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Reisetipps

Geld und Trinkgeld auf Rhodos

Kartenzahlung ist auf Rhodos fast überall Standard, Bargeld bleibt für Taverne, Kiosk und Bus wichtig. Dazu die neuen Geldautomaten-Regeln, die Gebührenfalle DCC, die Klimaabgabe pro Zimmer und Nacht und die Frage, wie viel Trinkgeld üblich ist.

13 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 27. September 2026

Rhodos ist Euro-Land, Umtausch und Rücktausch entfallen also. Die Geldfragen vor Ort sind praktischer Natur: Wie selbstverständlich ist Kartenzahlung inzwischen? Wie viel Bargeld braucht man trotzdem? Wo hebt man ohne Zusatzkosten ab, und welche Falle lauert am Automaten? Was hat es mit der Klimaabgabe auf sich, die an der Rezeption fällig wird? Und wie viel Trinkgeld ist üblich, ohne dass es bemüht wirkt? Hier der Überblick, geprüft im September 2026.

Euro und Kartenzahlung: Rechtslage und Praxis

Griechenland hat sich innerhalb weniger Jahre vom Bargeld-Land zu einem der kartenfreundlichsten Reiseländer Europas entwickelt, und zwar aus steuerpolitischen Gründen. Händler und Dienstleister sind gesetzlich verpflichtet, ein Kartenterminal vorzuhalten und Kartenzahlung anzunehmen. Seit 2024 erfasst die Regel nahezu alle Branchen bis hin zu Kiosken, Taxis und Marktständen, und die Terminals sind direkt mit der Steuerbehörde AADE verbunden, die die Umsätze in Echtzeit erfasst (Stand September 2026). Der Effekt ist messbar: Nach Regierungsangaben stiegen die Mehrwertsteuereinnahmen binnen eines Jahres von 16,3 auf 18,9 Milliarden Euro, gerade in Branchen, die früher als bargeldlastig galten.

Zwei Punkte sind wichtig, damit die Erwartung stimmt. Erstens: Dass die Karte angenommen werden muss, heißt nicht, dass immer reibungslos kassiert wird. Ein Mindestbetrag fürs Kartenzahlen („erst ab 10 Euro“) ist rechtlich nicht vorgesehen, kommt in kleinen Läden aber vor; in der Praxis diskutiert man darüber nicht, sondern zahlt bar. Zweitens: Barzahlungen sind in Griechenland auf 500 € pro Geschäft begrenzt, höhere Beträge müssen unbar beglichen werden. Im Urlaub betrifft das kaum mehr als größere Hotelrechnungen und Mietwagen-Kautionen, erklärt aber, warum die Rezeption bei einer hohen Endabrechnung auf die Karte verweist.

Für den Urlaub heißt das: Visa und Mastercard funktionieren praktisch überall, kontaktloses Zahlen und Smartphone-Wallets sind Standard, American Express und Diners werden deutlich seltener akzeptiert. Hotel, Mietwagen, Tankstelle, Supermarkt und die meisten Restaurants lassen sich problemlos per Karte bezahlen. Sinnvoll ist trotzdem eine zweite Karte einer anderen Gesellschaft, getrennt vom Portemonnaie verwahrt: Terminals fallen bei Netzproblemen gelegentlich aus, und eine gesperrte oder geschluckte Karte ist im Urlaub deutlich unangenehmer als zu Hause.

Wie viel Bargeld man wirklich braucht

Bargeld bleibt im Alltag trotzdem wichtig. Nicht, weil die Karte grundsätzlich abgelehnt würde, sondern weil kleine Beträge bar schneller erledigt sind und manches Gegenüber gar keine Kasse hat. Diese Situationen sollten sich mit Münzen und kleinen Scheinen abdecken lassen:

  • Kioske (Períptera), Bäcker, Straßenstände: Wasser, Kaffee, Spanakopita; bar geht es hier am schnellsten.
  • Kleine Familientavernen und Kafenia in den Bergdörfern: Terminal vorhanden, Sympathie für Bargeld ebenfalls.
  • Bus: Im Bus wird in der Regel bar kassiert. Die KTEL-Überlandbusse kosten je nach Strecke 2,50 bis 11,00 € (Rhodos-Stadt–Faliraki 2,50 €, –Lindos 6,00 €, Tarife 2026), der RODA-Flughafenbus 2,50 €, auch beim Fahrer. Für die übrigen Stadtlinien gilt der Aushang am Kiosk. Details im Beitrag Busse auf Rhodos.
  • Taxi: Terminals sind vorgeschrieben und in Rhodos-Stadt meist auch vorhanden, an abgelegenen Ständen aber gern „gerade defekt“. Mit dem Fahrpreis in bar erübrigt sich die Debatte.
  • Sonnenliegen und Strandkassierer: Der Betreiber kommt mit der Geldtasche an die Liege, nicht mit dem Terminal.
  • Parkautomaten und Parkwächter: Die blau markierten Zonen in Rhodos-Stadt und die bewachten Parkplätze vor Lindos laufen über Münzen beziehungsweise über den Kassierer am Schlagbaum.
  • Kirchen und Klöster: Für Kerzenkasten, Spendenbüchse und den Teller am Ausgang sind Münzen die einzige praktikable Form. Ein bis zwei Euro pro Kerze sind üblich.
  • Toiletten, Duschen, kleine Fähren und Wassertaxis: überall Kleingeld-Terrain.

Andersherum führt an einer echten Kreditkarte kaum ein Weg vorbei, wenn ein Mietwagen geplant ist: Die Kaution wird fast immer auf der Kreditkarte des Hauptfahrers geblockt, Debit- und Prepaid-Karten lehnen viele Stationen ab. Auch Hotels blocken bei der Anreise gelegentlich einen Betrag für Extras. Mit einer reinen Guthabenkarte also besser vorher nachfragen. Welche Unterkunftsformen wie abrechnen, ordnet Wo übernachten auf Rhodos ein.

Und die oft zitierte 10.000-€-Bargeldgrenze? Sie betrifft die Anmeldung an den EU-Außengrenzen. Bei der Anreise aus Deutschland oder Österreich spielt sie keine Rolle, denn innerhalb der EU muss mitgeführtes Bargeld ab 10.000 € nur auf Nachfrage des Zolls angezeigt werden. Nicht zu verwechseln mit der griechischen 500-€-Grenze: Die regelt nicht, was man dabeihat, sondern was man in einem einzelnen Geschäft bar bezahlen darf.

Faustformel fürs Bargeld
Über eine Woche gerechnet braucht man pro Person etwa 100 bis 150 € in bar für Taverne, Kiosk, Liegen, Kirchenkerzen und Bus. Das ist der Wochenbedarf, nicht der Betrag, der auf einmal im Portemonnaie stecken muss: Als laufender Vorrat genügen 50 bis 80 € in kleinen Scheinen, nachgefüllt am Bankautomaten. 100er- und 200er-Scheine werden in kleinen Läden ungern gewechselt, große Scheine macht man am besten beim Supermarkt-Einkauf klein. Ein paar Münzen für Parkautomaten gehören separat in die Autoablage.

Geld abheben ohne Gebührenfalle

Am Automaten entscheidet sich, ob Bargeld auf Rhodos umsonst oder teuer ist. Die Faustregel lautet: Bankautomat statt Fremdbetreiber. Automaten der griechischen Banken (Alpha Bank, Eurobank, Piraeus Bank und Nationalbank NBG) stehen in Rhodos-Stadt an jeder größeren Straße und in allen Urlaubsorten mit Ortskern, also in Faliraki, Lindos, Ialyssos, Archangelos oder Gennadi. In kleinen Dörfern und an Strandpromenaden stehen dagegen häufig nur die knallgelben Euronet-Kästen oder Geräte anderer privater Betreiber.

Seit dem 11. August 2025 gelten neue gesetzliche Regeln, die die bekannteste Touristenfalle deutlich entschärft haben (Stand September 2026): Für Abhebungen an Automaten im griechischen DIAS-Netz dürfen die Banken kein Fremdautomaten-Entgelt mehr verlangen, nach übereinstimmenden Berichten auch nicht bei ausländischen Karten; private Betreiber wie Euronet sind landesweit auf höchstens 1,50 € pro Abhebung gedeckelt, Kontostandsabfragen sind überall kostenlos, und in Gemeinden mit nur einem einzigen Automaten entfällt auch die Betreibergebühr. Vor der Neuregelung verlangten die gelben Automaten regelmäßig ein Vielfaches davon.

Damit ist der Preisunterschied kleiner geworden. Der größere Fallstrick an Fremdautomaten ist heute nicht mehr die Gebühr, sondern die Umrechnung, dazu gleich mehr. Hinzu kommen kleinere Ärgernisse: niedrigere Auszahlungslimits, Automaten, die bevorzugt 50er ausspucken, und Standorte ohne Bankfiliale, falls die Karte einbehalten wird. Der Bankautomat bleibt deshalb erste Wahl, am besten tagsüber und an einer Filiale.

Was die eigene Bank berechnet, steht auf einem anderen Blatt: Nach EU-Recht darf eine Euro-Abhebung im EU-Ausland nicht mehr kosten als eine vergleichbare Abhebung zu Hause. Entscheidend ist also das eigene Kontomodell, nicht der Urlaubsort. Mit einer Karte, die Abhebungen im Ausland kostenlos stellt, kommt man auf Rhodos faktisch gebührenfrei an Bargeld. Kostet jede Abhebung extra, sind zweimal 200 € günstiger als sechsmal 70 €.

DCC: immer in Euro abrechnen lassen

Der teuerste Klick im Urlaub passiert am Automaten oder am Kartenterminal, wenn eine freundliche Frage erscheint: Soll der Betrag „mit garantiertem Kurs“ in der Heimatwährung abgerechnet werden? Dahinter steckt Dynamic Currency Conversion (DCC): Der Automaten- oder Terminalbetreiber rechnet den Betrag selbst um und legt dabei einen Aufschlag auf den Kurs, der je nach Anbieter mehrere Prozent betragen kann. Die Antwort ist immer dieselbe: ohne Umrechnung, Abrechnung in Euro (am Automaten oft die Schaltfläche „Weiter ohne Umrechnung“ oder „Continue without conversion“).

Für Karten aus Deutschland und Österreich stellt sich die Frage selten, weil Euro-Konto und Euro-Land zusammenpassen. Sie taucht aber auf, sobald die Karte in Fremdwährung geführt wird, und regelmäßig bei Karten aus der Schweiz und Großbritannien. Ein zweiter Ort für dieselbe Falle: die Kartenzahlung im Hotel oder im Restaurant, wenn das Terminal die Wahl anbietet. Auch dort gilt Euro, immer.

Der teuerste Klick am Automaten
„Mit garantiertem Wechselkurs“ klingt nach Sicherheit und ist in Wahrheit ein Aufschlag zugunsten des Automatenbetreibers. Mit „ohne Umrechnung“ rechnet stattdessen die eigene Bank um, und deren Kurs ist praktisch immer besser. Über einen Urlaub summiert sich der Unterschied auf zweistellige Beträge.

Was zusätzlich anfällt: Klimaabgabe, Parken, Liegen

Drei Posten tauchen im Urlaubsbudget auf, die in keinem Reisepreis stehen. Der größte davon ist die Klimakrisen-Abgabe (griechisch abgekürzt TAKK), die pro Zimmer und Nacht direkt in der Unterkunft kassiert wird: von April bis Oktober je nach Kategorie 2 bis 15 €, für Ferienwohnungen aus der Kurzzeitvermietung 8 €, erst ab dem 1. November 0,50 bis 4 €. Viele kleinere Häuser nehmen sie lieber bar, deshalb gehört sie ins Bargeldbudget; alle Sätze und ein Rechenbeispiel stehen im Guide Wo übernachten auf Rhodos.

Die beiden anderen Posten sind kleiner, fallen aber täglich an: Parken und Sonnenliegen. In Rhodos-Stadt ist Parken in den blau markierten Zonen gebührenpflichtig, außerhalb der Zonen und auf den großen Plätzen am Hafen meist frei; die bewachten Parkplätze oberhalb von Lindos kosten je nach Betreiber und Saison rund 6 bis 10 € pro Tag. Ein Set aus zwei Liegen und Schirm kostet je nach Strand etwa 10 bis 40 € am Tag, an Tsambika 20 bis 40 €, in der Anthony-Quinn-Bucht um 30 €; an Hotspots wie der St.-Pauls-Bucht bei Lindos beginnen die Sets erst bei rund 60 €. Mit eigener Matte und Sonnenschirm bleibt an vielen Stränden der freie Abschnitt; was dort erlaubt ist, steht in den Strandregeln.

Trinkgeld: was üblich ist und was nicht

Trinkgeld ist in Griechenland eine Geste, keine Pflicht. Es gibt keinen festen Satz, niemand rechnet nach, und ohne Trinkgeld wird auch niemand unfreundlich. Eingebürgert haben sich Größenordnungen, keine Regeln:

  • Taverne und Restaurant: aufrunden oder 5 bis 10 % bei gutem Service. In der einfachen Familientaverne reicht großzügiges Aufrunden völlig, im gehobenen Lokal sind 10 % die Obergrenze des Üblichen.
  • Café und Bar: auf den nächsten Euro aufrunden, kein Prozentrechnen. Für einen Frappé am Nachmittag reichen die Münzen aus dem Wechselgeld.
  • Taxi: aufrunden, etwa von 27,50 € auf 30 €; bei langen Transfers vom Flughafen zur Ostküste sind 2 bis 5 € eine nette Geste, mehr erwartet niemand.
  • Zimmerreinigung: 1 bis 2 € pro Tag, sichtbar auf dem Nachttisch oder Kopfkissen hinterlegt, und zwar täglich statt als Summe am Ende, weil das Personal wechselt. In der Fünf-Sterne-Kategorie eher 2 bis 3 €.
  • Kofferträger und Portier: rund 1 € pro Gepäckstück.
  • Guides, Bootstouren, Ausflüge: 5 bis 10 € pro Person nach einem gelungenen ganzen Tag; bei einem geführten Rundgang durch die Altstadt genügen 2 bis 3 €. Bei Bootstouren steht am Ausstieg oft ein Kästchen für die Crew.
  • Kein Trinkgeld nötig ist an der Supermarktkasse, am Kiosk, beim Bäcker, beim Busfahrer und beim Tankwart; dort wirkt es eher irritierend als großzügig.

Die griechische Form: Man lässt sich das Wechselgeld vollständig geben und legt das Trinkgeld danach offen auf den Tisch, in die Rechnungsmappe oder unter den Unterteller. Bei Kartenzahlung das Trinkgeld am besten bar dazulegen: Viele Terminals haben keine Trinkgeldfunktion, und bar kommt es sicher beim Service an statt in der Abrechnung des Hauses. Amerikanische 15 bis 20 % erwartet niemand; sie wirken eher deplatziert als großzügig. Und ein Nachsatz, der öfter hilft als jeder Betrag: Ein freundliches efcharistó beim Gehen zählt in einer Familientaverne mehr als der aufgerundete Euro.

Die Rechnung im Restaurant

Speisekarten-Preise sind auf Rhodos immer Endpreise: Die Mehrwertsteuer (in der Gastronomie derzeit 13 % auf Speisen, 24 % auf Alkohol) ist eingerechnet, ein Bedienzuschlag ist unüblich. Auf der Karte muss neben dem Preis auch stehen, ob Fisch frisch oder tiefgekühlt ist; Letzteres kennzeichnen griechische Karten mit einem Sternchen oder dem Zusatz „katepsigméno“.

Zu jeder Zahlung gehört ein maschineller Kassenbeleg, die apódixi. Der Beleg ist kein Formalismus, sondern der Kern der griechischen Steuerreform: Registrierkassen und Kartenterminals melden an die Behörde AADE, und ein fehlender Beleg darf eingefordert werden. Praktisch ist er auch für Gäste, weil er die Einzelposten auflistet und den Vergleich mit der Karte leicht macht. Ein handgeschriebener Zettel mit einer Endsumme ohne Positionen ist kein gültiger Beleg; ein freundliches Nachfragen genügt in aller Regel.

Für Gruppen gut zu wissen: Getrennte Rechnungen sind auf Rhodos unüblich und werden oft als seltsam empfunden. Griechische Tische bestellen gemeinsam in die Mitte und teilen die Endsumme, und das ist auch für Gäste der entspannteste Weg. Der kleine Posten für Brot und Gedeck (meist 0,50 bis 1 € pro Person) taucht dabei fast immer auf und ist völlig legitim. Was am Ende häufig aufs Haus kommt, ein Schnaps, ein Stück Wassermelone oder ein kleiner Nachtisch, ersetzt kein Trinkgeld, sondern ist die Einladung, eines zu geben. Mehr zu Bestellritual und Karte im Beitrag Essen und Trinken.

Preisniveau: was Dinge kosten

Preise schwanken auf Rhodos stark nach Saison, Lage und Lokal. Die folgenden Größenordnungen sind Anhaltspunkte für die Hauptsaison, keine festen Zusagen (Stand September 2026):

Posten Übliche Spanne
Kaffee (Frappé, Espresso Freddo)3–4 €
Gyros-Pita zum Mitnehmen3,50–5 € (Touristenzonen bis 6 €)
Hauptgericht in der Taverne10–16 €
Bier vom Fass oder 0,5-l-Flasche3–5 €
Wasser 0,5 l (Supermarkt bis Terrasse)0,50–1,50 €
Überlandbus KTEL je Fahrt (Tarife 2026)2,50–11 €
RODA-Flughafenbus je Fahrt2,50 €
Zwei Liegen mit Schirm10–40 € (Hotspots ab 60 €)
Parken Lindos, pro Tag6–10 €
Klimaabgabe pro Zimmer und Nacht (April–Oktober)2–15 €

Fürs Tagesbudget heißt das: Mit Frühstück aus dem Supermarkt, einem Gyros am Mittag und einem Abend in der Dorftaverne reichen rund 40 bis 60 € pro Person und Tag für Essen, Getränke und Strand. Dreimal täglich auswärts essen, Cocktails an der Strandbar und die vorderen Liegenreihen führen leicht zum Doppelten. Die günstigsten Wochen liegen außerhalb der Hochsaison: Im Mai und Oktober sinken die Unterkunftspreise spürbar, die Klimaabgabe dagegen erst ab November. Konkrete Spartipps von der Selbstverpflegung bis zum richtigen Strandtag sammelt der Beitrag Rhodos mit kleinem Budget.

Typische Kostenfallen

Die meisten Mehrkosten entstehen auf Rhodos nicht durch Tricks, sondern durch Lage und Unachtsamkeit. Diese fünf Punkte kosten am häufigsten Geld:

  • Getränke an Hotspots: Die kleine Wasserflasche kostet im Supermarkt um 0,50 €, am Strandkiosk 1,50 bis 2 €, auf der Aussichtsterrasse 3 € und mehr. Im Minimarkt für den Strandtag vorzukaufen spart spürbar.
  • Fisch nach Gewicht: Frischer Fisch wird pro Kilo berechnet, und ein stattliches Exemplar sprengt schnell jede Erwartung. Kilopreis vorher klären und beim Wiegen dabei sein; wie das abläuft, steht im Beitrag Essen und Trinken.
  • Taxi über Land: An den Taxiständen hängen Tariftafeln aus, nachts und für Gepäck gelten Zuschläge. Bei längeren Strecken den Preis vor dem Einsteigen bestätigen lassen.
  • Mietwagen-Extras: Zusatzfahrer, Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und Rückgabe mit leerem Tank verteuern den Tagespreis oft mehr als die Grundmiete selbst.
  • Automat statt Bank: Der gelbe Automat direkt an der Promenade ist bequem, doch die Kombination aus Betreibergebühr und angebotener Sofortumrechnung bleibt trotz der neuen Deckelung die teuerste Art, an Bargeld zu kommen.
Erst der Preis, dann das Handtuch
An bekannten Stränden sind Sonnenliegen nach Lage gestaffelt, die erste Reihe am Wasser kostet oft ein Mehrfaches der hinteren. Erst hinlegen und dann fragen endet häufig beim Premium-Tarif. Vor dem Einrichten kurz Preis und Reihe klären, dann gibt es später keine Diskussion.

Karte weg, Portemonnaie weg: der Notfall

Rhodos ist ein sicheres Reiseziel, Taschendiebstahl kommt aber wie überall im Gedränge und an Stränden vor. Eine verlorene Karte gehört sofort gesperrt, am schnellsten über die eigene Bank-App, ersatzweise über den zentralen deutschen Sperr-Notruf: aus dem Ausland +49 116 116, alternativ +49 30 4050 4050, rund um die Uhr erreichbar. Über diese Nummer lassen sich allerdings nur deutsche Karten und Verträge sperren; Reisende aus Österreich und der Schweiz notieren sich vor der Abreise die Sperrnummer ihres eigenen Instituts. Für die Sperrung braucht man Kartennummer oder Kontodaten, niemals die PIN.

Drei Vorkehrungen ersparen im Ernstfall viel Zeit: eine zweite Karte getrennt vom Portemonnaie aufbewahren (Hotelsafe), einen Notgroschen von 50 bis 100 € separat deponieren und die Sperrnummern offline im Telefon speichern. Wird die Karte gestohlen, gehört zusätzlich eine Anzeige bei der Polizei dazu — die Bestätigung verlangen Versicherungen und Banken bei der Haftungsfrage.

Für den medizinischen Notfall gilt: Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte deckt die Behandlung bei Ärzten und in Krankenhäusern des staatlichen griechischen Systems ab. Private Praxen und die Kliniken in den Touristenorten rechnen dagegen direkt mit dem Patienten ab, oft per Karte oder bar gegen Quittung; auch ein Rücktransport ist nicht abgedeckt. Eine Auslandsreisekrankenversicherung für wenige Euro im Jahr schließt diese Lücke; mehr dazu im Beitrag Sicherheit auf Rhodos.

Wechselstuben, Umtausch und Fremdwährung

Wechselstuben („Exchange“, „Change“) in der Altstadt von Rhodos und an den Promenaden sind für Euro-Reisende überflüssig und für alle anderen die teuerste Option. Sie werben mit gebührenfreiem Umtausch und verdienen am Kurs; der Aufschlag liegt regelmäßig weit über dem, was Karte oder Bankautomat kosten. Dasselbe gilt für den Umtausch am Flughafen und das Angebot mancher Hotelrezeptionen. Mit Fremdwährung im Gepäck tauscht man am besten nur den Notgroschen und holt den Rest per Karte am Bankautomaten.

Für Reisende aus der Schweiz: Franken vor der Abreise umtauschen ist nicht nötig und selten günstig. Sinnvoller ist eine Karte mit fairem Fremdwährungskurs oder ein Multiwährungskonto. Am Automaten wie am Terminal dann konsequent die Abrechnung in Euro wählen, nie die angebotene Umrechnung in Franken (siehe DCC weiter oben). Bargeldbedarf und Trinkgeldhöhe unterscheiden sich sonst nicht von deutschen oder österreichischen Gästen.

Ein Sonderfall ist der Tagesausflug nach Marmaris: Dort gilt die türkische Lira. Für einen Tag braucht es keinen Umtausch: In den Basaren und Cafés am Hafen wird der Euro fast überall angenommen, wenn auch zu einem gerundeten Kurs, und Karten funktionieren ohnehin. Kleine Euro-Scheine sind praktischer als ein Bündel Lira, das man danach wieder loswerden muss. Auf griechischen Nachbarinseln wie Symi oder Chalki bleibt man dagegen im Euro-Raum; dort sind Automaten allerdings rar und fallen gelegentlich aus.

Quellen & Stand
Geprüft September 2026. Kartenannahme und 500-€-Bargeldgrenze: griechisches Steuerrecht, aufbereitet von deutsch-griechischen Steuerkanzleien. Geldautomaten-Regeln (keine Fremdautomaten-Entgelte im DIAS-Netz, Deckel 1,50 € für private Betreiber): Beschluss des griechischen Finanzministeriums, in Kraft seit 11. August 2025, dazu Berichte griechischer und internationaler Reisemedien. Klimakrisen-Abgabe TAKK: Gesetz 5162/2024 (Sätze seit 1. Januar 2025, für 2026 unverändert), Übersichten griechischer Steuerportale und ADAC-Reiseinformation. Bustarife: KTEL-Gesamtfahrplan 2026 (ktelrodou.gr) und Stadt Rhodos/RODA. Liegenpreise: Abgleich mit dem Portalbeitrag Strandregeln. Trinkgeld-Gepflogenheiten: ÖAMTC-Touristik. Sperr-Notruf: sperr-notruf.de. EHIC: gesetzliche Krankenkassen. Bargeld-Mitnahme: zoll.de. Kartenentgelte: EU-Verordnung über grenzüberschreitende Zahlungen. Übrige Preise: eigene Erhebung und Betreiberangaben. Gebühren, Preise und Abgaben können sich kurzfristig ändern.

Häufige Fragen

Kann man auf Rhodos überall mit Karte zahlen?
Fast überall. Griechische Betriebe sind seit 2024 gesetzlich verpflichtet, ein an die Steuerbehörde angebundenes Kartenterminal vorzuhalten und Kartenzahlung anzunehmen, vom Hotel über das Taxi bis zum Kiosk. Visa und Mastercard laufen praktisch immer, kontaktlos und per Smartphone ebenso; American Express wird seltener akzeptiert. Bargeld gehört trotzdem ins Portemonnaie: Busfahrer, Strandkassierer, Parkautomaten, Kirchenspenden und kleine Dorftavernen laufen in der Praxis bar. Umgekehrt dürfen Beträge über 500 € in Griechenland gar nicht mehr bar bezahlt werden (Stand September 2026).
Wie viel Trinkgeld gibt man auf Rhodos?
Trinkgeld ist freiwillig, einen festen Satz gibt es nicht. Üblich sind in der Taverne 5 bis 10 % beziehungsweise großzügiges Aufrunden, im Café das Aufrunden auf den nächsten Euro, im Taxi das Aufrunden der Fahrsumme, für die Zimmerreinigung 1 bis 2 € pro Tag und nach einer ganztägigen Bootstour oder Führung 5 bis 10 € pro Person. Am besten bar auf den Tisch legen, auch wenn die Rechnung mit Karte bezahlt wurde, denn viele Terminals kennen keine Trinkgeldfunktion. Amerikanische 15 bis 20 % erwartet niemand.
Wo hebt man auf Rhodos am günstigsten Geld ab?
An Automaten der griechischen Banken Alpha Bank, Eurobank, Piraeus Bank und Nationalbank, am besten tagsüber an einer Filiale. Seit dem 11. August 2025 fallen im griechischen DIAS-Netz keine Fremdautomaten-Entgelte mehr an; private Betreiber wie Euronet dürfen höchstens 1,50 € pro Abhebung verlangen. Entscheidend ist zweierlei: das eigene Kontomodell (nach EU-Recht darf eine Euro-Abhebung im Ausland nicht mehr kosten als zu Hause) und die Ablehnung der angebotenen Sofortumrechnung. Immer „ohne Umrechnung“ und in Euro abrechnen lassen.
Was ist DCC und warum sollte man es ablehnen?
DCC steht für Dynamic Currency Conversion. Der Automat oder das Kartenterminal bietet an, den Betrag „mit garantiertem Kurs“ in der Heimatwährung abzurechnen, und schlägt dabei einen eigenen Aufschlag auf den Wechselkurs auf, je nach Anbieter mehrere Prozent. Richtig ist immer die Antwort „ohne Umrechnung“ beziehungsweise Abrechnung in Euro, dann rechnet die eigene Bank zum besseren Kurs um. Für Karten aus der Schweiz und Großbritannien ist das der wichtigste Spartipp der Reise.
Wie viel Bargeld sollte man nach Rhodos mitnehmen?
Als Faustformel braucht man pro Person und Woche etwa 100 bis 150 € in bar für Taverne, Kiosk, Bus, Liegen und Kirchenkerzen. Im Portemonnaie müssen davon nur 50 bis 80 € in kleinen Scheinen als laufender Vorrat stecken; Nachschub gibt es an den Bankautomaten der größeren Orte, ein Euro-Vorrat von zu Hause ist nicht nötig. Extra einzuplanen ist die Klimaabgabe der Unterkunft, die vor Ort fällig wird: April bis Oktober 2 bis 15 € pro Zimmer und Nacht, November bis März 0,50 bis 4 €. 100er- und 200er-Scheine werden in kleinen Läden ungern gewechselt.