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Reisetipps

Rhodos-Wetter: Klimatabelle und Monatsüberblick

Rhodos gehört zu den sonnigsten Regionen Europas — heiße, trockene Sommer, milde, feuchte Winter. Alle zwölf Monate mit Luft- und Wassertemperatur, Sonnenstunden und Regentagen in einer Tabelle, dazu Meerestemperatur, Meltemi, Regen und UV im Detail.

11 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 4. Oktober 2026

Rhodos gehört mit rund 300 Sonnentagen und etwa 3.000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnigsten Regionen Europas. Das Klima ist typisch mediterran: heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Von Juni bis August fällt praktisch kein Regen, auch Mai und September sind sehr trocken. Fast der gesamte Jahresniederschlag von rund 700 Millimetern konzentriert sich auf die Monate November bis März, mit dem Schwerpunkt von Dezember bis Februar. Frost gibt es an der Küste praktisch nie, im Bergland in kalten Nächten dagegen schon. Schnee fällt auf dem Gipfel des Attavyros (1.215 m), in kalten Wintern auch auf dem Profitis Ilias, und bleibt meist nur ein, zwei Tage liegen. Drei Dinge bestimmen, wie sich ein Rhodos-Urlaub anfühlt: die Wassertemperatur, die der Luft um vier bis sechs Wochen hinterherhinkt, der Nordwind Meltemi, der die beiden Küsten zu zwei verschiedenen Reisezielen macht, und die Hitzespitzen im Juli und August. Alle drei stehen weiter unten im Detail.

Diese Seite ist die Referenz, auf die sich die Monatsbeiträge dieses Portals beziehen: eine Klimatabelle für alle zwölf Monate, der Jahresverlauf der Meerestemperatur, Wind, Regen und UV, und am Ende eine Einordnung, was langjährige Mittelwerte über die eigene Reisewoche aussagen (Stand September 2026).

Klimatabelle Rhodos: alle 12 Monate

Monat Luft max Luft min Sonne/Tag Regentage Wasser
Januar15 °C9 °C4–5 h10–1217 °C
Februar15 °C9 °C5–6 h9–1016 °C
März17 °C10 °C7 h7–817 °C
April21 °C13 °C8–9 h4–617–18 °C
Mai24 °C16 °C10–11 h2–319–21 °C
Juni28 °C20 °C12–13 h0–122–24 °C
Juli32 °C23 °C12–13 h~025 °C
August33 °C24 °C12 h~025–26 °C
September28 °C21 °C9–10 h1–325–26 °C
Oktober24 °C18 °C7 h4–722–24 °C
November20 °C14 °C6 h8–920–21 °C
Dezember16 °C11 °C4–5 h11–1218–19 °C

Alle Angaben sind gerundete langjährige Mittelwerte (Stand September 2026). Einzelne Jahre weichen davon ab, nach oben wie nach unten. Die Spalten „Luft max“ und „Luft min“ nennen das Monatsmittel der Tageshöchst- beziehungsweise Tagestiefstwerte, nicht Rekorde: Im Hochsommer werden an einzelnen Tagen auch 38 bis 40 °C erreicht, im Winter drücken einzelne Sturmtage die Werte kurzzeitig deutlich. Weil die Monatsmittel Anfang und Ende eines Monats zusammenfassen, empfiehlt sich bei den Übergangsmonaten der Blick in den jeweiligen Monatsbeitrag: Anfang und Ende Oktober etwa sind zwei verschiedene Reisen.

Mittelwerte, keine Vorhersage
Eine Klimatabelle beschreibt das typische Wetter über viele Jahre, nicht das Wetter der konkreten Reisewoche. Für die Tage vor der Abreise gehört der Blick auf eine aktuelle Vorhersage dazu; die Tabelle hilft bei der Wahl des Monats, nicht beim Packen für übermorgen.

Wassertemperatur im Jahresverlauf: das Meer hinkt hinterher

Der wichtigste Merksatz für die Reiseplanung: Das Meer hinkt der Luft etwa vier bis sechs Wochen hinterher. Wasser speichert Wärme sehr viel besser als Luft; das Meer braucht den ganzen Sommer, um sich aufzuheizen, und den ganzen Herbst, um wieder abzukühlen. Das erklärt die auf den ersten Blick überraschende Rangfolge in der Tabelle.

Der Tiefpunkt liegt zwischen Januar und März bei 16 bis 17 °C, badbar nur für Hartgesottene. Im April kommt das Wasser kaum über 17 bis 18 °C hinaus, obwohl die Luft schon frühlingshaft warm ist. Zum Frühjahr passen deshalb eher Wandern und Besichtigungen als ein reiner Badeurlaub (mehr dazu unter Rhodos im April). Im Mai steigt es auf 19 bis 21 °C, im Juni auf 22 bis 24 °C. Ab hier ist Baden für die meisten uneingeschränkt angenehm.

Der Höhepunkt liegt zwischen Mitte August und Mitte September, mit 25 bis 26 °C im August wie im September. Je nach Messreihe ist mal der eine, mal der andere Monat der wärmste, praktisch sind sie nicht zu unterscheiden. Für Badegäste ist der September damit der beste Kompromiss des Jahres: Das Wasser hat noch Hochsommer-Niveau, die Luft aber nicht mehr. Der Oktober hält mit 22 bis 24 °C noch Juni-Niveau, der November mit 20 bis 21 °C etwa Mai-Niveau. Erst im Dezember fällt das Wasser unter 20 °C. Realistisch badbar ist Rhodos damit von Mai bis Anfang November, mit dem Kern von Juni bis Oktober.

Wind: der Meltemi und die zwei Küsten

Keine andere Größe entscheidet auf Rhodos so stark über das Urlaubsgefühl wie der Wind. Der Meltemi ist der trockene Nordwind der Ägäis: Er entsteht aus dem Druckgegensatz zwischen einem Hoch über dem Balkan und einem Hitzetief über Kleinasien, weht von Juni bis September und erreicht seine Spitze im Juli und August. Typisch ist ein Tagesrhythmus: morgens ruhig, ab dem späten Vormittag auffrischend, am Nachmittag am kräftigsten, abends wieder abflauend. Ende September flaut er in der Regel für den Rest des Jahres ab.

Weil er aus Nord bis Nordwest kommt, teilt er die Insel in zwei Welten. Die Westküste zwischen Ixia, Ialyssos und Kremasti liegt voll im Wind: kräftige Brise, Wellen, aufgewühltes Wasser, kühlere gefühlte Temperatur. Ganz im Süden macht das Prasonisi zu einem der bekanntesten Wind- und Kitesurf-Spots des Mittelmeers. Die Ostküste mit Lindos, Faliraki, Tsambika und der Kallithea-Bucht liegt im Windschatten des Bergrückens und bleibt auch im Hochsommer weitgehend ruhig; nur an offenen Abschnitten läuft bei starkem Meltemi gelegentlich Welle auf. Welche Seite zu welchem Urlaub passt, klärt der Beitrag Ost- oder Westküste.

Praktische Folgen: An windigen Nachmittagen fallen Bootsausflüge aus oder werden unangenehm schaukelig, Sonnenschirme müssen tief in den Sand, und lose Gegenstände am Strand sind schnell weg. Umgekehrt macht der Meltemi die Hitze erst erträglich: 33 °C mit Brise fühlen sich deutlich milder an als 33 °C in einer windstillen Bucht.

Regen: wann und wie viel

Rhodos hat kein gleichmäßig verteiltes Regenjahr, sondern eine ausgeprägte Regenzeit von November bis März, mit dem Schwerpunkt von Dezember bis Februar. Rund 700 Millimeter Jahresniederschlag fallen an nur etwa 60 bis 70 Regentagen; wenn es regnet, dann also kräftig. Im Dezember und Januar sind zehn bis zwölf Regentage pro Monat normal, dazu kommen stürmische Phasen mit Windböen und kurzzeitig gedrückten Temperaturen. Wie sich das für Reisende anfühlt, beschreibt der Beitrag Rhodos im Winter.

Ab März wird es rasch trockener: sieben bis acht Regentage im März, vier bis sechs im April, zwei bis drei im Mai. Von Juni bis August fällt praktisch nichts — statistisch null bis ein Regentag im Juni, im Juli und August oft gar keiner. Diese Trockenheit hat eine Kehrseite: Zwischen Juli und September ist die Waldbrandgefahr besonders hoch (die offizielle Brandschutzsaison läuft vom 1. Mai bis 31. Oktober), und Behörden sperren an kritischen Tagen Wald- und Wandergebiete. Was das im Alltag bedeutet und wie man sich verhält, steht unter Sicherheit: Erdbeben und Waldbrände.

Der Umschwung kommt im Oktober mit vier bis sieben Regentagen, meist als einzelne kräftige Schauer oder ein Regenband über wenige Stunden; danach klart es in der Regel wieder auf. Durchgehend verregnete Wochen sind vor November die Ausnahme. Museen, überdachte Ziele und Fahrtage für solche Stunden sammelt der Beitrag mit Ausweichzielen bei Regen, Wind und Hitze. Eine leichte Regenjacke gehört ab Oktober trotzdem ins Gepäck; was sonst mitmuss, listet die Packliste für Rhodos.

Hitze und UV im Hochsommer

Juli und August sind auf Rhodos ernsthaft heiß: 32 bis 33 °C im Mittel der Tageshöchstwerte, an einzelnen Tagen 38 bis 40 °C, dazu Nächte, die selten unter 23 °C fallen. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern die Sonnenintensität. Der UV-Index erreicht im Hochsommer regelmäßig Werte von 9 bis 10, also „sehr hoch“ bis „extrem“. Ungeschützte helle Haut ist unter solchen Bedingungen in weniger als einer Viertelstunde verbrannt, und Sand und Wasser reflektieren zusätzlich, sodass man auch unter dem Sonnenschirm Farbe bekommt.

Die drei Regeln, mit denen sich der Hochsommer entspannt bewältigen lässt, sind unspektakulär, aber wirksam. Erstens die Mittagspause: Zwischen 12 und 16 Uhr gehört man an den Pool, in den Schatten oder in ein klimatisiertes Museum, nicht auf die schattenlose Akropolis von Lindos oder nach Kamiros. Besichtigungen liegen im Hochsommer vor 10 und nach 17 Uhr. Zweitens genug trinken: Bei Hitze und Wind gehen zwei bis drei Liter am Tag weg, bei Aktivität deutlich mehr. Der Meltemi täuscht dabei, weil er den Schweiß sofort verdunsten lässt und man den Flüssigkeitsverlust kaum bemerkt. Drittens Schatten mitdenken: Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Lichtschutzfaktor 30 bis 50 mit regelmäßigem Nachlegen und ein Strandabschnitt mit Schirmverleih statt einer schattenlosen Bucht.

Wandern ist zwischen Juni und September nur früh am Morgen und in schattigen Tälern sinnvoll; Touren auf den Attavyros oder zum Profitis Ilias gehören in die Übergangsmonate. Ein Nebeneffekt der Hitze: Wo Schatten fehlt, fehlt auch nachts die Abkühlung. Unterkünfte ohne funktionierende Klimaanlage sind im August keine gute Idee.

Hitze ist die häufigste Urlaubspanne im August
Kreislaufprobleme, Sonnenbrand und Dehydrierung treffen im Hochsommer vor allem Reisende am Anreisetag — nach einem frühen Flug, wenig Schlaf und dem ersten langen Strandnachmittag. Der erste Tag gehört deshalb in den Schatten, nicht auf eine Ausgrabungsstätte. Kinder, ältere Reisende und Hunde brauchen den Mittag drinnen; Sand kann sich am Nachmittag auf über 50 °C aufheizen.

Von der Tabelle zur Reiseentscheidung

Die Tabelle liefert die Messwerte, die Entscheidung hängt am Reisetyp: Baden ohne Hitze passt in den Juni und September, Wandern und Besichtigungen in April, Mai und Oktober, verlässlicher Surfwind in Juli und August. Welcher Monat zu welchem Urlaub passt, mit Andrang, Preisen, Festen und Saisonzeiten, wägt der Beitrag zur besten Reisezeit für Rhodos ab; die verlinkten Monatsbeiträge gehen jeweils ins Detail. Familien finden die Zusatzkriterien unter Mit Kindern auf Rhodos.

Wie verlässlich sind Klimamittel?

Eine Klimatabelle ist ein Rückblick, keine Prognose. Sie mittelt in der Regel dreißig Jahre Messdaten und sagt damit, welches Wetter in einem Monat typisch ist — nicht, welches Wetter in der gebuchten Woche eintritt. Drei Einschränkungen sollte man kennen.

Erstens streuen die Quellen. Verschiedene Anbieter nutzen verschiedene Stationen, Zeiträume und Rundungen; für denselben Monat findet man deshalb problemlos Angaben, die um zwei Grad oder um drei Regentage auseinanderliegen. Die Werte auf dieser Seite sind gerundete Mittel gängiger Reihen; leicht abweichende Zahlen anderswo stammen also nicht zwangsläufig aus einer besseren oder schlechteren Quelle.

Zweitens verdeckt das Monatsmittel den Monatsverlauf. Der Oktober mit „24 °C im Mittel“ besteht aus einer ersten Hälfte um 26 °C und einer zweiten um 22 °C. Bei den Übergangsmonaten April, Mai, Oktober und November sagt die Monatshälfte mehr aus als der Monatsname.

Drittens gibt es Ausreißer. Hitzewellen mit 40 °C im Juli, ein verregneter Maitag, ein ungewöhnlich warmer November: All das kommt vor und ist mit einer Tabelle nicht vorhersehbar. Auch die Messreihen selbst verschieben sich: Die Sommer der letzten Jahre lagen im östlichen Mittelmeer wiederholt über den langjährigen Mitteln, und die Meerestemperaturen im Spätsommer ebenfalls. Für eine konkrete Reisewoche taugt die Tabelle deshalb zur Monatswahl; fünf bis sieben Tage vor Abflug hilft dann eine aktuelle Vorhersage weiter, denn ab diesem Zeitraum werden Wettermodelle brauchbar.

Quellen & Stand
Geprüft September 2026. Alle Zahlen sind gerundete langjährige Mittelwerte gängiger Klimadatenreihen (u. a. wetter.de, klimatabelle.info, climate-data.org) und keine Vorhersage. Jahresniederschlag rund 700 mm, je nach Reihe zwischen etwa 650 und 850 mm; Sonnenstunden rund 3.000 im Jahr. Wassertemperaturen nach gängigen Meerestemperatur-Reihen für die Küste vor Rhodos-Stadt und Faliraki; der Höchstwert liegt je nach Quelle im August oder im September, beide bei 25 bis 26 °C. Regenzeit (November bis März), Verzögerung des Meeres gegenüber der Luft (vier bis sechs Wochen), Frost- und Schneeangaben (Attavyros, in kalten Wintern auch Profitis Ilias) portalweit abgeglichen; Augustwert des Meeres im Oktober 2026 an die Portal-Referenz (25 bis 26 °C) angeglichen. UV-Index im Hochsommer regelmäßig 9 bis 10 nach den einschlägigen UV-Diensten. Die Monatswerte dieser Tabelle sind mit den Monatsbeiträgen dieses Portals abgeglichen; einzelne Abweichungen von anderen Websites sind normal, weil Stationen und Bezugszeiträume differieren. Volatile Angaben und die Wetterlage der Reisewoche vor der Abreise erneut prüfen.

Häufige Fragen

Wann ist das Meer auf Rhodos am wärmsten?
Zwischen Mitte August und Mitte September, mit 25 bis 26 °C. Je nach Datenreihe ist mal der August, mal der September der wärmste Monat; praktisch sind sie nicht zu unterscheiden. Weil das Wasser der Luft vier bis sechs Wochen hinterherhinkt, ist der September für Badegäste der beste Kompromiss: Hochsommer-Wassertemperatur, aber deutlich mildere Luft. Selbst im Oktober hält das Meer mit 22 bis 24 °C noch Juni-Niveau, im November mit 20 bis 21 °C etwa Mai-Niveau.
Wie heiß wird es im August wirklich?
Im Mittel liegen die Tageshöchstwerte im August bei rund 33 °C, die Nächte bei etwa 24 °C. An einzelnen Tagen werden 38 bis 40 °C erreicht. Wichtiger als die Zahl ist die Sonnenintensität: Der UV-Index erreicht im Hochsommer regelmäßig 9 bis 10. Praktisch heißt das Mittagspause zwischen 12 und 16 Uhr, Besichtigungen früh oder spät, zwei bis drei Liter trinken und eine Unterkunft mit funktionierender Klimaanlage.
Wann regnet es auf Rhodos?
Fast der gesamte Jahresniederschlag von rund 700 Millimetern fällt zwischen November und März, mit dem Schwerpunkt von Dezember bis Februar; im Dezember und Januar sind zehn bis zwölf Regentage pro Monat normal. Von Juni bis August regnet es praktisch nicht: statistisch null bis ein Tag im Juni und meist gar keiner im Juli und August. Der Umschwung kommt im Oktober mit vier bis sieben Regentagen, typischerweise als einzelne kräftige Schauer, nach denen es wieder aufklart.
Weht auf Rhodos immer Wind?
Nein, aber im Sommer fast täglich. Der Meltemi, der trockene Nordwind der Ägäis, weht von Juni bis September mit einem Höhepunkt im Juli und August. Er frischt meist im Lauf des Vormittags auf, ist nachmittags am stärksten und flaut abends ab. Die Westküste um Ixia und Ialyssos sowie Prasonisi bekommen ihn voll ab, die Ostküste um Lindos, Faliraki und Tsambika liegt im Windschatten. Ab Oktober ist es deutlich ruhiger.
Schneit es auf Rhodos?
An der Küste praktisch nie, und auch Frost gibt es dort praktisch nicht; die Wintertage liegen bei 15 bis 16 °C. Im Bergland sind in kalten Nächten Minusgrade möglich. Schnee fällt in manchen Wintern auf dem Gipfel des Attavyros, mit 1.215 Metern der höchste Berg der Insel, in kalten Wintern auch auf dem Profitis Ilias. Liegen bleibt er meist nur ein, zwei Tage. Wintersport gibt es auf Rhodos nicht; der Winter ist die grüne, regnerische und sehr ruhige Jahreszeit der Insel.