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Reisetipps

Die beste Reisezeit für Rhodos

Rhodos hat keine schlechte Jahreszeit, aber sehr unterschiedliche. Wann das Meer warm ist, wann die Insel blüht, wann der Meltemi bläst, was wann geöffnet hat und welcher Monat zu welchem Urlaubstyp passt: das Reisejahr im Überblick, mit Klima-, Preis- und Saisonangaben auf dem Stand vom September 2026.

13 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2026

Über die beste Reisezeit für Rhodos lässt sich kurz streiten und lange nachdenken. Die Insel gehört mit rund 300 Sonnentagen zu den sonnigsten Regionen Europas, die touristische Saison läuft von Ende April bis Mitte oder Ende Oktober, und zwischen Juni und September fällt praktisch kein Regen. Den einen perfekten Monat gibt es trotzdem nicht, wohl aber den passenden für das, was man vorhat: Baden, Wandern, Kultur, Familienurlaub oder Surfen.

Dieser Beitrag ist der Wegweiser durch das Reisejahr. Die exakten Werte zu jedem Monat (Luft- und Wassertemperatur, Sonnenstunden, Regentage) stehen gesammelt in der Klimatabelle für Rhodos. Hier geht es darum, was diese Zahlen für die Reiseentscheidung bedeuten, was wann geöffnet hat, wann es voll und teuer wird und wann man besser gar nicht fährt.

Die kurze Antwort: welcher Monat für wen

Für die meisten Reisenden sind Juni und September die ausgewogensten Monate: verlässliches Badewetter, erträgliche Temperaturen und komplette Infrastruktur, ohne die Härte und das Gedränge des Hochsommers. Maximale Hitze und viel Trubel bieten Juli und August; zum Besichtigen und Wandern eignen sich April, Mai und Oktober am besten.

  • Badeurlaub: Juni bis Anfang Oktober, am angenehmsten im Juni und September.
  • Wärmstes Meer: Mitte August bis Mitte September, 25 bis 26 °C.
  • Sightseeing und Wandern: April, Mai und Oktober, mit Abstrichen auch der Winter.
  • Familien: in den Sommerferien gut machbar, im Juni und September deutlich entspannter und günstiger.
  • Kite- und Windsurfen: verlässlichster Wind im Juli und August, Saison etwa Mai bis Oktober.
  • Kleines Budget: Ende April, Mai und die zweite Oktoberhälfte innerhalb der Saison, sonst der Winter.
  • Ruhe und grüne Insel: November bis März, dann aber mit stark reduzierter Infrastruktur.
Faustregel
Hitzeempfindlich oder mit Besichtigungsplänen: Mai, Juni, September oder Oktober. Maximales Strandwetter und verlässlicher Surfwind: Juli und August. Blühende Insel und leere Wanderwege: April und Mai. Stilles, grünes Rhodos: November bis März.

Das Jahr im Überblick: Monat für Monat

Alle folgenden Werte sind gerundete langjährige Mittel und stimmen mit der Klimatabelle überein: erst die mittlere Tageshöchsttemperatur, dann der Nachtwert, danach Sonnenstunden, Regentage und Wassertemperatur.

April — 21/13 °C, 8–9 Sonnenstunden, 4–6 Regentage, Meer 17–18 °C. Die grünste Zeit des Jahres: Mohn, Wildblumen und blühende Sträucher an Hängen, die im August strohgelb sind. Die Saison fährt gestaffelt hoch, gegen Monatsende öffnen die ersten Hotels. Zum Baden ist es zu früh, zum Wandern und Besichtigen ideal; mehr in Rhodos im April.

Mai — 24/16 °C, 10–11 Sonnenstunden, 2–3 Regentage, Meer 19–21 °C. Der ausgewogenste Frühlingsmonat: schon fast sommerlich warm, noch nicht heiß, die Insel weiterhin grün, das Meer für Abgehärtete bereits badbar. Preise und Andrang bleiben moderat. Details in Rhodos im Mai.

Juni — 28/20 °C, 12–13 Sonnenstunden, 0–1 Regentage, Meer 22–24 °C. Der ruhige Frühsommer: alles geöffnet, das Wasser uneingeschränkt angenehm, die großen Ferienwellen noch nicht da. Ab Mitte Juni beginnt zudem die Falterzeit im Tal der Schmetterlinge. Für viele der beste Kompromiss des Jahres, siehe Rhodos im Juni.

Juli — 32/23 °C, 12–13 Sonnenstunden, praktisch kein Regen, Meer 25 °C. Hochsaison ohne Wenn und Aber, dazu der kräftigste Meltemi des Jahres. Besichtigungen nur früh oder spät.

August — 33/24 °C, 12 Sonnenstunden, praktisch kein Regen, Meer 25–26 °C. Der heißeste Monat, an Extremtagen 38 bis 40 °C, und mit der Woche um den 15. August die vollste Zeit der Saison. Wie man die heißen Wochen gut organisiert, steht in Rhodos im Juli und August.

September — 28/21 °C, 9–10 Sonnenstunden, 1–3 Regentage, Meer 25–26 °C. Sommer mit besseren Manieren: Die Luft kühlt auf Juni-Niveau ab, das Meer bleibt auf dem Jahreshöchststand, und nach dem Ende der Sommerferien leert sich die Insel Woche für Woche. Mehr in Rhodos im September.

Oktober — 24/18 °C, 7 Sonnenstunden, 4–7 Regentage, Meer 22–24 °C. Baden, Wandern und Sightseeing gehen im selben Urlaub, dafür beginnt das gestaffelte Saisonende. Anfang Oktober läuft fast alles, ab Mitte des Monats schließen die ersten Häuser, und nach der Zeitumstellung am letzten Oktobersonntag (2026: 25. Oktober) geht die Sonne schon gegen 17:15 Uhr unter, dunkel wird es rund eine halbe Stunde später. Siehe Rhodos im Oktober.

November — 20/14 °C, 6 Sonnenstunden, 8–9 Regentage, Meer 20–21 °C. Das Jahr kippt: Die Saison ist vorbei, die Regenfronten kommen, die Insel wird grün, und die staatlichen Stätten wechseln auf ihre kurzen Winterzeiten. Milde, sonnige Tage gibt es weiterhin, verlassen sollte man sich nicht darauf.

Dezember bis März — 15 bis 17 °C am Tag, 4–7 Sonnenstunden, 7–12 Regentage, Meer 16–19 °C. Die nassesten Monate sind Dezember und Januar, der kälteste Wasserwert steht im Februar mit 16 °C. Ab März wird es rasch trockener und heller. Was in dieser Zeit offen ist und wofür sie sich lohnt, steht in Rhodos im Winter.

Baden: wann das Meer wirklich warm ist

Der wichtigste Merksatz für die Reiseplanung: Das Meer folgt der Luft mit vier bis sechs Wochen Verzögerung. Für Badegäste ist die warme Jahreshälfte deshalb nach hinten verschoben. Der Mai fühlt sich in der Luft sommerlich an, im Wasser noch nicht; im Oktober ist es umgekehrt.

Der Tiefpunkt liegt im Februar bei 16 °C. Im April kommt das Wasser trotz frühlingshafter Luft kaum über 17 bis 18 °C hinaus, im Mai steigt es auf 19 bis 21 °C, im Juni auf 22 bis 24 °C. Ab hier empfinden es die meisten als uneingeschränkt angenehm. Der Höhepunkt liegt zwischen Mitte August und Mitte September, mit 25 bis 26 °C. Welcher der beiden Monate vorn liegt, hängt von der Messreihe ab, praktisch sind sie nicht zu unterscheiden. Der Oktober hält mit 22 bis 24 °C noch Juni-Niveau, der November mit 20 bis 21 °C etwa Mai-Niveau. Erst im Dezember fällt das Wasser unter 20 °C.

Realistisch badbar ist Rhodos damit von Mai bis Anfang November, mit dem Kern von Juni bis Oktober. Bei sehr frühen oder sehr späten Reiseterminen spielt zusätzlich die Küste eine Rolle: Die windgeschützte Ostküste fühlt sich in den Randmonaten deutlich wärmer an als die offene Westseite. Welche Seite zu welchem Urlaub passt, klärt der Beitrag Ost- oder Westküste. Für Schnorcheln und Sichttiefe sind der Spätsommer und der frühe Herbst am besten, wie im Beitrag Schnorcheln und Wassersport beschrieben.

Wandern und Sightseeing: wann es angenehm ist

Für alles, was mit Gehen und Steigen zu tun hat, kehrt sich die Rangfolge um. Die besten Monate sind April, Mai und Oktober, dahinter mit Abstrichen November und März. Touren auf den Attavyros oder zum Profitis Ilias gehören in diese Übergangsmonate; geeignete Routen beschreibt der Beitrag zum Wandern auf Rhodos.

Dasselbe gilt für die antiken Stätten. Die Akropolis von Lindos, Kamiros und Filerimos haben praktisch keinen Schatten. Im Frühjahr und Herbst ist der Aufstieg ein Spaziergang, im Juli und August eine Strapaze, die man vor 10 oder nach 17 Uhr legt. Dazu kommt ein Nebeneffekt: In den Übergangsmonaten sind die Stätten deutlich leerer, und im Frühling steht das ganze Umland in Blüte, die beste Zeit für Fotos und lange Autorunden über die Insel. Wie sich Strand und Stätten in wenigen Tagen verbinden lassen, zeigt die 7-Tage-Route über Rhodos.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens haben die Ausgrabungsstätten außerhalb des Sommers kürzere Öffnungszeiten, dazu unten mehr. Zweitens gilt vom 1. Mai bis 31. Oktober die Brandschutzsaison, am höchsten ist die Waldbrandgefahr von Juli bis September. An kritischen Tagen sperren die Behörden Wald- und Wandergebiete; was dann gilt, steht im Beitrag Sicherheit, Erdbeben und Waldbrände.

Hitze ernst nehmen
Im Juli und August gehören Besichtigungen in den frühen Morgen oder den späten Nachmittag. Auf der Akropolis von Lindos, in Kamiros und auf Filerimos gibt es praktisch keinen Schatten, der UV-Index erreicht regelmäßig 9 bis 10. Wasser, Kopfbedeckung und feste Schuhe sind dann unverzichtbar.

Andrang und Preise im Jahresverlauf

Der Kalender des Andrangs folgt nicht dem Wetter, sondern den Schulferien. Er ist damit gut planbar und zugleich die größte Stellschraube für den Preis.

Ende April und Mai sind innerhalb der Saison die günstigsten Wochen: Flüge und Hotels liegen deutlich unter dem Sommerniveau, die Strände sind leer, viele Häuser locken mit Frühbucher- und Saisonstartraten. Juni zieht preislich spürbar an, bleibt aber bis etwa Mitte des Monats moderat. Ab dem Beginn der deutschen Sommerferien Anfang Juli bis Ende August ist Hochsaison in jeder Hinsicht: höchste Preise, volle Flüge, ausgebuchte Häuser, belegte Buchten ab dem späten Vormittag. Die absolute Spitze ist die Woche um den 15. August, wenn zu den mitteleuropäischen Gästen die griechischen Urlauber kommen.

Ab Anfang September fällt die Kurve schnell. Schon in der zweiten Septemberwoche ist die Insel merklich leerer, die Preise sinken, das Wetter bleibt fast gleich. Darum ist der September unter erfahrenen Rhodos-Reisenden so beliebt. Im Oktober geht es weiter abwärts, die zweite Monatshälfte ist wieder so günstig wie der Mai, allerdings bei schrumpfendem Angebot. November bis März sind am billigsten, doch der Preisvorteil ist ein Angebotsnachteil: Unterkünfte gibt es im Winter vor allem in Rhodos-Stadt. Wo man in welcher Saison am besten wohnt, ordnet der Beitrag Wo übernachten auf Rhodos; konkrete Spartipps stehen in Rhodos mit kleinem Budget.

Ein praktischer Hinweis für Mietwagen: In der Hochsaison sind die Flotten auf Rhodos regelmäßig ausgebucht, und spontane Mieten werden deutlich teurer. Für Juli und August empfiehlt sich die Buchung Wochen im Voraus; Details im Beitrag Mietwagen auf Rhodos.

Der Meltemi und die Küstenwahl

Keine andere Größe entscheidet auf Rhodos so stark über das Urlaubsgefühl wie der Wind. Der Meltemi, der trockene Nordwind der Ägäis, weht von Juni bis September und erreicht seine Spitze im Juli und August. Typisch ist ein Tagesrhythmus: morgens ruhig, ab dem späten Vormittag auffrischend, am Nachmittag am kräftigsten, abends wieder abflauend. Ende September flaut er in der Regel für den Rest des Jahres ab.

Weil er auf Rhodos aus Nord bis Nordwest kommt, teilt er die Insel in zwei Welten. Die Westküste um Ixia und Ialyssos liegt voll im Wind: Brise, Wellen, aufgewühltes Wasser, kühlere gefühlte Temperatur. Ganz im Süden macht er Prasonisi zu einem der bekanntesten Kite- und Windsurfspots des Mittelmeers. Die Ostküste um Faliraki, Tsambika und Lindos liegt weitgehend im Windschatten des Bergrückens und bleibt meist ruhig; nur an offenen Abschnitten kann starker Meltemi auch dort Wellen bringen.

Daraus folgt eine wichtige Umkehrung: Bei Windempfindlichkeit oder mit kleinen Kindern muss man nicht den Monat wechseln, oft genügt ein Wechsel der Küste. Zugleich macht der Meltemi die Hitze überhaupt erst erträglich; 33 °C mit Brise fühlen sich milder an als 33 °C in einer windstillen Bucht. Praktische Folgen bleiben trotzdem. An windigen Nachmittagen fallen Bootstouren aus oder werden schaukelig, und auch die Fähre nach Symi kann betroffen sein. Ausflüge auf offener See gehören deshalb besser an den Anfang des Urlaubs, damit ein Ersatztermin bleibt.

Was wann geöffnet hat: die Saisonlogik

Rhodos ist eine Saisoninsel, und das ist bei der Monatswahl oft wichtiger als das Wetter. Die grobe Logik: Hotels und Strandbars öffnen gestaffelt Ende April und im Mai, laufen von Juni bis September vollständig und schließen zwischen Mitte und Ende Oktober wieder: Süd- und Westküste früher, die großen Häuser an der Ostküste und in Faliraki etwas später. Auch die Ausflugsboote nach Symi, Lindos und in die Buchten fahren bis etwa Ende Oktober, danach bleiben nur die Linienfähren. In den Dörfern des Südens und im Inselinneren ist außerhalb der Saison oft nur die Dorftaverne geöffnet, die ohnehin ganzjährig für Einheimische kocht.

Auch die Anreise folgt der Saison. Der Winterflugplan beginnt am 25. Oktober 2026, am selben Tag endet die Sommerzeit. Ab diesem Datum werden die Direktverbindungen aus dem deutschsprachigen Raum deutlich dünner, und der Weg führt meist über Athen; bei Reisen im Spätoktober verdient der Rückflug deshalb einen genauen Blick. Details stehen im Beitrag zur Anreise nach Rhodos. Parallel dünnen die Buslinien aus: Ab Mitte September fahren weniger Kurse, im Winter (zuletzt von Anfang November bis Mitte April) nur noch ein Bruchteil, und die Strand- und Saisonlinien entfallen ganz. Ausflüge ohne Mietwagen werden dann aufwendig.

Die staatlichen Ausgrabungsstätten und Museen haben vom 1. April bis 31. Oktober lange Sommerzeiten, meist 8 bis 20 Uhr. Die Akropolis von Lindos schließt ab September stufenweise früher, in der zweiten Oktoberhälfte schon um 18 Uhr. Ab 1. November gelten die Winterzeiten, meist 8:30 bis 15:30 Uhr (Lindos bis 15:10 Uhr), dienstags sind die großen Stätten geschlossen. Letzter Einlass ist jeweils 20 Minuten vor Schluss; bei weiter Anfahrt im Oktober oder November die Zeiten am Reisetag prüfen.

Ganz eigenen Regeln folgt das Tal der Schmetterlinge bei Petaloudes. Die Falter sind normalerweise etwa von Mitte Juni bis Mitte September da; 2026 zogen sie wegen anhaltender Hitze und Trockenheit mehrere Wochen früher ab. Davon zu trennen ist die Preisstaffel des Betreibers: In der Falter-Hochsaison kostet der Eintritt 6 €, sonst 3 €, und 2026 wurde der Preis wegen des frühen Abzugs schon am 25. September gesenkt. Geöffnet ist das Tal etwa von Mitte April bis Ende Oktober, ab 1. November ist Winterpause.

Freie Eintrittstage an den staatlichen Stätten
Kostenlos sind der 6. März, der 18. April, der 18. Mai, das letzte Septemberwochenende, der 28. Oktober sowie von November bis März der erste und der dritte Sonntag jedes Monats. An diesen Tagen ist der Andrang in Lindos und in der Altstadt entsprechend hoch; mehr Ruhe bietet der Tag davor.

Feste und Termine im Jahreslauf

Das wichtigste Fest des griechischen Jahres ist das orthodoxe Osterfest. Sein Termin wandert und liegt meist nach dem westlichen Ostern — 2027 fällt der Ostersonntag auf den 2. Mai. Die Osterwoche bringt Prozessionen, die Mitternachtsmesse am Karsamstag und volle Dorfkirchen; gleichzeitig sind die Tage um Ostern die einzige Zeit im Frühjahr, in der Unterkünfte knapp und teuer werden, weil auch Griechen reisen. Viele Läden und Behörden haben an den Feiertagen geschlossen.

Im Frühjahr und Frühsommer findet in der Altstadt außerdem das Medieval Rose Festival statt, das Rhodos-Stadt mit Umzügen, Lagern, Handwerksmärkten und Konzerten ins Mittelalter zurückversetzt. Der Termin wechselt von Jahr zu Jahr deutlich, zuletzt lag er im April beziehungsweise Ende Mai; das aktuelle Programm deshalb vor der Reise nachsehen.

Der Sommerhöhepunkt ist der 15. August, Mariä Entschlafung: In vielen Dörfern finden dann Panigíria statt, Dorffeste mit Live-Musik, Wein und langen Tafeln. Es ist zugleich die vollste Woche der Saison. Im Herbst folgt der 28. Oktober, der Ochi-Tag, mit Schulparaden in Rhodos-Stadt und freiem Eintritt an den staatlichen Stätten. Kleinere Panigíria zu Ortsheiligen verteilen sich über den ganzen Sommer. Sie werden selten weit im Voraus angekündigt, hängen aber als Plakat am Dorfplatz aus.

Für wen welcher Monat passt

Familien mit Schulkindern: Mit Bindung an die Sommerferien bleiben Juli und August. Dann passen die windgeschützte, flach abfallende Ostküste und ein Haus mit funktionierender Klimaanlage am besten. Wo die Ferien bis in den September reichen, sind deren letzte Wochen die bessere Wahl: gleiches Meer, weniger Menschen, niedrigerer Preis. Konkrete Strand- und Ausflugstipps stehen in Mit Kindern auf Rhodos.

Paare ohne Ferienbindung: Mitte bis Ende September und die erste Oktoberhälfte. Warmes Meer, laue Abende, offene Tavernen, aber deutlich mehr Platz; in Lindos ist das der Unterschied zwischen Anstehen und Durchatmen.

Wanderer und Kulturreisende: April, Mai und Oktober, in kürzeren Etappen auch März und November. Blüte im Frühjahr, klare Fernsicht im Herbst, keine Hitze, leere Stätten.

Wassersportler: Juli und August für den verlässlichsten Meltemi, Mai bis Oktober für die Stationssaison an der Südspitze. Taucher bevorzugen dagegen den Spätsommer und frühen Herbst, wenn das Wasser warm und die Sicht gut ist, siehe Tauchen auf Rhodos.

Kleines Budget: Ende April, Mai und die zweite Oktoberhälfte sind die günstigsten Wochen mit noch funktionierender Infrastruktur. Der Winter ist billiger, kostet aber Angebot und Mobilität.

Ruhesuchende und Langsamreisende: November bis März. Grüne Insel, leere Altstadt, echte Dorfgastronomie, dafür Regenfronten, kurze Tage und geschlossene Küstenorte. Mit Rollstuhl oder eingeschränkter Mobilität bringt die Nebensaison weniger Andrang, aber auch weniger geöffnete Angebote; dazu der Beitrag Rhodos barrierefrei.

Wann man besser nicht fährt

Es gibt keinen schlechten Monat für Rhodos, aber es gibt schlechte Kombinationen aus Monat und Erwartung. Vier davon führen regelmäßig zu Enttäuschungen.

Badeurlaub im April oder Anfang Mai. Die Luft täuscht: 21 °C im April fühlen sich sommerlich an, das Meer hat aber erst 17 bis 18 °C, und viele Strandbars sind noch geschlossen. Für einen Schwimmurlaub ist der Juni der sichere Start.

Ruhesuche in der Woche um den 15. August. Diese Woche vereint Höchstpreise, volle Strände, ausgebuchte Mietwagen und 33 °C plus. Ohne festen Termin sind Juni oder September die besseren Alternativen.

Lange Wanderungen zwischen Juni und September. Selbst früh am Morgen wird es schnell zu heiß, Wasser gibt es unterwegs nicht, und an kritischen Tagen sind Waldgebiete gesperrt. Ambitionierte Touren gehören in die Übergangsmonate.

Ein Standard-Pauschalurlaub im Winter. Von November bis März sind Küstenorte, Strandbars, viele Mietstationen und ein Großteil der Hotels geschlossen, Direktflüge selten. Als Städtereise nach Rhodos-Stadt funktioniert der Winter sehr gut, als Strandurlaub gar nicht.

Ein letzter Grenzfall ist die zweite Oktoberhälfte: preislich attraktiv und wettermäßig oft noch großartig, aber mit gestaffelten Schließungen, dem Wechsel auf den Winterflugplan und frühen Abenden nach der Zeitumstellung. Das Quartier liegt dann besser an der Ostküste oder in Rhodos-Stadt, wo länger etwas offen hat. Was in den Übergangsmonaten zusätzlich ins Gepäck gehört (Regenjacke, lange Hose, Schuhe mit Profil), listet die Packliste für Rhodos.

Unser Fazit

Muss es ein Gesamtsieger sein, dann der September: das Meer auf dem Jahreshöchststand von 25 bis 26 °C, Luftwerte auf Juni-Niveau, nachlassender Andrang bei noch voller Infrastruktur und sinkenden Preisen. Der Juni liegt knapp dahinter, nur mit frischerem Wasser, längeren Tagen und mehr Grün. Letztlich entscheidet aber der Reisetyp: Hochsommer für maximales Strandleben und Surfwind, April, Mai und Oktober für Wege und Stätten, der Winter für alle, die die Insel einmal ganz ohne Saison erleben wollen. Schlecht ist auf Rhodos nur ein Termin: der falsche für das eigene Programm.

Quellen & Stand
Geprüft September 2026. Klimawerte sind gerundete langjährige Mittel, abgeglichen mit unserer Klimatabelle, und keine Vorhersage für die eigene Reisewoche. Öffnungszeiten und freie Eintrittstage nach dem griechischen Kulturministerium (odysseus.culture.gr; freie Sonntage nach dem Ministerialbeschluss 117624/2024); Herbststaffel der Akropolis von Lindos geprüft Oktober 2026. Tal der Schmetterlinge: Tarif 6 € bzw. 3 € des Betreibers D.E.R.M.A.E., vorgezogene Preissenkung und früher Falterabzug 2026 nach griechischen Medienberichten vom 25.9.2026. Busse: KTEL-Sommerfahrplan 2026 und Winterfahrplan 2025/26 (ktelrodou.gr). Winterflugplan und Ende der Sommerzeit am 25. Oktober 2026 (2027 am 31. Oktober), Sonnenuntergang Ende Oktober in Rhodos-Stadt rechnerisch gegen 17:15 Uhr (geprüft Oktober 2026), orthodoxer Ostersonntag 2027 am 2. Mai. Saisonzeiten von Hotels, Bars und Bootstouren sind Erfahrungswerte und verschieben sich jährlich; Festtermine, Preise und Flugpläne vor der Buchung erneut prüfen.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Rhodos?
Für die meisten Reisenden sind Juni und September die ausgewogensten Monate: verlässliches Badewetter, warmes Meer und komplette Infrastruktur, aber ohne die Härte und das Gedränge des Hochsommers. Juli und August sind am heißesten, vollsten und teuersten. Für Besichtigungen und Wanderungen sind April, Mai und Oktober die klar besseren Monate.
Wann ist das Meer auf Rhodos am wärmsten?
Zwischen Mitte August und Mitte September, mit 25 bis 26 °C. Je nach Datenreihe liegt mal der August, mal der September vorn. Der Juni kommt auf 22 bis 24 °C, der Oktober hält mit 22 bis 24 °C noch Juni-Niveau, der November mit 20 bis 21 °C etwa Mai-Niveau.
Kann man im April auf Rhodos schon baden?
Nur mit Überwindung. Die Luft erreicht im April im Mittel 21 °C, das Meer aber erst 17 bis 18 °C, weil es der Luft rund vier bis sechs Wochen hinterherhinkt. Kurze Sprünge ins Wasser sind möglich, ein reiner Badeurlaub ist der April nicht. Wirklich angenehm wird das Baden für die meisten ab Ende Mai mit 19 bis 21 °C, uneingeschränkt ab Juni.
Wann ist Rhodos am günstigsten?
Am günstigsten sind November bis März, dann aber mit stark reduziertem Angebot. Innerhalb der Saison sind Ende April, Mai sowie die zweite Oktoberhälfte die preiswertesten Wochen; teuerste Zeit ist die Woche um den 15. August, gefolgt von den deutschen Sommerferien insgesamt. Im September nach den Ferien zahlt man bei fast gleichem Wetter spürbar weniger als im August.
Wann regnet es auf Rhodos?
Fast der gesamte Jahresniederschlag fällt zwischen November und März, mit dem Schwerpunkt von Dezember bis Februar; Dezember und Januar bringen zehn bis zwölf Regentage im Monat. Von Juni bis August regnet es praktisch nicht: statistisch null bis ein Tag im Juni, im Juli und August meist gar keiner. Der Umschwung kommt im Oktober mit vier bis sieben Regentagen.
Was ist der Meltemi und wann weht er?
Der trockene Nordwind der Ägäis, auf Rhodos aus Nord bis Nordwest. Er weht von Juni bis September, am kräftigsten im Juli und August und meist am Nachmittag. An der Westküste um Ixia und Ialyssos sowie an der Südspitze bei Prasonisi bläst er voll durch. Die Ostküste um Faliraki, Tsambika und Lindos liegt weitgehend im Windschatten, an offenen Abschnitten kann starker Meltemi aber auch dort Wellen bringen. Bei Windempfindlichkeit entscheidet deshalb eher die Küste als der Monat.