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Reisetipps

Busse auf Rhodos: KTEL und RODA verstehen

Zwei Gesellschaften, zwei Busbahnhöfe, hundert Meter Abstand: KTEL fährt die Ostküste bis Lindos, Gennadi und Prasonisi, RODA Stadt, Flughafen und Westküste. Tarife seit August 2026, Sommerfahrplan, Strandlinien, Sonntagslücken, die letzte Rückfahrt und was sich im Herbst ändert.

14 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2026

Öffentliche Busse sind auf Rhodos die mit Abstand günstigste Art, ohne Auto voranzukommen, und das Netz ist besser als sein Ruf. Verwirrend ist nur der Einstieg: Zwei Gesellschaften fahren mit getrennten Tickets und Fahrplänen von zwei Busbahnhöfen ab, die kaum hundert Meter auseinanderliegen. Mit etwas Überblick lassen sich Strandtage, der Lindos-Ausflug und sogar der Flughafentransfer komplett per Linienbus bestreiten, für einen Bruchteil dessen, was Mietwagen oder Taxi kosten.

Die Grenzen sind ebenso deutlich. Das Netz ist sternförmig auf Rhodos-Stadt ausgerichtet, Querverbindungen fehlen fast ganz, und je weiter es nach Süden oder Westen geht, desto mehr schrumpft der Fahrplan auf einzelne Wochentage. Dazu hängt viel an der Jahreszeit: Was im Juli selbstverständlich fährt, gibt es im November oft nicht mehr. Dieser Beitrag sortiert, wer wohin fährt, was es kostet, wann die letzte Rückfahrt geht und ab welchem Punkt der Bus nicht mehr reicht.

Zwei Gesellschaften, zwei Netze

KTEL Rodou ist der Überlandbetreiber der Ostseite und fährt mit modernen Reisebussen. Sein Fahrplan deckt die Achse von Faliraki über Afandou, Kolymbia, Archangelos und Lindos bis Lardos, Kiotari, Gennadi und Prasonisi ab. Dazu kommen Binnendörfer wie Psinthos, Laerma, Massari oder Malona sowie zwei Südlinien: über Asklipio und Lachania nach Kattavia und über Vati und Arnitha nach Apolakkia. Auf dieser Achse liegen fast alle großen Badeorte der Insel, entsprechend dicht ist das Sommerangebot.

RODA (amtlich D.E.S. RODA) ist der städtische Verkehrsbetrieb. Er fährt die Linien im Stadtgebiet, die nahen Vororte wie Koskinou, Ixia, Ialyssos, Kremasti, Pastida und Paradisi und den Flughafen Diagoras. In den Westseiten-Fahrplänen der Stadt stehen außerdem Theologos, Soroni, Fanes, Kalavarda, Salakos, Embonas, Kritinia mit Skala Kameirou, Eleousa und das Tal der Schmetterlinge, an einzelnen Tagen auch Siana und Monolithos.

Praktisch heißt das: Lindos, Tsambika und der Südosten sind KTEL-Ziele, Stadtfahrten, Flughafen und die Dörfer der Westseite laufen über RODA. Die Strecke nach Faliraki über die Kallithea-Küste (Linie 40) teilen sich beide: Im Spätsommer fuhr RODA tagsüber, KTEL ab dem Nachmittag. Tickets gelten jeweils nur beim eigenen Unternehmen; einen Verbundtarif, ein Kombiticket oder eine Inselkarte gibt es nicht.

Merkregel
Ostküste und Süden = KTEL, Stadtgebiet, Flughafen und Westküste = RODA, Faliraki fahren beide an. Nennt ein Hotelaushang Abfahrtszeiten, zuerst klären, für welchen Betreiber sie gelten: Die Fahrpläne sind voneinander unabhängig, und ein Ticket des einen gilt im Bus des anderen nicht.

Wo die Busse abfahren

Beide Systeme treffen sich in Rhodos-Stadt an der Markthalle Néa Agorá am Mandráki-Hafen, wo die zwei Busbahnhöfe der Insel kaum hundert Meter auseinanderliegen. Die Überlandbusse der Ostküste starten an der Anlage, die KTEL amtlich „Bus Station 1 – Mandraki“ nennt: ein überdachter Busbahnhof direkt hinter der Markthalle, mit Fahrkartenschalter, Aushängen je Linie und Abfahrtsbuchten, an denen das Ziel auf Griechisch und Englisch steht. Die Stadt- und Westküstenbusse von RODA fahren wenige Schritte weiter an der Averof-Straße, ebenfalls mit eigenem Schalter.

Diese Nachbarschaft macht das Umsteigen möglich, obwohl es keinen gemeinsamen Tarif gibt: vom Flughafen mit RODA bis zur Néa Agorá, hundert Meter zu Fuß, dann ein zweites Ticket bei KTEL. Zwanzig Minuten Puffer zwischen den beiden Bahnhöfen sind großzügig bemessen, aber sinnvoll. Mit Koffer, im Sommerverkehr und bei Anschlüssen, die teils nur stündlich fahren, kosten knappe Übergänge schnell einen halben Tag. Mehr zur Ankunft und zu den Wegen ab Flughafen und Hafen steht im Guide Anreise nach Rhodos.

Außerhalb der Stadt gibt es keine Busbahnhöfe, sondern nummerierte Haltestellen entlang der Hauptstraßen. KTEL hat sie durchnummeriert und mit Buchstaben nach Ort sortiert: Faliraki liegt etwa im Bereich F17 bis F30, Kolymbia reicht von K1 bis K18, der Strandhalt in Tsambika heißt T1, die Bucht von Ladiko mit der Anthony-Quinn-Bucht firmiert als L3, und die Zufahrt zum Strand Glystra ist als Halt „Kiotari Glystra“ an der Küstenstraße ausgeschildert. Mit diesen Nummern lässt sich auch am Telefon eindeutig klären, wo man aussteigen muss.

Tickets und Preise (Tarife seit August 2026)

Bezahlt wird pro Strecke, gestaffelt nach Entfernung; Tages-, Wochen- oder Mehrfahrtenkarten für Urlauber gibt es bei keiner der beiden Gesellschaften. KTEL hat die Tarife im August 2026 angehoben, Lindos etwa von 5,50 auf 6,00 €. Die wichtigsten KTEL-Preise ab Rhodos-Stadt, eine Richtung, mit dem Angebot im Sommerfahrplan 2026:

Ziel ab Rhodos-Stadt Preis einfach Sommerfahrplan 2026 (6.7.–10.9.)
Faliraki und Kallithea-Therme (Linie 40)2,50 €ca. alle 20 Minuten, 6:30–0:00 Uhr (Plan 1.–15.9.)
Ladiko / Anthony-Quinn-Bucht2,50 €5 Fahrten
Archangelos3,50 €rund 13 Fahrten
Kolymbia-Strand4,00 €rund 16 Fahrten, 9:00–23:00 Uhr
Tsambika-Strand (Halt T1)4,00 €5 Fahrten 9:00–15:00 Uhr, zurück 16:20 und 18:00 Uhr
Lindos6,00 €gut 20 Fahrten, 6:15–22:15 Uhr
Lardos6,20 €10 Fahrten
Pefkos6,60 €rund 15 Fahrten
Kiotari / Gennadi (Hotelhalte)7,50 €rund 15 Fahrten, ins Ortszentrum Gennadi weniger
Prasonisi11,00 €2 Fahrten (9:00 und 13:00 Uhr), zurück 13:00 und 16:00 Uhr

Die Kurszahlen gelten für die Hochsaison; wie stark danach ausgedünnt wird, beschreibt der Abschnitt zum Sommer- und Winterfahrplan. Kurze Wege auf der Ostküstenachse sind entsprechend günstig: Von Kolymbia zum Tsambika-Strand kostet die Fahrt 2,30 €, von Faliraki nach Ladiko 2,20 € (Stand Oktober 2026). Selbst die teuerste Busfahrt der Insel, Rhodos-Stadt bis Prasonisi über gut 90 Kilometer, bleibt mit 11,00 € weit unter jedem Taxipreis.

Bei RODA hängt der Preis der Stadt- und Vorortlinien bis Kremasti und Paradisi von der Strecke ab. Eine vollständige Tarifliste veröffentlicht RODA online nicht durchgängig; maßgeblich ist der Tarif am Kiosk bzw. Aushang an der Haltestelle. Der Flughafenbus kostet 2,50 €, auch beim Fahrer.

Gekauft wird bei KTEL am Schalter am Busbahnhof, beim Fahrer (laut Betreiber bar oder mit Karte) oder vorab als E-Ticket im Online-Shop des Betreibers. Die offiziellen Ermäßigungen von 25 beziehungsweise 50 Prozent gelten für bestimmte Gruppen wie Studierende griechischer Hochschulen oder kinderreiche Familien und spielen für Urlauber praktisch keine Rolle. RODA verkauft an den Schaltern, an Kiosken (griechisch periptero) in Haltestellennähe und beim Fahrer; nach Angaben der Stadt Rhodos sind alle ihre Busse für kontaktlose Zahlung ausgerüstet. Unterwegs an der Landstraße bleibt oft nur der Fahrer, und dort zählt Bargeld: Scheine über 20 € sind unbeliebt, passendes Kleingeld beschleunigt das Einsteigen spürbar. Warum auf Rhodos ohnehin immer etwas Bargeld in die Tasche gehört, steht im Beitrag Geld und Trinkgeld.

Ein Detail, das viele erst beim Aussteigen merken: Der Fahrschein gilt für eine Fahrt, nicht für eine Zeitspanne. Eine Unterbrechung für ein Kloster oder eine Bucht bedeutet für die Weiterfahrt ein neues Ticket, auch auf derselben Linie am selben Tag.

Der Flughafenbus

Der Flughafen Diagoras liegt bei Paradisi an der Westküste und hängt am RODA-Netz. Die Linie fährt Flughafen – Paradisi – Kremasti – Ialyssos – Ixia – Rhodos-Stadt (Néa Agorá) und zurück. Im Fahrplan ab Mitte August 2026 fuhr sie etwa alle 30 Minuten, zeitweise dichter: ab Flughafen werktags von 6:50 Uhr (sonntags 5:45 Uhr) bis 0:45 Uhr. Die Haltestelle liegt laut Flughafenbetreiber Fraport zwischen altem und neuem Terminal, aus der Ankunftshalle wenige Meter nach links zur Straße. In die Stadt braucht der Bus je nach Verkehr 30 bis 45 Minuten; morgens und am späten Nachmittag steht er im Berufsverkehr von Ixia.

Der Fahrschein kostet 2,50 €, auch beim Kauf im Bus; kontaktlose Zahlung ist laut Stadt möglich, Bargeld bleibt die sichere Wahl. Das eigentliche Problem für viele Pauschalreisende ist die Nachtlücke: Zwischen dem letzten Bus kurz vor ein Uhr und dem ersten am frühen Morgen fährt nichts. Bei Landungen nach Mitternacht oder Abflügen vor sechs Uhr bleiben nur Taxi, vorgebuchter Transfer oder Hotelshuttle. Außerhalb der Hochsaison ist mit weniger Kursen und früherem Betriebsschluss zu rechnen, der aktuelle Fahrplan gehört deshalb vor der Reise geprüft. Gepäck ist im Flughafenbus kein Problem, große Koffer kommen in den Seitenstauraum.

Für Unterkünfte an der Ostküste gibt es in der Saison eine Abkürzung: die KTEL-Linie 25 Flughafen–Faliraki. Der Sommerplan 2026 (6. Juli bis 30. September) führte sie etwa stündlich zwischen 7:30 und 23:30 Uhr ab Flughafen (ab Faliraki 7:00 bis 23:00 Uhr), für 3,50 € pro Fahrt; laut Übergangsplan für den 1. bis 15. Oktober 2026 fährt sie unverändert weiter. Sie ist eine Saisonlinie, ihr Ende wird mit dem Winterfahrplan erwartet. Sonst gilt für alle Ostküstenziele der doppelte Weg: RODA bis zur Néa Agorá, umsteigen, KTEL weiter. Nach Lindos summiert sich das auf 8,50 € und zweieinhalb bis drei Stunden. Machbar ist das, mit Kindern und viel Gepäck ist der Transfer aber die freundlichere Lösung.

Sommer- und Winterfahrplan

Übers Jahr gesehen fährt KTEL mehrere Fahrpläne, und der Unterschied ist größer, als es klingt. Der Sommerfahrplan 2026 galt vom 6. Juli bis 10. September, einzelne Linien liefen nach eigenen Plänen länger: die Faliraki-Linie 40 bis 15. September, die Flughafenlinie 25 bis 30. September. Nur in diesem Fenster gibt es die dichten Takte, alle Strandlinien und die späten Rückfahrten. Danach folgen Übergangspläne in Halbmonatsschritten. Der Plan für den 1. bis 15. Oktober 2026 ist noch erstaunlich dicht: 19 Abfahrten von Rhodos-Stadt nach Lindos (6:15 bis 21:30 Uhr), weiterhin Kurse nach Kolymbia, zum Tsambika-Strand, nach Plimmiri und von Lindos nach Prasonisi, die Linie 40 etwa alle 20 Minuten bis 23:30 Uhr und die Flughafenlinie 25 weiterhin stündlich für 3,50 €, die Tarife unverändert. Die Pläne für die zweite Oktoberhälfte und den Winter erscheinen meist erst wenige Tage vor ihrem Start. Der Winterfahrplan galt zuletzt von Anfang November bis Mitte April und ist praktisch ein anderes Netz: Strand- und Saisonlinien entfallen, die Überlandlinien schrumpfen auf wenige Kurse am Tag, die letzten Rückfahrten rücken um Stunden nach vorn, und manche Verbindung fährt nur noch als Schul- und Versorgungsfahrt am frühen Morgen und frühen Nachmittag.

Für die Reiseplanung heißt das: Im Juli und August ist der Bus ein vollwertiges Verkehrsmittel, im April und im Oktober ein brauchbares für die Hauptachsen. Im Winter reicht er für Stadt, Vororte und die großen Orte, kaum aber für Ausflüge im eigenen Rhythmus. Weil die Umstellungstermine nicht Monate im Voraus feststehen, gehört der Fahrplan in den Randmonaten frühestens ein bis zwei Wochen vor der Reise geprüft und vor Ort noch einmal, am Busbahnhof oder auf der KTEL-Website.

Die Hauptachse: Faliraki und Lindos

Nach Faliraki fährt die Linie 40 über die Kallithea-Küste etwa alle 20 Minuten: laut Plan für den 1. bis 15. September 2026 zwischen 6:30 und 0:00 Uhr, im Übergangsplan für den 1. bis 15. Oktober 2026 zwischen 6:30 und 23:30 Uhr; im Winter fahren weniger Kurse. Das ist die dichteste Taktung der Insel, für 2,50 € pro Fahrt und ideal für Strandtage am Faliraki Beach. Die nummerierten Haltestellen F17 bis F30 reihen sich vom ruhigen Norden bis ins Ortszentrum; mit der Nummer des eigenen Hotels entfällt jedes Rätselraten. In der Gegenrichtung ist ein Abend in der Altstadt von Rhodos dank der späten Kurse problemlos möglich, denn keine andere Überlandlinie fährt so spät.

Die Paradestrecke führt von Rhodos-Stadt nach Lindos. Der Sommerfahrplan 2026 nennt gut 20 Abfahrten zwischen 6:15 und 22:15 Uhr, vormittags etwa halbstündlich, nachmittags stündlich oder seltener; seit August kostet die einfache Fahrt 6,00 €. Mit allen Zwischenhalten dauert sie etwa 1¼ bis 1½ Stunden, spürbar länger als mit dem Auto. Gehalten wird oberhalb des Ortes am Plateau von Krana, von dort führt der Weg zu Fuß hinunter ins autofreie Dorf. Der letzte Bus zurück fuhr im Sommer um 21:45 Uhr ab Krana, spät genug für Akropolis, Bucht und Abendessen. Einzelne Fahrten laufen weiter bis zur St.-Pauls-Bucht, zum selben Preis. Südlich davon bedient dieselbe Achse Pefkos (6,60 €), Lardos (6,20 €) sowie die Hotelhalte von Kiotari und Gennadi (7,50 €) mit rund 15 Kursen am Tag; ins Ortszentrum von Gennadi fahren deutlich weniger.

Die Strandlinien im Sommer

Die Stärke des KTEL-Netzes im Sommer sind die Kurse, die nicht an der Hauptstraße halten, sondern die Stichstraßen bis ans Wasser hinunterfahren. Sie stehen als eigene Linien im Sommerfahrplan und machen den Unterschied zwischen einem Strandtag und einem Fußmarsch in der Mittagshitze. Die Angaben beziehen sich auf den Sommerfahrplan 2026:

  • Tsambika: fünf Direktbusse ab Mandraki bis zum Halt T1 am Strand (9:00 bis 15:00 Uhr), zurück um 16:20 und 18:00 Uhr, 4,00 €. Die Lindos-Busse halten sonst oben an der Hauptstraße; von dort sind es rund 20 Minuten steil bergab und entsprechend zäh wieder hinauf.
  • Kolymbia: die dichteste Strandlinie mit rund 16 Fahrten zwischen 9:00 und 23:00 Uhr, 4,00 €. Die Halte K1 bis K18 ziehen sich von der Hauptstraße die Eukalyptusallee hinunter bis zum Strand. Von Kolymbia zum Tsambika-Strand kostet die Fahrt 2,30 €, für Familien die entspannteste Art, den Strand zu wechseln.
  • Ladiko und Anthony-Quinn-Bucht: eigener Halt L3 an der Stichstraße, von dort noch ein paar Minuten zu Fuß. Fünf Kurse ab Rhodos zwischen 10:30 und 17:00 Uhr, zurück um 9:20, 14:30, 15:45 und 17:45 Uhr, 2,50 €.
  • Tal der sieben Quellen: ein Kurs um 10:30 Uhr, zurück um 14:00 Uhr, 4,00 €.
  • Haraki und Agathi: zwei Kurse um 10:30 und 16:30 Uhr, zurück um 9:55 und 15:45 Uhr, 4,90 €. Für einen Strandtag bleibt damit das Fenster bis zum Nachmittagskurs.
  • Stegna: nur ein Kurspaar (hin um 14:30 Uhr, zurück um 8:30 Uhr, nicht sonntags), 4,40 €, und damit für Tagesgäste ungeeignet. Praktikabler ist der Halt oben in Archangelos (3,50 €), von dort sind es rund drei Kilometer Serpentinen hinunter.
  • Vlicha: ab Rhodos zwei Kurse (12:00 und 16:30 Uhr, zurück 9:45 und 15:35 Uhr), 6,00 €. Ab Lindos pendelt ein Bus für 2,20 € einige Male am Tag, allerdings ohne festen Takt.
  • Plimmiri und Prasonisi: nach Plimmiri drei Kurse täglich für 8,60 € (ab Lindos zweimal täglich, 3,50 €). Die Verbindungen Lindos–Prasonisi (5,10 €) und Plimmiri–Prasonisi (3,10 €) erlauben Kombinationen im Süden.
  • Glystra: kein eigener Strandbus, aber der ausgeschilderte Halt „Kiotari Glystra“ der Gennadi-Linie an der Küstenstraße.

Für fast alle diese Linien gilt: Hin geht es vormittags, zurück am Nachmittag, oft mit nur zwei bis fünf Kursen, und nach dem letzten kommt kein späterer. Mittags sind sie voll; Sitzplätze gibt es am ehesten im frühen Bus stadtauswärts und im ersten Rückkurs. Mit Kindern lohnt es sich, die Strandwahl an diesen Kursen auszurichten, mehr dazu im Guide Rhodos mit Kindern. Alle Strandlinien sind Saisonverkehr: Nach dem Ende des Sommerfahrplans werden sie ausgedünnt oder eingestellt, im Winter fahren sie gar nicht.

Rückfahrt zuerst planen
Die letzte Fahrt ist auf Rhodos die wichtigste Information des Tages. Ab Lindos ging sie im Sommer 2026 um 21:45 Uhr, ab Tsambika-Strand um 18:00 Uhr, ab Agathi und Prasonisi schon um 15:45 beziehungsweise 16:00 Uhr. Ohne Rückfahrtzeit droht eine Taxifahrt über 40 Kilometer, im Süden abends manchmal nicht einmal die. Deshalb nach der Ankunft zuerst Aushang oder QR-Code an der Haltestelle lesen und die letzte Rückfahrt notieren.

Der Süden und der Westen: wo es dünn wird

Im Stadtgebiet und in den Vororten Ixia, Ialyssos und Kremasti fahren die RODA-Busse tagsüber dicht, im Sommer etwa viertel- bis halbstündlich bis gegen Mitternacht. Zwischen Hotelmeile, Altstadt und Aquarium-Spitze sind sie das Mittel der Wahl und auch bei mehreren Fahrten am Tag günstig; den aktuellen Tarif nennen Kiosk bzw. Aushang. Jenseits von Kremasti kippt das Bild jedoch abrupt.

Die RODA-Linien der Westseite erreichen zwar viele Dörfer, ihre Fahrpläne sind aber auf Pendler und Schulkinder zugeschnitten. Im Sommer 2026 fuhren Busse mehrmals täglich nach Theologos, Soroni und Kalavarda, zweimal nach Salakos. Nach Embonas und nach Kritinia und Skala Kameirou ging werktags nur ein Bus am frühen Nachmittag hin und einer am frühen Morgen zurück, ein Tagesausflug ist so nicht machbar. Siana und Monolithos hatten nur montags ein Kurspaar. Das antike Kamiros liegt einige Kilometer südlich von Kalavarda an der Küstenstraße; welche Kurse nahe dem Eingang halten, am besten am RODA-Schalter erfragen. Gut angebunden war dagegen das Tal der Schmetterlinge mit drei Kursen zwischen 10:15 und 13:15 Uhr und drei Rückfahrten, auch sonntags.

Im tiefen Süden sieht es ähnlich aus, hier mit KTEL. Die Linie Rhodos-Stadt – Asklipio – Lachania – Kattavia verkehrte im Sommer nur dienstags und donnerstags, die Linie über Vati, Profilia, Istrios und Arnitha nach Apolakkia montags, mittwochs und freitags, jeweils mit Abfahrt um 14:30 Uhr in Rhodos-Stadt. Nach Prasonisi an der Inselspitze fuhren zwei Busse am Tag (9:00 und 13:00 Uhr, zurück 13:00 und 16:00 Uhr) für 11,00 €. Nach dem letzten Rückkurs sitzt man dort fest: Taxis stehen in Prasonisi nicht bereit, und die nächste Ortschaft mit Verkehr liegt Kilometer entfernt.

Unterm Strich ist der Linienbus im Westen und im tiefen Süden kein Ausflugsmittel, sondern eine Versorgungsverbindung für Einheimische. Für Bergdörfer, Burgen und einsame Buchten braucht es einen Mietwagen; in der Hochsaison kostet er rund 40 € pro Tag und rechnet sich für zwei Personen an einem Tourentag schnell gegenüber Bus plus Wartezeit. Umgekehrt macht ein Quartier direkt an einer der Hauptlinien das Auto oft überflüssig. Welche Orte dafür infrage kommen, sortiert der Guide Wo übernachten auf Rhodos Revier für Revier.

Sonntag und Feiertage

Der Sonntag ist die größte Falle im Busnetz, weil er sich ungleichmäßig auswirkt. Auf den Hauptachsen fahren die Busse weiter: Stadtlinien, Flughafenbus, Faliraki und Lindos sind auch am Wochenende bedient, teils mit weniger Kursen. In der zweiten und dritten Reihe fällt dagegen vieles aus. Im KTEL-Fahrplan sind Kurse, die sonntags entfallen, mit einem Stern markiert, solche ohne Wochenendverkehr mit zwei Sternen. RODA gibt für Samstag sowie für Sonn- und Feiertage eigene Fahrpläne heraus; im Sonntagsplan fehlen etwa Embonas, Salakos und Skala Kameirou.

Dazu kommen die griechischen Feiertage, die wie ein Sonntag wirken und leicht übersehen werden: allen voran das orthodoxe Osterwochenende, der 1. Mai, Mariä Entschlafung am 15. August und der Ochi-Tag am 28. Oktober. Dann gilt vielerorts der Sonntagsfahrplan, und in kleineren Orten ruht der Verkehr über Stunden ganz. Vor einem Ausflug am Feiertag daher am Vortag am Schalter nachfragen; die Aushänge dort werden zuverlässiger aktualisiert als jede Website.

Praxis: Haltestellen, QR-Codes, Bargeld

  • Handzeichen geben: An Unterwegshalten stoppt der Bus nur, wenn jemand deutlich winkt, wie fast überall in Griechenland. Rechtzeitig an der Haltestelle stehen, nicht im Schatten daneben, und dem Fahrer beim Näherkommen den Arm zeigen.
  • Haltestellen-Nummern nutzen: Die Nummer des Halts (in Lindos etwa Nr. 46) ist die eindeutige Adresse. Sie steht im Fahrplan, auf dem Schild und auf dem Ticket.
  • QR-Codes lesen: An den KTEL-Haltestellen hängen Schilder mit QR-Code, der zum Fahrplan dieser Haltestelle in beide Richtungen führt. Schneller und aktueller ist vor Ort keine Auskunft; ein Foto davon ersetzt jeden abgeschriebenen Zettel.
  • Echtzeit-App: Die Stadt Rhodos betreibt mit „Rhodes Public Transport“ (mobility.rhodes.gr, auch als App) einen offiziellen Routenplaner mit Live-Ankunftszeiten. Er deckt vor allem das Stadtnetz gut ab; für die Überlandlinien bleibt der Aushang die verlässlichere Quelle.
  • Bargeld dabeihaben: Beim Fahrer wird meist bar bezahlt, kleine Scheine und Münzen sind erwünscht. Kartenzahlung ist bei KTEL laut Betreiber möglich, in den RODA-Bussen laut Stadt kontaktlos, unterwegs aber nicht garantiert; ohne Bargeld an der Landstraße wird es schwierig.
  • Gepäck: Die Überlandbusse haben Gepäckfächer, Koffer sind kein Problem und kosten nichts extra. In den vollen Strandbussen mittags ist sperriges Gepäck trotzdem unbeliebt, und die reinen Stadtbusse haben keinen Stauraum.
  • Fahrräder: Eine allgemeine Fahrradmitnahme gibt es nicht. Die Busse haben keine Radträger, und ob ein Rad im Gepäckraum mitfährt, entscheidet der Fahrer im Einzelfall. Ein Faltrad in der Tasche wird dagegen wie Gepäck behandelt.
  • Stoßzeiten einplanen: Vormittags stadtauswärts und am späten Nachmittag zurück sind die Strandlinien voll, und ein voller Bus lässt an Unterwegshalten schon einmal jemanden stehen.
Fahrplan immer frisch ziehen
Fahrpläne und Preise werden jede Saison neu festgelegt, und auch dieser Beitrag bildet den Sommerfahrplan 2026 ab. Verlässlich sind die Aushänge an den Busbahnhöfen, die QR-Codes an den Haltestellen, die KTEL-Website ktelrodou.gr und die offizielle App der Stadt. Hotelaushänge und ältere Blogartikel sind erfahrungsgemäß die häufigste Ursache für verpasste Busse.

Wann der Bus reicht und wann der Mietwagen

Der Bus reicht völlig, wenn das Quartier in Rhodos-Stadt oder an der Ostküstenachse liegt und der Urlaub aus Strandtagen, Altstadt und ein, zwei großen Ausflügen wie Lindos besteht; dafür ist das KTEL-Netz gebaut. Die Rechnung ist eindeutig: Ein Tagesausflug nach Lindos kostet zwei Personen 24 € hin und zurück, ein Miettag in der Hochsaison rund 40 € plus Sprit und Parkgebühr. Für preisbewusste Reisen ist der Linienbus damit ohne Konkurrenz.

Schwierig wird alles, was quer zu den Achsen liegt: mehrere Stopps an einem Tag, Kombinationen aus Ost- und Westküste, abgelegene Buchten, ein früher Start vor dem Andrang oder späte Abende abseits der Lindos- und Faliraki-Linie. Weil fast jede Linie sternförmig auf Rhodos-Stadt zuläuft, führt selbst die Fahrt von der Ost- an die Westküste über die Stadt und kostet einen halben Tag. Auch bei der Zeit liegt das Auto vorn: Nach Lindos braucht der Bus 1¼ bis 1½ Stunden, das Auto gut eine.

Die entspannteste Mischung für viele: Basis an der Ostküste, Strandtage und Lindos mit dem Bus, dazu für zwei, drei Tage ein Mietwagen für Westküste, Bergdörfer und den tiefen Süden. Wie sich daraus eine runde Woche bauen lässt, zeigt die 7-Tage-Route. Für einzelne Lücken bleibt das Taxi. An den offiziellen Ständen hängen Tariftafeln mit Festpreisen für Überlandfahrten aus; ein kurzer Blick vor dem Einsteigen erspart hinterher Diskussionen. Abends und in abgelegenen Orten muss man vorbestellen, spontan verfügbar sind Taxis dort selten.

Mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen

Verlässliche Zusagen gibt es hier kaum. Neuere Stadtbusse haben teils einen niedrigeren Einstieg, doch ob ein Fahrzeug mit nutzbarer Rampe kommt, lässt sich vorher nicht sagen, und eine durchgängig barrierefreie Flotte ist bei keinem der beiden Betreiber belegt. Die KTEL-Überlandbusse sind Reisebusse mit hohem Einstieg und drei bis vier Stufen. Mit Rollstuhl ist das ohne kräftige Hilfe nicht zu bewältigen, Stellplätze für Rollstühle gibt es darin nicht.

Oft entscheidender als der Bus ist die Haltestelle: Außerhalb der Stadt sind das einfache Schilder am Straßenrand, häufig ohne Bordstein, Wartefläche und Beleuchtung, teilweise auf Schotter. Die Strandzugänge an den nummerierten Halten führen fast überall über Gefälle, Stufen oder Sand. Mit Gehbehinderung, Kinderwagen oder schwerem Gepäck sind deshalb die Stadt- und Vorortlinien machbar, alles darüber hinaus nur mit Begleitung oder eigenem Fahrzeug. Kinderwagen kommen in den Überlandbussen zusammengeklappt in den Gepäckraum; ungeklappt im Gang sind sie in vollen Sommerkursen keine Option. Was auf Rhodos sonst gut oder schlecht zugänglich ist, sammelt der Guide Rhodos barrierefrei.

Quellen & Stand
Geprüft September 2026, Übergangsplan Oktober ergänzt am 2. Oktober 2026; Linie 25 im Oktober, Linie 40 und Tarif Faliraki–Ladiko geprüft Oktober 2026. Quellen: KTEL Rodou, Gesamtfahrplan Sommer 2026 (gültig 6.7.–10.9.2026, Fassung vom 1.9.2026) mit den seit August 2026 geltenden Tarifen, Linienfahrpläne 40 Rhodos–Kallithea–Faliraki (bis 15.9.2026) und 25 Flughafen–Faliraki (6.7.–30.9.2026), Linienfahrpläne August 2026 für Vlicha und Plimmiri, Übergangsplan 1.–15.10.2026 (veröffentlicht am 30.9.2026; führt Linie 25 und Linie 40 bis 23:30 Uhr weiter, Faliraki–Ladiko 2,20 €), Winterfahrplan 2025/26 (6.11.2025–15.4.2026) sowie Angaben zu Haltestellen, Zahlungsarten und E-Tickets auf ktelrodou.gr; Stadt Rhodos und D.E.S. RODA, Fahrpläne Stadt und Westseite ab 16./17.8.2026 (rhodes.gr) sowie App Rhodes Public Transport (mobility.rhodes.gr); kontaktlose Zahlung in allen städtischen Bussen laut Mitteilung der Stadt Rhodos vom 11.4.2025 (rhodes.gr), geprüft Oktober 2026; Flughafen Rhodos/Fraport Greece (rho-airport.gr) zur Lage der Haltestelle. Für die RODA-Stadtlinien ist keine durchgängige Tarifliste amtlich veröffentlicht; maßgeblich ist der Tarif am Kiosk bzw. Aushang. Kurszahlen beziehen sich auf den Sommerfahrplan 2026; ab Mitte September wird ausgedünnt, im Winter fahren deutlich weniger Kurse, Strand- und Saisonlinien entfallen.

Häufige Fragen

Was kostet der Bus vom Flughafen nach Rhodos-Stadt?
Der Flughafenbus der städtischen RODA kostet 2,50 Euro, auch beim Kauf im Bus. Kontaktlose Zahlung ist laut Stadt Rhodos in ihren Bussen möglich, Bargeld bleibt die sichere Wahl. Die Fahrt zur Néa Agorá dauert je nach Verkehr 30 bis 45 Minuten, die Haltestelle liegt zwischen altem und neuem Terminal. Im Spätsommerfahrplan 2026 fuhr der erste Bus ab Flughafen gegen 6:50 Uhr (sonntags 5:45 Uhr), der letzte gegen 0:45 Uhr. In der Nachtlücke dazwischen bleiben nur Taxi oder Transfer. Außerhalb der Hochsaison ist mit weniger Kursen zu rechnen.
Kommt man ohne Auto nach Lindos?
Ja, und zwar bequem. Rhodos-Stadt–Lindos ist die am dichtesten bediente KTEL-Überlandstrecke: Der Sommerfahrplan 2026 nennt gut 20 Abfahrten zwischen 6:15 und 22:15 Uhr, vormittags etwa halbstündlich. Die einfache Fahrt kostet seit August 2026 6,00 Euro und dauert mit allen Zwischenhalten etwa 1¼ bis 1½ Stunden. Der Bus hält oberhalb des Ortes am Plateau von Krana. Entscheidend ist die letzte Rückfahrt: im Sommer um 21:45 Uhr. Ab Mitte September wird ausgedünnt, im Winter fährt der letzte Bus deutlich früher.
Fahren die Busse auf Rhodos auch sonntags?
Auf den Hauptachsen ja, im Rest der Insel oft nicht. Stadtlinien, Flughafenbus und die Strecken nach Faliraki und Lindos fahren auch sonntags, teils mit weniger Kursen. Viele Süd- und Westlinien pausieren dagegen: Monolithos und Siana hatten im Sommer 2026 nur montags ein Kurspaar, Apolakkia und Kattavia nur an einzelnen Werktagen. Im KTEL-Fahrplan mit Stern markierte Kurse entfallen sonntags, mit zwei Sternen markierte am ganzen Wochenende.
Wo kauft man Bustickets auf Rhodos?
Bei KTEL am Schalter des Busbahnhofs, beim Fahrer (laut Betreiber bar oder mit Karte) oder als E-Ticket im Online-Shop des Betreibers. Bei RODA gibt es Fahrscheine an den Schaltern, an Kiosken in Haltestellennähe oder beim Fahrer; kontaktlose Zahlung ist laut Stadt möglich, passendes Kleingeld bleibt die sichere Wahl. Tages- oder Mehrfahrtenkarten für Urlauber bietet keiner der beiden Betreiber an.
Gelten KTEL-Tickets auch in den RODA-Bussen?
Nein. Die beiden Gesellschaften haben getrennte Tarife, Fahrpläne und Fahrscheine; einen gemeinsamen Verbundtarif gibt es nicht. Vom Flughafen an die Ostküste sind deshalb außerhalb der Saison zwei Tickets fällig: RODA bis zur Néa Agorá, dann KTEL weiter. In der Saison fährt zusätzlich die KTEL-Linie 25 direkt vom Flughafen nach Faliraki (2026 ab 6. Juli, laut Übergangsplan auch vom 1. bis 15. Oktober). Hotelaushänge immer daraufhin lesen, für welchen der beiden Betreiber sie gelten.