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Langer Sandstrand von Faliraki mit weißen Hotels und ruhigem Wasser
Ort · Ostküste

Faliraki

Der bekannteste Badeort von Rhodos — flacher Sandstrand, dichte Hotelinfrastruktur und ein Nachtleben, das den Ort über die Insel hinaus berühmt gemacht hat.

Faliraki liegt rund vierzehn Kilometer südlich von Rhodos-Stadt an der Ostküste. Der Ort ist im klassischen Sinne kein historisch gewachsenes Dorf, sondern fast vollständig in den 1980er- und 1990er-Jahren als Badeort entstanden — entlang einer langen, flach abfallenden Sandbucht, die zu den besten Familienstränden der Insel zählt.

Zwei Gesichter

Faliraki hat zwei sehr unterschiedliche Seiten. Im Zentrum, rund um die Bar Street, ist es laut, jung und im Sommer durchgehend bis in die Morgenstunden in Betrieb. Wenige hundert Meter weiter nördlich und südlich liegen ruhige Hotelzonen mit familienfreundlichem Strand, an denen vom Trubel des Zentrums fast nichts zu spüren ist.

Wer Faliraki bucht, sollte deshalb genau prüfen, welcher Teil des Ortes gemeint ist — die Wahl zwischen Strand-Süd, Zentrum und Strand-Nord macht für den eigenen Urlaub einen erheblichen Unterschied.

Strand und Wasser

Der Strand ist rund vier Kilometer lang, sandig und flach abfallend — ideal für Kinder. Im Hochsommer ist er auf weiten Strecken vollständig mit Liegen belegt, lediglich an den Rändern bleiben freie Abschnitte. Wassersport wird an mehreren Stellen angeboten, das Meer ist aufgrund der geschützten Lage meist ruhig.

In der Umgebung

Südlich schließen die Felsküste und die kleine Anthony-Quinn-Bucht an, nördlich liegt Kallithea mit seiner Thermalanlage. Beide sind in unter zehn Minuten mit dem Auto erreichbar und bilden einen guten Tagesausflug, wenn man dem Trubel im Zentrum entkommen möchte.

Was sich noch lohnt

Direkt am Südende der Bucht liegt der Water Park Faliraki — einer der größten Wasserparks Europas, mit eigenem Shuttle-Service aus den meisten Hotels (Eintritt ca. 28 € Erwachsene, 20 € Kinder, Stand 2025). Für Familien mit älteren Kindern oft das Highlight des Aufenthalts. Wer es ruhiger mag, fährt 5 km nach Süden zum Kap Ladiko mit der Anthony-Quinn-Bucht und mehreren kleinen Felsbuchten — gut zum Schnorcheln, deutlich weniger trubelig.

Im Hinterland liegen die Dörfer Psinthos und Archipoli sowie das Tal der Sieben Quellen (Epta Piges) mit seiner schattigen Schlucht und dem 186 m langen, knietief gefluteten Tunnel — ein erfrischender Kontrast zum Strandtag.

Essen und Trinken

Die Hauptachse ist von internationalen Ketten und Fast-Food-Schildern dominiert; gute griechische Küche findet sich eher am Ortsrand und in den ruhigeren Hotelzonen. Drei Adressen, die regelmäßig empfohlen werden: Mythos (klassische Taverne, lange am Markt), Sea Star (Fisch direkt am Hafen), und im Norden Richtung Kallithea diverse kleine Tavernen mit Meerblick. Reservieren im Hochsommer abends sinnvoll.

Anreise und Praktisches

Vom Flughafen Diagoras rund 25 Minuten mit dem Taxi (Festpreis ca. 30 €), vom KTEL-Bahnhof in Rhodos-Stadt fahren Busse Richtung Faliraki/Lindos im 30-Minuten-Takt. Geldautomaten, Apotheken, Supermärkte und Mietwagen-Stationen reichlich vorhanden. Im Sommer ist Faliraki nicht still — wer Ruhe sucht, sollte Hotels mit Lage Richtung Norden (Kallithea-Seite) oder Süden (Ladiko) bevorzugen.