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Reisetipps

Fähren und Inselhopping ab Rhodos: Häfen, Linien, Routen

Rhodos ist der wichtigste Fährknoten des Dodekanes: Aus drei Hafenbecken in der Stadt und einem kleinen Hafen an der Westküste fahren Schiffe nach Symi, Kos, Tilos, Karpathos, Kastellorizo, Kreta und in die Türkei. Welche Linien ganzjährig fahren, was nur im Sommer geht, wann der Wind dazwischenkommt und wie eine Woche Inselhopping realistisch aussieht.

11 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2026

Kein Hafen im Dodekanes hat so viele Verbindungen wie Rhodos. Von hier fahren Schiffe zu fast allen Inseln der Gruppe, nach Karpathos und Kreta im Südwesten, nach Piräus und hinüber in die Türkei. Für einen Tagesausflug kommen realistisch nur Symi und Chalki in Frage; alles darüber hinaus ist Inselhopping mit Übernachtung. Dafür lohnt ein Blick auf die Logik der Fahrpläne: Welche Linie fährt täglich, welche nur zweimal pro Woche, und welche Verbindungen enden mit der Saison.

Dieser Überblick sortiert Häfen, Reedereien und Ziele, trennt Sommer- und Winterbetrieb und zeigt, wie sich eine Woche zwischen den Inseln planen lässt. Konkrete Abfahrtszeiten stehen bewusst nicht im Text, denn sie ändern sich von Saison zu Saison und teils von Woche zu Woche. Verbindlich sind die Seiten der Reedereien und der Aushang am Hafen.

Die Häfen: drei Becken in der Stadt, einer an der Westküste

In Rhodos-Stadt reihen sich drei Hafenbecken an der Ostseite der Stadt aneinander, und jedes hat eine eigene Aufgabe:

  • Mandraki: das kleine Becken mit den Windmühlen und den Hirschsäulen an der Einfahrt, direkt an der Neustadt. Hier liegen die Ausflugsboote für Symi-Tagestouren, Lindos-Fahrten und Badetouren, aber keine Linienfähren. Die Bushaltestellen an der Nea Agora sind wenige Schritte entfernt.
  • Kolona: das mittlere Becken direkt vor der nördlichen Altstadtmauer, gleich neben dem Mandraki. Am Kai legen die Schnellkatamarane von Dodekanisos Seaways und die kleineren Inselschiffe ab, etwa nach Symi; Ticketkioske gibt es vor Ort. Auf der Ostseite des Beckens liegt das internationale Passagierterminal mit Pass- und Zollkontrolle, von dem die Katamarane nach Marmaris und Fethiye starten.
  • Akandia: der große Fähr- und Handelshafen südöstlich der Altstadt, auf Fährportalen meist als Hauptschiffshafen von Rhodos geführt. Hier machen die großen Auto- und Passagierfähren fest, darunter die Schiffe von Blue Star Ferries nach Piräus, Kos, Kastellorizo, Karpathos und Kreta. Vom südlichen Altstadtrand ist es ein längerer Fußweg ohne Schatten, am Kai gibt es wenig Infrastruktur. Mit Koffern ist das Taxi die bessere Wahl; bei Ankunft der großen Fähren warten Wagen meist direkt am Anleger.

Für Chalki gibt es zusätzlich die kurze Route ab Skala Kameirou an der Westküste, mit dem Auto rund eine Stunde von Rhodos-Stadt entfernt. Von dort pendeln kleine Personenfähren in 45 bis 75 Minuten hinüber. Ohne Mietwagen ist der Hafen kaum nutzbar: Der Linienbus fährt im Sommerfahrplan 2026 werktags nur einmal mittags hin und frühmorgens zurück, sonntags gar nicht; für den Winterfahrplan gilt der aktuelle Aushang. Die Einzelheiten stehen im Artikel zu den Bussen auf Rhodos.

Anleger auf dem Ticket prüfen
Tickets und Fährportale nennen oft nur „Rhodos“ als Abfahrtsort. Welches Becken gemeint ist, hängt am Schiff: große Fähren in Akandia, Katamarane und kleine Inselschiffe am Kolona-Hafen, Türkei-Boote am internationalen Terminal. Im Zweifel beim Ticketkauf nachfragen. Zwischen Akandia und Kolona liegt ein längerer Fußweg, der mit Gepäck kurz vor Abfahrt schnell zu lang wird.

Reedereien und Schiffstypen

Zwei Reedereien tragen den Großteil des Verkehrs, und ihre Schiffe funktionieren grundverschieden:

  • Schnellkatamarane von Dodekanisos Seaways: Die auf Rhodos beheimatete Reederei betreibt zwei Hochgeschwindigkeits-Katamarane und eine kleinere Auto- und Passagierfähre. Die Hauptlinie läuft morgens ab Rhodos über Symi, Kos, Kalymnos, Leros und Lipsi nach Patmos und am Nachmittag zurück; an einzelnen Wochentagen fährt eine Variante über Chalki, Tilos und Nisyros nach Kos. Dazu kommen in der Saison Fahrten nach Kastellorizo. Die Katamarane sind schnell, reagieren aber empfindlich auf Wind.
  • Große Fähren von Blue Star Ferries: konventionelle Auto- und Passagierfähren, die Rhodos mit Piräus verbinden und unterwegs Kos, Kalymnos, Leros oder Patmos anlaufen, außerdem Tilos, Nisyros und Kastellorizo bedienen. Eine eigene Linie führt über Chalki, Karpathos und Kasos nach Kreta und weiter über Santorin nach Piräus. Die Schiffe sind langsamer, fahren oft nachmittags oder nachts, nehmen Fahrzeuge mit und laufen bei kräftigem Wind meist noch aus.
  • Kleinere Betreiber: SAOS Ferries mit langsamen Fähren auf Nebenstrecken, die Symi-Schiffe von Sebeco, die Personenfähren nach Chalki ab Skala Kameirou und türkische Reedereien auf den Strecken nach Marmaris und Fethiye.

Für die Planung heißt das: Katamarane eignen sich für kurze Etappen bei Tag, die großen Fähren für lange Strecken, für die Mitnahme eines Autos und für Tage mit unsicherem Wetter. Ausflugsboote vom Mandraki sind dagegen keine Option für die Weiterreise, weil sie abends nach Rhodos zurückkehren; ihre Welt beschreibt der Artikel zu den Bootstouren ab Rhodos.

Die Ziele im Überblick

Fahrzeiten gelten ab Rhodos-Stadt und schwanken je nach Schiff und Zwischenstopps; Frequenzen sind Größenordnungen nach Betreiberangaben und Fährportalen (Stand Oktober 2026):

  • Symi: mit dem Katamaran rund 50 bis 80 Minuten, mit der konventionellen Fähre bis zu zwei Stunden, ganzjährig fast täglich. Einfache Tickets etwa 7 bis 30 €. Der klassische Tagesausflug, ausführlich im Artikel zum Tagesausflug nach Symi.
  • Chalki: ab Skala Kameirou 45 bis 75 Minuten für rund 15 €, von Juni bis September praktisch täglich, von Oktober bis Mai etwa dreimal pro Woche. Ab Rhodos-Stadt fahren Katamarane nur an wenigen Wochentagen (gut 70 Minuten bis knapp zwei Stunden, etwa 25 bis 35 €), dazu hält die große Kreta-Fähre an einzelnen Tagen. Im Sommer ein schöner Tagesausflug, siehe Tagesausflug nach Chalki.
  • Kos: mit dem Katamaran gut zwei Stunden, mit der großen Fähre drei bis vier Stunden, in der Saison täglich, im Winter an den meisten Tagen. Einfache Tickets ab rund 15 € auf der Fähre und gut 20 € im Katamaran. Als Tagesausflug grenzwertig, als Etappe oder zweite Urlaubsinsel ideal; der Vergleich Rhodos oder Kos ordnet das ein.
  • Tilos und Nisyros: rund zweieinhalb Stunden bis Tilos, rund drei bis Nisyros, im Sommer etwa vier Verbindungen pro Woche, in den ruhigen Monaten oft nur zwei. Tilos ist eine stille Wanderinsel, Nisyros hat einen begehbaren Vulkankrater. Beide verlangen eine Übernachtung, denn an Katamaran-Tagen blieben nur zwei bis drei Stunden.
  • Kalymnos, Leros und Patmos: auf der Katamaran-Hauptlinie rund drei Stunden bis Kalymnos, knapp vier bis Leros und gut viereinhalb bis Patmos; die großen Fähren brauchen deutlich länger. Patmos mit dem Johanneskloster ist das Ende der klassischen Nordroute und nur mit Übernachtung sinnvoll.
  • Kastellorizo: die östlichste griechische Insel, nur wenige Kilometer vor der türkischen Küste. Konventionelle Fähren brauchen drei bis fünf Stunden und fahren ganzjährig mehrmals pro Woche, in der Saison kommt ein- bis zweimal wöchentlich ein Katamaran mit gut zwei bis dreieinhalb Stunden dazu. Alternativ fliegt ein kleines Propellerflugzeug in rund 40 Minuten. Übernachtung einplanen.
  • Karpathos und Kasos: mit Blue Star in vier bis fünf Stunden nach Karpathos, teils mit Halt auf Chalki, rund sechs nach Kasos, in der Saison zwei- bis dreimal pro Woche, im Winter seltener. Beide Inseln haben auch Flugverbindungen nach Rhodos.
  • Kreta: auf derselben Linie weiter nach Sitia (rund acht Stunden) und Heraklion (rund elf Stunden), im Sommer etwa zweimal pro Woche, mit Ankunft spätabends oder nachts. Sinnvoll als Einbahnstraße mit Rückflug ab Heraklion.
  • Piräus: gut 15 bis 20 Stunden mit Zwischenstopps, meist als Nachtfahrt. Im Hochsommer bis zu zehn Abfahrten pro Woche, in den ruhigen Monaten zwei bis drei, Tickets ab etwa 45 bis 60 €. Mehr dazu im Artikel zur Anreise.
  • Marmaris und Fethiye (Türkei): nach Marmaris rund eine Stunde, nach Fethiye rund anderthalb Stunden mit dem Katamaran. In der Saison fast täglich, im Winter nur an wenigen Tagen. Der Reisepass ist faktisch Pflicht, der Ticketverkauf schließt meist am Vortag. Ablauf, Kosten und Zoll stehen im Artikel zum Ausflug nach Marmaris.

Sommer und Winter: was ganzjährig fährt

Die Grundregel lautet: Linienverkehr läuft ganzjährig, Ausflugsverkehr nicht. Was sich in den ruhigen Monaten, grob von Oktober oder November bis Mai, ändert (Stand Oktober 2026):

  • Ganzjährig, im Winter ausgedünnt: Symi und Kos (fast täglich), die Katamaran-Linie nach Kalymnos, Leros und Patmos, die großen Fähren nach Piräus, die Linie über Karpathos und Kasos nach Kreta, Kastellorizo sowie Tilos und Nisyros, diese dann oft nur zweimal pro Woche. Chalki ist ab Skala Kameirou etwa dreimal wöchentlich erreichbar.
  • Saisonal oder stark reduziert: Die Ausflugsboote am Mandraki fahren bis etwa Ende Oktober. Die zusätzlichen Katamarane nach Kastellorizo gibt es nur in der Saison. Nach Marmaris und Fethiye fahren im Winter nur wenige Boote pro Woche, ein Tagesausflug geht dann oft nicht auf.

Mit weniger Fahrten werden Tagesausflüge im Winter zur Ausnahme: Ob Hin- und Rückfahrt am selben Tag zusammenpassen, zeigt erst der aktuelle Winterfahrplan. Dazu kommt das Licht: Nach der Zeitumstellung am 25. Oktober 2026 geht die Sonne gegen 17:15 Uhr unter, im November vor 17 Uhr, und dunkel wird es rund eine halbe Stunde später. Die Türkei ist Rhodos ab dann bis Ende März eine Stunde voraus. Für entlegene Inseln wie Kastellorizo, Karpathos oder Kasos sind die kleinen Inlandsflüge im Winter oft die verlässlichere Wahl. Was sich auf Rhodos selbst ändert, beschreiben die Artikel zu Rhodos im Oktober und Rhodos im Winter.

Wind, Wetter und Ausfälle

In der Ägäis entscheidet das Wetter öfter über eine Überfahrt als der Fahrplan. Von Juni bis September weht der Meltemi aus Nord bis Nordwest, typischerweise nachmittags am stärksten und manchmal mehrere Tage am Stück. Im Herbst und Winter bringen Tiefdruckgebiete Stürme, die den Fährverkehr in der Ägäis auch einmal einen ganzen Tag lang stilllegen können.

Bei starkem Wind verhängt die Küstenwache Auslaufverbote. Für konventionelle Fähren gilt in der Regel Windstärke 8 als Grenze, schnelle Katamarane und kleine Boote bleiben je nach Zulassung schon früher im Hafen. Praktisch heißt das: Fällt der Katamaran aus, fährt die große Fähre am selben Tag oft trotzdem, allerdings nicht unbedingt zum selben Ziel und zur selben Zeit. Die Reedereien melden Änderungen auf ihren Websites; eine bei der Buchung hinterlegte Telefonnummer oder E-Mail-Adresse erleichtert die Benachrichtigung.

Bei einer Annullierung haben Passagiere nach der EU-Verordnung 1177/2010 die Wahl zwischen Erstattung des Tickets und der nächstmöglichen Beförderung. Hotelkosten und eine Entschädigung gibt es bei wetterbedingten Ausfällen dagegen nicht. Gegen Seekrankheit helfen ein Platz mittschiffs, der Blick auf den Horizont und ein rechtzeitig genommenes Mittel; mehr dazu im Artikel zu den Bootstouren. Wie sich Wind und Wetter über das Jahr verteilen, zeigt die Wetter- und Klimatabelle.

Keine Überfahrt am Tag vor dem Rückflug
Windbedingte Ausfälle sind in der Ägäis normal, besonders bei Katamaranen und kleinen Booten. Zwischen der letzten Überfahrt und dem Rückflug gehört mindestens ein Puffertag. Besser noch endet das Inselhopping auf der Insel mit dem Abflughafen, also auf Rhodos selbst, auf Kos oder auf Kreta.

Tickets, Ausweis und Gepäck

  • Buchen: online direkt auf den Seiten der Reedereien oder in den Agenturen am Hafen. Eine anbieterübergreifende Fahrplansuche bietet openseas.gr, das Reservierungssystem, an das die meisten griechischen Reedereien angeschlossen sind. Im Juli und August einige Tage bis Wochen vorher buchen, mit Auto oder Kabine noch früher; in den Randmonaten reicht Fußpassagieren oft der Vortag. Dodekanisos Seaways gewährt bei frühzeitiger Buchung häufig einen Frühbucherrabatt.
  • Ausweis: Fährtickets werden in Griechenland auf den Namen ausgestellt, beim Einsteigen kann der Ausweis kontrolliert werden. Innerhalb Griechenlands genügen Personalausweis oder Identitätskarte, Kinder brauchen ein eigenes Dokument. Für die Türkei gilt die Reisepass-Regel aus dem Marmaris-Artikel.
  • Pünktlich am Hafen: Dodekanisos Seaways bittet, eine Stunde vor Abfahrt am Hafen zu sein. Bei den großen Fähren ist das ebenfalls ein sicherer Wert, mit Fahrzeug erst recht. Schiffe kommen oft verspätet an und legen dann zügig wieder ab; der Platz am Kai ist deshalb wichtiger als der Platz im Café.
  • Gepäck: Koffer kommen auf den Katamaranen in einen Gepäckbereich am Eingang, auf den großen Fähren in eigene Gepäckräume oder Regale an Bord. Wasser, Medikamente und eine Jacke für die Klimaanlage gehören ins Handgepäck.
  • Mietwagen: Viele Mietverträge schließen die Mitnahme auf Fähren aus oder verlangen eine Genehmigung; vorher den Vertrag prüfen. Für Inselhopping mit Übernachtungen ist ein neuer Wagen auf der nächsten Insel meist einfacher. Mehr im Artikel zum Mietwagen.

Routenvorschläge fürs Inselhopping

Inselhopping ab Rhodos funktioniert am besten entlang einer Linie statt im Zickzack. Drei Varianten haben sich bewährt:

  • Eine Woche, die kleinen Inseln: Rhodos, Symi (zwei Nächte), Tilos (zwei Nächte), Nisyros (eine Nacht), Kos (zwei Nächte), Rückflug ab Kos oder per Katamaran zurück nach Rhodos. Der Engpass ist die Strecke Symi–Tilos–Nisyros, die nur an den Tagen der Katamaran-Variante und einzelner Fähren bedient wird. Die Route deshalb rückwärts von diesen Wochentagen aus planen.
  • Zehn Tage, die Nordroute: Rhodos, Kos, Kalymnos, Leros, Patmos, alles auf der fast täglichen Katamaran-Linie. Zurück geht es per Katamaran nach Rhodos oder ab Patmos mit der Nachtfähre nach Piräus und von Athen per Flug nach Hause.
  • Der Süden als Einbahnstraße: Rhodos, Chalki ab Skala Kameirou, weiter mit der großen Fähre nach Karpathos und von dort nach Sitia oder Heraklion auf Kreta, Rückflug ab Heraklion. Die Fähre fährt nur an zwei bis drei Tagen pro Woche, die Etappen sind lang, dafür sieht man eine sehr ruhige Ecke der Ägäis.

Als Faustregel gilt: pro Insel mindestens zwei Nächte, weil der Anreisetag durch Fahrplan und Hafenwege halb verloren geht. Ein Gabelflug, hin nach Rhodos und zurück ab Kos, Athen oder Heraklion, spart die doppelte Strecke. Die Sommerfahrpläne erscheinen meist erst im Frühjahr; vor der Flugbuchung lohnt deshalb ein Abgleich mit den Vorjahresfahrplänen der Reedereien. Für den Rhodos-Teil der Reise bietet der Plan Rhodos in 7 Tagen eine erprobte Route.

Quellen & Stand
Geprüft Oktober 2026. Linien, Schiffe und Fahrzeiten nach Dodekanisos Seaways (12ne.gr) und Blue Star Ferries (bluestarferries.com) sowie der Fahrplansuche openseas.gr, Frequenzen in Sommer und Winter als Größenordnung, plausibilisiert über mehrere Fährportale. Lage der Hafenbecken nach Hafen- und Betreiberangaben. Chalki, Symi, Kos, Marmaris und Piräus abgeglichen mit den eigenen Beiträgen; Piräus nach Blue Star (ab gut 15½ Stunden), Kos mit der konventionellen Fähre angeglichen an den Vergleich Rhodos oder Kos; Busverbindung nach dem Sommerfahrplan 2026. Auslaufverbote nach Praxis der griechischen Küstenwache, Passagierrechte nach Verordnung (EU) Nr. 1177/2010. Fahrpläne, Anleger und Preise ändern sich saisonal; vor der Reise direkt beim Betreiber prüfen.

Häufige Fragen

Von welchem Hafen fahren die Fähren in Rhodos-Stadt ab?
Das hängt vom Schiff ab. Die großen Fähren, etwa von Blue Star Ferries nach Piräus, Kos, Karpathos und Kreta, legen im Hafen Akandia südöstlich der Altstadt an. Die Schnellkatamarane und kleinen Inselschiffe zu den Dodekanes-Inseln starten am Kolona-Hafen vor der nördlichen Altstadtmauer, die Katamarane in die Türkei am internationalen Terminal auf dessen Ostseite. Am Mandraki liegen nur die Ausflugsboote. Maßgeblich ist der Anleger auf dem Ticket.
Welche Inseln lassen sich ab Rhodos als Tagesausflug besuchen?
Verlässlich nur Symi, das ganzjährig angefahren wird, und im Sommer Chalki, vor allem ab Skala Kameirou an der Westküste. Dazu kommt Marmaris in der Türkei mit Reisepass und Anmeldung am Vortag. Kos geht an Katamaran-Tagen rein rechnerisch, lohnt sich bei vier bis fünf Stunden Fahrt für wenige Stunden vor Ort aber kaum. Tilos, Nisyros, Patmos, Karpathos und Kastellorizo verlangen mindestens eine Übernachtung.
Fahren die Fähren ab Rhodos auch im Winter?
Ja, der Linienverkehr läuft ganzjährig, nur deutlich seltener. Symi und Kos werden auch im Winter fast täglich bedient, Kalymnos, Leros, Patmos, Piräus, Kastellorizo und die Linie über Karpathos nach Kreta mehrmals pro Woche, Tilos und Nisyros oft nur zweimal. Die Ausflugsboote fahren bis etwa Ende Oktober, die Türkei-Verbindungen im Winter nur an wenigen Tagen (Stand Oktober 2026).
Braucht man auf griechischen Fähren einen Ausweis?
Ja. Fährtickets in Griechenland werden auf den Namen ausgestellt, und beim Einsteigen kann der Ausweis kontrolliert werden. Für innergriechische Strecken genügen Personalausweis oder Identitätskarte, Kinder brauchen ein eigenes Dokument. Für Marmaris und Fethiye in der Türkei ist der Reisepass faktisch Pflicht, weil die Reedereien die Passnummer vorab für die Passagierliste verlangen.
Was passiert, wenn die Fähre wegen Wind ausfällt?
Bei Annullierung haben Passagiere nach der EU-Verordnung 1177/2010 die Wahl zwischen Erstattung des Tickets und Beförderung mit der nächsten möglichen Verbindung. Bei wetterbedingten Ausfällen entfallen allerdings Hotelkosten und Entschädigung. Deshalb gehört zwischen letzte Überfahrt und Rückflug mindestens ein Puffertag.
Wie früh sollte man Fährtickets buchen?
Im Juli und August einige Tage bis Wochen im Voraus, mit Auto oder Kabine noch früher. In den Randmonaten reicht für Fußpassagiere oft der Vortag. Dodekanisos Seaways gewährt bei frühzeitiger Buchung häufig einen Frühbucherrabatt. Die Sommerfahrpläne erscheinen meist erst im Frühjahr, deshalb lohnt sich bei fest geplantem Inselhopping ein Abgleich vor der Flugbuchung.