelräumen, der hohen Mittelkuppel und zwei flankierenden kleineren. Dieser Grundriss geht auf eine frühe osmanische Bauform mit angeschlossenen Herbergen für Derwische zurück. Das kunstvolle Marmorportal stammt ursprünglich von einem Grabmal der Johanniter und wurde erst 1863 in die Moschee eingebaut. Den rosa getünchten Bau mit dem Minarett sieht man allerdings nur von außen: Die Moschee ist seit Jahren geschlossen (nach gängigen Angaben seit 2014) und öffnet nur zu besonderen Anlässen (Stand September 2026). Das heutige Minarett ersetzt ein 1987 aus statischen Gründen abgetragenes; die große Restaurierung lief von 1988 bis 2005.

Ein paar Gassen südwestlich, an der Platia Arionos, liegt das Große Hamam, auf Griechisch lange als Dimotika Loutra („Städtisches Bad“) geführt, auf Türkisch Yeni Hamam. Es ist der zweite große osmanische Solitär der Altstadt und weit älter, als die benachbarte Mustafa-Pascha-Moschee vermuten lässt: Ein Ferman Sultan Selims II. von 1558 listet es bereits als bestehendes Gebäude auf. Mit rund 1.070 Quadratmetern gehört es zu den größten erhaltenen Bädern der klassischen osmanischen Epoche (1453–1603); Dekor und Grundriss entsprechen dieser Bauzeit. Ursprünglich war es ein reines Männerbad und symmetrisch angelegt. Erst rund zwei Jahrhunderte später, im 18. Jahrhundert, kam an der Westseite ein Frauentrakt hinzu. Dieser Anbau brach die Symmetrie und verschob Eingang und Auskleidehalle nach Norden, während Warm- und Heißräume im Süden blieben. Das Bad war bis in die jüngere Vergangenheit in Betrieb und wurde 2000 von der Stadt Rhodos grundlegend saniert, ausdrücklich mit dem Ziel, es als Bad weiterzuführen. Verlassen sollte man sich darauf allerdings nicht: Der Zugang war seither wiederholt und teils über längere Zeiträume geschlossen, und ein verlässlicher Betrieb ist derzeit nicht gegeben (Stand September 2026).

Schräg gegenüber der Süleymaniye, an der Odos Orfeos, liegt die Hafız-Ahmed-Agha-Bibliothek, eine echte Rarität. Hafız Ahmed Agha, ein gebürtiger Rhodier, richtete 1792 in Istanbul eine Stiftung (Vakıf) ein; das Bibliotheksgebäude entstand 1793 neben der Süleymaniye. Die Grundausstattung umfasste 828 Handschriften, jede mit dem Siegel des Stifters versehen: Werke auf Osmanisch, Arabisch und Persisch aus rund zwanzig Wissensgebieten, überwiegend den islamischen Wissenschaften. Bemerkenswerterweise sind von diesen 828 Bänden noch heute 806 mit dem Originalsiegel im Bestand; durch Schenkungen und Übernahmen anderer osmanischer Sammlungen der Insel ist die Bibliothek auf gut 1.260 Handschriften angewachsen. Sie zählt damit zu den wenigen erhaltenen historischen Bibliotheken dieser Art in Griechenland. Das kleine Gebäude mit dem vergitterten Lesesaal ist grundsätzlich zu besichtigen, wird aber ehrenamtlich betreut und ist nur unregelmäßig geöffnet. Feste Zeiten gibt es nicht; ohne Vorabsprache bleibt oft nur der Blick durch die Gittertür (Stand September 2026).

Das Stiftungswesen: wer diese Bauten trug

Fast alles, was in diesem Artikel als osmanische Bauschicht beschrieben wird, verdankt seine Existenz einer einzigen Rechtsform: dem Vakıf (arabisch waqf), der frommen Stiftung. Das Prinzip erklärt, warum diese Gebäude so aussehen, wie sie aussehen, und warum manche von ihnen heute in so schlechtem Zustand sind.

Ein Vakıf entstand, wenn ein Stifter Vermögen dauerhaft und unwiderruflich einem gemeinnützigen Zweck widmete. In der Stiftungsurkunde, der Vakfiye, legte er fest, was gebaut oder unterhalten werden sollte, wer es verwaltete und woraus die laufenden Kosten bezahlt wurden. Finanziert wurde in der Regel nicht aus einem Kapitalstock, sondern aus Erträgen: Läden, Werkstätten, Lagerhäuser, Bäder, Mühlen, Gärten und Ländereien wurden der Stiftung zugeschlagen, ihre Mieten und Pachten trugen dann Moschee, Schule oder Brunnen. Aus dieser Logik folgt der typische osmanische Baukomplex: ein Gotteshaus in der Mitte, drum herum die Einrichtungen, die es tragen und die es zugleich für das Viertel nützlich machen.

Auf Rhodos lässt sich dieses Muster an mehreren Stellen ablesen. Die Recep-Pascha-Moschee von 1588 war eine Großwesir-Stiftung mit Mausoleum und Waschbrunnen im Hof. Die Hafız-Ahmed-Agha-Bibliothek ist der Lehrbuchfall: Ein wohlhabender Rhodier gründet 1792 in Istanbul eine Stiftung, lässt 1793 auf der Insel ein Bibliotheksgebäude errichten, stattet es mit 828 Handschriften aus, versieht jede einzelne mit seinem Siegel und regelt in der Urkunde gleich die Besoldung des Bibliothekars. Auch das Große Hamam gehört hierher: Ein öffentliches Bad war zugleich Infrastruktur für die rituelle Reinigung, sozialer Treffpunkt und eine verlässliche Einnahmequelle für die Stiftung, der es zugeordnet war. Und das dichte Netz öffentlicher Brunnen (Çeşme) in der Altstadt ist nichts anderes als eine Sammlung kleiner Einzelstiftungen; die Inschrifttafel über dem Wasserbecken nennt in der Regel Stifter und Jahr.

Das System war stabil, solange die Ertragsquellen funktionierten und die Verwaltung intakt blieb. Daran hakte es im 19. Jahrhundert: Mit dem wirtschaftlichen Niedergang der Insel schrumpften die Stiftungseinnahmen, Reparaturen unterblieben, Gebäude verfielen. Nach 1912 kamen die osmanischen Stiftungen unter italienische Verwaltung, ein Teil des Vermögens ging verloren. Die noch bestehende muslimische Stiftungsverwaltung von Rhodos betreut die verbliebenen Bauten (Moscheen, Bibliothek, Friedhöfe) bis heute mit sehr begrenzten Mitteln. Das ist der wesentliche Grund dafür, dass mehrere der wichtigsten osmanischen Monumente der Insel geschlossen oder nur unregelmäßig zugänglich sind.

Die Tafel über dem Brunnen
Über dem Becken der osmanischen Altstadtbrunnen sitzt fast immer eine Marmortafel mit arabischer Schrift. Das ist keine Dekoration, sondern die Stiftungsangabe: Name des Stifters, oft ein frommer Vers, dazu die Jahreszahl nach der Hidschra. Grobe Umrechnung: Hidschra-Jahr geteilt durch 1,031, plus 622. Nach ein paar Tafeln zeigt sich, wie viele dieser kleinen Stiftungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, der Zeit, in der die Stadt baulich am aktivsten war.

Die jüdische Gemeinde

Im Südosten der Unterstadt liegt das jüdische Viertel, die Juderia oder Evraiki, Heimat einer der ältesten jüdischen Gemeinden des Mittelmeers. Sie ist deutlich älter als die osmanische Herrschaft: Jüdische Bewohner sind auf Rhodos schon in der Antike belegt, durchgehend fassbar wird die Gemeinde im Mittelalter. Unter den Johannitern geriet sie allerdings unter Druck: 1502 stellte Großmeister Pierre d'Aubusson die Juden der Insel vor die Wahl zwischen Taufe und Vertreibung, ein Teil der Gemeinde verließ Rhodos.

Erst unter den Osmanen wuchs sie wieder und erreichte ihre größte Blüte. Die neue Herrschaft warb aktiv um Zuzug in die halb entleerte Stadt, und viele sephardische Familien, die nach 1492 vor der spanischen Inquisition geflohen waren, kamen, teils direkt, teils über Saloniki und Konstantinopel. Sie bewahrten über Generationen ihre Sprache, das Ladino (Judäo-Spanisch), und prägten Handel und Handwerk der Unterstadt. Zeitweise gab es im Viertel sechs Synagogen, dazu eigene Schulen, ein Rabbinat und Wohlfahrtseinrichtungen. Gegen Ende der osmanischen Zeit zählte die Gemeinde mehrere tausend Menschen und stellte einen beträchtlichen Teil der Altstadtbevölkerung.

Das eindrücklichste erhaltene Zeugnis ist die Kahal-Shalom-Synagoge (vollständig Kahal Kadosh Shalom, „Heilige Gemeinde des Friedens“) von 1577, nach Angaben der Jüdischen Gemeinde und gängiger Einordnung die älteste erhaltene Synagoge Griechenlands. Ihr Inneres folgt sephardischer Tradition: die Bima (Lesepult) in der Mitte des Saals, der Boden aus dem typischen schwarz-weißen Rhodos-Kieselmosaik, im Hof ein Brunnen für die rituelle Handwaschung. Gottesdienste finden hier bis heute statt, vor allem in den Sommermonaten, wenn jüdische Besucher und Nachkommen der Gemeinde (die „Rhodeslis“) auf die Insel kommen; im Gebäude ist zudem das Jüdische Museum von Rhodos untergebracht. Die jüdische Gemeinde der Insel ist heute nur noch sehr klein. Synagoge und Museum sind ganzjährig geöffnet: von April bis Oktober sonntags bis freitags, von November bis März montags bis freitags, jeweils 10 bis 15 Uhr. Samstags sowie an jüdischen und staatlichen Feiertagen bleibt geschlossen; der Eintritt kostet 6 Euro, Kinder unter 12 Jahren frei (Stand September 2026). Das ist, neben der Ibrahim-Pascha-Moschee, der einzige historische Innenraum dieser Epoche in der Altstadt, den man verlässlich betreten kann.

Das blühende jüdische Rhodos der osmanischen Zeit endete erst lange nach den Osmanen, in der Kriegszeit unter deutscher Besatzung: Im Juli 1944 wurde fast die gesamte Gemeinde nach Auschwitz deportiert, nur wenige überlebten. Diese Tragödie gehört in die italienische beziehungsweise die Kriegszeit; ausführlich behandeln wir sie im Stadtporträt von Rhodos-Stadt und im Beitrag zur italienischen Zeit.

Wirtschaft: vom Ordenshafen zur Provinzstadt

Wirtschaftlich war 1522 ein Bruch, auch wenn baulich wenig zerstört wurde. Unter den Johannitern lebte Rhodos von einer Sonderrolle: Der Hafen war Umschlagplatz und zugleich Basis eines lukrativen Seekriegs gegen die osmanische und ägyptische Schifffahrt, dazu kam Geld aus den europäischen Ordensbesitzungen. Beides fiel weg. Danach lag die Insel nicht mehr an der Konfliktlinie, sondern mitten in einem Reich, dem das östliche Mittelmeer nun praktisch allein gehörte. Rhodos wurde, was es zuvor nie war, eine gewöhnliche Provinzstadt an einer inneren Schiffsroute: Sitz eines Sandschak, Etappenort auf der Verbindung zwischen Konstantinopel und Alexandria, Verwaltungszentrum für die umliegenden kleinen Inseln.

Der Alltag verlagerte sich damit auf das, was die Insel selbst hergab: Getreide, Wein, Olivenöl, Feigen, Zitrusfrüchte, Vieh und Holz aus den Bergwäldern, dazu Fischerei und der Handel mit den Nachbarinseln, deren Schwammtaucher und Segler den Hafen anliefen. Die Dodekanes-Inseln genossen dabei besondere Steuervergünstigungen, die auf Zugeständnisse aus der Zeit Süleymans zurückgeführt wurden, ein wesentlicher Grund für die relative Ruhe der Region. Im 18. Jahrhundert, als der griechische Seehandel in der Ägäis aufblühte, ging es auch Rhodos spürbar besser; aus dieser Phase stammen viele der erhaltenen Brunnen, Wohnhäuser und Stiftungsbauten.

Das 19. Jahrhundert brachte dann den Abstieg. Die Dampfschifffahrt lief die großen Häfen an und ließ Rhodos zunehmend links liegen, der mittelalterliche Handelshafen war für die neuen Schiffsgrößen zu klein, und die Verwaltung eines schrumpfenden Reiches investierte kaum noch. Erdbeben taten ein Übriges: Die Region gehört zu den seismisch aktivsten Europas, und mehrere schwere Beben des 19. Jahrhunderts beschädigten Altstadtbauten dauerhaft. Der folgenschwerste Einzelschaden war allerdings kein Naturereignis: 1856 schlug ein Blitz in ein Pulvermagazin ein, das unter der ehemaligen Johanniterkirche St. Johannes angelegt worden war. Die Explosion zerstörte die Kirche vollständig, riss weite Teile des Großmeisterpalasts nieder und forderte Hunderte Todesopfer. Was die Italiener ab 1912 vorfanden, war eine verarmte, teilweise ruinöse Stadt.

Außerhalb der Hauptstadt war die osmanische Präsenz dünner, aber sichtbar. In Lindos, Archangelos und einigen Bergdörfern saßen Garnisonen oder Verwaltungsbeamte, lebten aber neben einer fast durchgehend griechisch-orthodoxen Landbevölkerung. Die alten Johanniterburgen wie Monolithos, Kritinia oder Feraklos verloren ihre militärische Bedeutung und wurden aufgegeben oder nur noch sporadisch genutzt: Das Reich musste an dieser Küste keine Belagerung mehr fürchten. Die Insel diente vor allem als Markt für die Agrarprodukte des Hinterlands und der umliegenden kleinen Inseln. In dieser langen, ruhigen Zeit prägte sich auch das Bild der niedrigen, kalkgetünchten Dorfhäuser aus, das wir heute mit Rhodos verbinden: osmanisch beeinflusste Volksarchitektur im Anschluss an die griechische Bauweise des Mittelmeerraums. Dass die orthodoxe Kirche unter osmanischer Herrschaft weiterarbeiten konnte, zeigt ein Bau mitten im Wald: Das Kloster Kalopetra oberhalb des Schmetterlingstals bei Petaloudes wurde 1782 von Alexander Ypsilantis gestiftet, einem Fürsten aus dem griechischen Beamtenadel Konstantinopels, der auf Rhodos im Exil lebte. Ein hoher Würdenträger des osmanischen Staates finanzierte also ein orthodoxes Kloster.

Zwei weitere Bauten der Epoche prägen das Stadtbild bis heute. Außerhalb der Mauern am Mandraki-Hafen liegt die Murad-Reis-Moschee, um 1623 errichtet und nach einem berühmten osmanischen Admiral der Süleyman-Zeit benannt; sie steht der Überlieferung nach an der Stelle einer früheren Kirche. Um sie herum erstreckt sich der osmanische Friedhof mit den Grabstelen von Würdenträgern und dem Grab des Admirals selbst, über Jahrhunderte ein Wallfahrtsort von Seeleuten, die sich Glück auf See erbaten. Innerhalb der Mauern, im oberen Teil der Altstadt, steht der Uhrturm (Roloi): Der von Fethi Pascha gestiftete Bau entstand 1852 unter Sultan Abdülmecid und dient heute als Aussichtspunkt mit Café; von oben bietet er einen der schönsten Blicke über die Dächer und Minarette der Altstadt. Der Eintritt kostet 5 Euro und schließt ein Getränk ein (Stand September 2026).

Die letzten Jahrzehnte und das Ende 1912

Anders als auf Kreta oder den Kykladen endete die osmanische Zeit auf Rhodos nicht durch einen griechischen Aufstand. Die Insel blieb während des griechischen Unabhängigkeitskriegs und der Aufstände des 19. Jahrhunderts vergleichsweise ruhig, auch weil die Dodekanes-Inseln ihre alten Steuerprivilegien behielten und die orthodoxe Bevölkerung dort besser stand als anderswo. Das änderte sich am Ende: Nach der jungtürkischen Revolution von 1908 wurden die Sonderrechte der Inseln zurückgenommen, was den Unmut der griechischen Mehrheit auf dem Land deutlich verschärfte.

Das Ende kam dann von außen. Im Italienisch-Türkischen Krieg (1911–1912), in dem Italien um Libyen kämpfte, verlagerte die italienische Marine den Druck in die Ägäis. Am 4. Mai 1912 landeten italienische Truppen unter Generalleutnant Giovanni Ameglio ungehindert in der Bucht von Kallithea südöstlich der Stadt, rund 9.000 bis 10.000 Mann, gedeckt von Kriegsschiffen der Regia Marina. Die osmanische Garnison zog sich ins Bergland um Psinthos hinter Maritsa zurück. Dort kam es am 15. Mai zu einem kurzen Gefecht von wenigen Stunden, und am 16. Mai 1912 kapitulierte die Garnison (griechische Darstellungen nennen den 17. Mai), knapp zwei Wochen nach der Landung. Damit endeten fast 390 Jahre osmanischer Herrschaft. Eine Marmortafel bei Psinthos erinnert an die Gefallenen; ihre Zahl auf osmanischer Seite reicht je nach Quelle von gut 80 bis rund 300.

Italien besetzte die Insel zunächst ausdrücklich nur vorläufig, als Faustpfand; völkerrechtlich festgeschrieben wurde die Abtretung des Dodekanes erst im Vertrag von Lausanne 1923. Weil die Inseln damit italienisch und nicht griechisch waren, blieben ihre Muslime vom griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch desselben Jahres ausgenommen, und die muslimische Gemeinde von Rhodos bestand weiter. Klein wurde sie erst durch die Abwanderung der folgenden Jahrzehnte und vollends nach dem Anschluss des Dodekanes an Griechenland 1947/48. Bis heute gibt es sie, mit eigener Moschee und eigener Stiftungsverwaltung.

Was heute davon zu sehen ist

Bezeichnend für den Umgang der nachfolgenden Epoche: Die italienische Verwaltung bewahrte und rekonstruierte die Reste der Ritterzeit, baute den Großmeisterpalast wieder auf und legte die Ritterstraße frei. Mehrere osmanische Anbauten, Erker und kleinere Moscheen ließ sie dagegen abräumen, weil sie das mittelalterliche Bild störten. Was übrig ist, ist trotzdem viel. Für Besucher gilt allerdings: Vieles davon sieht man von außen, nur wenig von innen.

  • Süleymaniye-Moschee (Sokratous/Odos Orfeos): außen frei zugänglich, rosa getünchter Bau mit Minarett und dem Marmorportal von 1863. Innen seit Jahren geschlossen, Öffnung nur zu besonderen Anlässen (Stand September 2026).
  • Ibrahim-Pascha-Moschee (Platonos-Platz): die einzige aktiv genutzte Moschee der Altstadt, meist nur zum Freitagsgebet geöffnet. Respektvolle Kleidung, kein Betreten während des Gebets.
  • Recep-Pascha-Moschee (Dorieos-Platz): von außen zu sehen, teils eingerüstet; Mausoleum und Waschbrunnen im Hof sind auch über den Zaun gut erkennbar.
  • Großes Hamam (Platia Arionos): 2000 saniert, derzeit aber ohne verlässlichen Badebetrieb und immer wieder über längere Zeiträume geschlossen. Einen Besuch nicht fest einplanen, vor Ort nachfragen (Stand September 2026).
  • Hafız-Ahmed-Agha-Bibliothek (Odos Orfeos): nur unregelmäßig geöffnet, ohne feste Zeiten.
  • Uhrturm Roloi (Odos Orfeos, im oberen Teil der Altstadt): verlässlich zugänglich, Eintritt 5 Euro inklusive eines Getränks; der beste Überblick über Dächer, Kuppeln und Minarette (Stand September 2026).
  • Murad-Reis-Moschee und osmanischer Friedhof (Mandraki, im Park): Die Grabstelen zwischen den Bäumen sind frei zu durchwandern, das Gebäude selbst ist meist verschlossen.
  • Kahal-Shalom-Synagoge und Jüdisches Museum (Simiou/Dosiadou): ganzjährig 10 bis 15 Uhr, April bis Oktober sonntags bis freitags, November bis März montags bis freitags; samstags und an Feiertagen geschlossen. 6 Euro, Kinder unter 12 frei (Stand September 2026).
  • Brunnen, Erker, Namen: über die ganze Unterstadt verteilt, Çeşme mit Inschrifttafel, hölzerne Cumba über den Gassen, Hofhäuser, dazu die Basarachse der Sokratous.
Zugang ist die Schwachstelle
Von den großen osmanischen Bauten der Altstadt ist derzeit kein einziger verlässlich von innen zu besichtigen: Die Süleymaniye ist seit Jahren zu, das Große Hamam trotz Sanierung ohne verlässlichen Betrieb, die Bibliothek nur sporadisch geöffnet. Ein Altstadtrundgang ist deshalb vor allem eine Außenbesichtigung, jeder Innenraum ein Glücksfall. Verlässlich zugänglich sind nur der Uhrturm, die Kahal-Shalom-Synagoge mit dem Jüdischen Museum (auch im Winter, dann werktags) und, rund um das Freitagsgebet und mit Zurückhaltung, die Ibrahim-Pascha-Moschee. Stand September 2026.

Wie man die Schichten in der Altstadt liest

Der Reiz der Altstadt liegt darin, dass hier drei Epochen übereinanderliegen, ohne sich gegenseitig ausgelöscht zu haben: ritterzeitlich in Mauern, Toren und der Ritterstraße, osmanisch in Gassen, Höfen, Moscheen und Brunnen, italienisch in Restaurierung, Rekonstruktion und der Neustadt davor. Die UNESCO würdigt diese Schichtung ausdrücklich: Die osmanischen Umbauten hätten den Charakter der historischen Siedlung „nicht im Geringsten beschädigt“ und seien einzigartiges Zeugnis ihrer Geschichte.

Ein Rundgang, der die osmanische Schicht sichtbar macht, braucht keine zwei Stunden: von der Sokratous hinauf zur Süleymaniye, über die Odos Orfeos an der Bibliothek vorbei zum Uhrturm, dann südwärts zur Platia Arionos mit Hamam und Mustafa-Pascha-Moschee, weiter über den Dorieos-Platz zur Recep-Pascha-Moschee und zuletzt nach Osten in die stillen Gassen der Juderia bis zur Kahal-Shalom-Synagoge und zum Platz der Märtyrer. Danach hat man den größten Teil der osmanischen Stadt gesehen und nebenbei gemerkt, wie schnell die Menschenmengen der Hauptgassen hinter einem verschwinden.

Faustregeln für den Spaziergang
Osmanisch: Kuppel und Minarett, Brunnen mit kalligrafischer Inschrifttafel, verwinkelter Innenhof, überdachte Gasse, hölzerner Erker über der Straße. Johanniterzeitlich: geradlinige Steinfassade mit Wappenstein über dem Tor, Spitzbogen, Sturzbalken. Italienisch: frisch verfugtes Mauerwerk, symmetrische Rekonstruktion, monumentaler Palastbau. Mit diesem Raster sieht man die Altstadt in drei Zeiten parallel.

Weiterlesen

Die osmanische Schicht ist die unauffälligste der drei, zugleich aber die, die das Alltagsleben der Altstadt am stärksten geformt hat. Mit den Epochen davor und danach wird die Stadt verständlicher:

Quellen & Stand
Geprüft September 2026. Eroberung 1522 (Kapitulation 22. Dezember 1522), Übergabebedingungen und Abzug der Ritter (1. Januar 1523) nach Wikipedia (Siege of Rhodes 1522) und Britannica; Verwaltungseinordnung (Eyâlet des Archipels / Kapudan Pascha, Sandschak ab 1546, Aufschwung ab dem 18. Jh.) nach Wikipedia „Sanjak of Rhodes“. Stadtstruktur, Umwandlung der Kirchen in Moscheen und Welterbe-Wertung nach UNESCO World Heritage Centre (whc.unesco.org, „Medieval City of Rhodes“, Nr. 493). Süleymaniye-Moschee (Bau 1522/23, Wiederaufbau 1808, seit Jahren geschlossen, nach gängigen Angaben seit 2014, Minarett 1987/Restaurierung 1988–2005) nach Wikipedia „Suleymaniye Mosque (Rhodes)“ und rhodesguide.com; Hafız-Ahmed-Agha-Bibliothek (Stiftung 1792, Gebäude 1793, 828/806 Handschriften, Odos Orfeos, nur unregelmäßig zugänglich) nach Wikipedia und der Stiftungsseite hafizahmedaga.com; weitere Moscheen (Ibrahim Pascha 1540/41, heute einzige aktive Moschee der Altstadt; Recep Pascha 1588; Mustafa Pascha um 1764/65) nach den jeweiligen Wikipedia-Artikeln. Großes Hamam / Yeni Hamam an der Platia Arionos (erstmals in einem Ferman von 1558 aufgeführt, rund 1.070 Quadratmeter, Frauentrakt als Anbau des 18. Jahrhunderts, Sanierung durch die Stadt Rhodos im Jahr 2000, derzeit kein verlässlicher Badebetrieb) nach dem Kulturportal der Stadt Rhodos (tourism.rhodes.gr), imrtreasures.gr und Wikipedia (Yeni Hamam). Jüdisches Rhodos (Kahal Shalom von 1577 als älteste erhaltene Synagoge Griechenlands, Juderia, Vertreibungsverfügung von 1502 unter Großmeister d'Aubusson, Deportation 1944) nach Wikipedia (Kahal Shalom Synagogue, History of the Jews in Rhodes) und der Jüdischen Gemeinde von Rhodos; Öffnungszeiten und Eintritt der Synagoge nach deren Seite „Plan your visit“ (jewishrhodes.org), abgerufen September 2026. Murad-Reis-Moschee (um 1623) und Uhrturm (Roloi, 1852) nach gängigen Rhodos-Reise- und Kulturinformationen. Ende der osmanischen Herrschaft (italienische Landung in der Bucht von Kallithea am 4. Mai 1912 unter Generalleutnant Giovanni Ameglio, kurzes Gefecht bei Psinthos am 15. Mai, Kapitulation am 16. Mai, nach griechischen Darstellungen 17. Mai 1912; osmanische Verluste je nach Quelle gut 80 bis rund 300) nach der englisch- und griechischsprachigen Überblicksliteratur zur Schlacht von Rhodos 1912; völkerrechtliche Abtretung des Dodekanes an Italien erst im Vertrag von Lausanne 1923, weshalb die Muslime der Inseln vom griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch 1923 ausgenommen blieben. Zerstörung des Großmeisterpalasts durch die Pulverexplosion in der Johanniterkirche 1856 nach Stadt- und Landeskundeportalen (u. a. cityofrhodes.com). Das nächtliche Aufenthaltsverbot für Christen ist überliefert, in Strenge und Dauer aber nicht eindeutig belegbar und entsprechend gekennzeichnet; die Zuschreibung der Süleymaniye an die Apostelkirche ist Überlieferung, kein Grabungsbefund. Volatile Angaben (Uhrturm 5 Euro inklusive Getränk; Kahal Shalom 6 Euro, Kinder unter 12 frei, April bis Oktober So–Fr, November bis März Mo–Fr, jeweils 10 bis 15 Uhr) sind mit Stand September 2026 gekennzeichnet und vor Ort gegenzuprüfen. Abruf aller Online-Quellen September 2026.