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Weiter Kiesstrand von Afandou mit ruhigem Wasser und Bergen im Hintergrund
Ort · Ostküste

Afandou

Ein langer, fast vollständig unverbauter Kiesstrand und ein bodenständiges Dorf im Hinterland — Afandou ist der ruhige Gegenentwurf zu Faliraki, nur wenige Kilometer entfernt.

Afandou liegt rund zwanzig Kilometer südlich von Rhodos-Stadt, direkt zwischen Faliraki im Norden und der Bucht von Kolymbia im Süden. Der Name — wörtlich „der Verborgene“ — geht darauf zurück, dass das eigentliche Dorf bewusst etwas vom Meer zurückgesetzt im Hinterland angelegt wurde, um sich vor Piratenangriffen zu schützen.

Der Strand

Der Strand von Afandou ist rund vier Kilometer lang und besteht aus einem groben, hellen Kiesgemisch. Im Gegensatz zu Faliraki ist er fast vollständig unverbaut: keine geschlossene Hotelfront, nur einzelne Strandtavernen und große Abschnitte ohne Liegen. Das Wasser fällt schnell auf Schwimmtiefe ab — angenehm für Erwachsene, weniger ideal für Kleinkinder.

Golf

Afandou ist Heimat des einzigen 18-Loch-Golfplatzes der Insel. Die Anlage wurde in den 1970er-Jahren angelegt, ist heute öffentlich zugänglich und liegt direkt zwischen Strand und Dorf. Auch ohne Golfinteresse fungiert das großflächige Areal als grüne Pufferzone, die Afandou seinen ruhigen Charakter erhalten hat.

Das Dorf

Das eigentliche Dorf liegt rund zwei Kilometer landeinwärts und ist deutlich gewöhnlicher als die touristische Küstenseite — ein Ort mit Bäcker, Apotheke, einer hübschen Hauptkirche und ein paar familiengeführten Tavernen. Wer hier abends essen geht, sitzt fast ausschließlich zwischen Einheimischen.

Geschichte und Tradition

Afandou — von Άφαντος, „der Verborgene“ — wurde im Mittelalter bewusst vom Meer zurückgesetzt angelegt, um sich vor Piratenangriffen zu schützen. Die Hauptkirche Panagia Katholiki stammt im Kern aus dem 11. Jahrhundert und hat im Inneren erhaltene byzantinische Fresken. Der Ort ist außerdem für seine handgewebten Textilien bekannt, die bis in die 1960er-Jahre die wichtigste Einnahmequelle vieler Familien waren — heute werden sie nur noch in einer Handvoll Werkstätten produziert.

Essen und Trinken

Im Dorf zwei oder drei traditionelle Tavernen rund um die Hauptkirche — gute Adresse für Lamm, gegrillten Oktopus und Hauswein. An der Strandstraße einzelne Strandtavernen mit klassischem Tagesgeschäft (Salat, Fisch, Calamari); die meisten schließen außerhalb der Saison.

Anreise und Praktisches

Mit dem Mietwagen 25 Minuten aus Rhodos-Stadt, KTEL-Bus Richtung Lindos hält an der Abzweigung. Mehrere kostenfreie Parkplätze entlang der Strandstraße. Im Hochsommer mittags: Schatten knapp — eine Sonnenmuschel oder Liegen mit Sonnenschirm sind sinnvoll. Wassersport-Verleih an einzelnen Punkten, aber deutlich weniger entwickelt als in Faliraki.