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Reisetipps

Rhodos im September — warmes Meer, volle Saison, weniger Trubel

Der September verbindet, was sonst nicht zusammengeht: das wärmste Meer des Jahres, gleichauf mit dem August, laufende Saison und ab Monatsmitte spürbar mehr Ruhe bei sinkenden Preisen. Was der Monat kann, was sich in seinem Verlauf ändert, welche Termine anstehen und für wen er trotzdem nicht die erste Wahl ist.

12 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 4. Oktober 2026

Einen Monat, den man auf Rhodos kaum falsch machen kann, gibt es: den September. Das Meer hat die Wärme des ganzen Sommers gespeichert und liegt, gleichauf mit dem August, auf dem Jahreshöchststand. Die Luft verliert die Härte des Hochsommers, Strandbars, Boote und Tavernen laufen weiter, und sobald die letzten deutschen Sommerferien vorbei sind, leert sich die Insel Woche für Woche, während die Preise nachgeben.

Dieser Beitrag folgt dem Monat vom hochsommerlichen Start über das Wasser auf Jahreshöchststand bis zu den Einschnitten ab Monatsmitte, wenn die Busse seltener fahren und die Akropolis von Lindos früher schließt. Dazu kommen die Termine des Monats und der Vergleich mit Juli/August und Oktober. Die Einordnung ins ganze Jahr liefert der Überblick zu den Reisezeiten des Jahres.

Wetter: 29 Grad zum Start, 26 zum Schluss

In der ersten Monatshälfte ist der Hochsommer noch kaum abgeklungen: Tageshöchstwerte um 28 bis 29 °C, Nächte um 21 bis 22 °C, praktisch ungetrübter Sonnenschein. Bis in den frühen Abend bleibt es hochsommerlich warm, und die Mittagssonne verdient weiterhin Respekt. In der zweiten Monatshälfte geht es sanft bergab: Tagsüber sind es dann eher 26 bis 27 °C, nachts 20 bis 21 °C, eine Wärme, bei der ein Stadtbummel durch die Altstadt von Rhodos auch mittags funktioniert.

Regen bleibt die große Ausnahme. Je nach Datenreihe werden für den September ein bis drei Regentage und rund 15 bis 30 mm Niederschlag genannt, fast ausschließlich in der letzten Monatsdekade und meist als kurzer Schauer, nicht als Dauerregen. Die Sonne scheint rund neun bis zehn Stunden am Tag. Das sind gerundete langjährige Mittel, keine Vorhersage für die konkrete Reisewoche; einzelne Jahre weichen nach oben wie unten ab. Alle Monate im Vergleich stehen in der Klimatabelle für Rhodos.

Der zweite große Unterschied zum Hochsommer ist der Wind. Der Meltemi, der trockene Nord- bis Nordwestwind der Ägäis, weht von Juni bis September und erreicht seine Spitzen im Juli und August. Im September ist er bereits deutlich schwächer und flaut zum Monatsende in der Regel weiter ab; windige Tage bleiben möglich, erreichen aber selten noch die Stärken des Hochsommers. Für Bootsausflüge und die exponierte Westküste rund um Ixia werden ruhigere Tage damit wahrscheinlicher. Surfer und Kiter in Prasonisi, wo auf der Wellenseite im Westen gekitet wird, finden in der ersten Septemberhälfte die verlässlicheren Bedingungen; gegen Monatsende wird der Wind launischer.

Baden: das Meer steht auf dem Jahreshöchststand

Das ist das Hauptargument für den Monat, und es wird oft unterschätzt: Das Meer rund um Rhodos ist im September mindestens so warm wie im August. Wasser speichert Wärme träge und gibt sie verzögert wieder ab. Deshalb folgt die Wassertemperatur der Luft mit rund vier bis sechs Wochen Abstand und bleibt auf ihrem Jahresmaximum, während die Lufttemperatur schon sinkt. Gängige Datenreihen nennen für den September rund 25 bis 26 °C im Monatsmittel, an geschützten Ostküstenbuchten teils etwas mehr.

Baden ist damit den ganzen Monat über uneingeschränkt komfortabel, vom frühen Morgen bis nach Sonnenuntergang und ohne den kurzen Kälteschock beim Hineingehen, den man im Juni noch kennt. Familien finden im September die freundlichsten Wassertemperaturen des Jahres; Hinweise dazu stehen im Beitrag Rhodos mit Kindern.

Bei der Strandwahl bleibt die volle Auswahl. Die großen Ostküstenstrände wie Tsambika, Afandou oder der Abschnitt vor Lardos laufen mit Liegen, Schirmen, Strandbars und Duschen, bieten aber Woche für Woche mehr Platz. Ruhiger geht es an den kleineren Buchten zu: Stegna unterhalb von Archangelos oder Glystra im Südosten sind im September oft angenehm leer, und die Tavernen dort haben noch geöffnet. An 28 Abschnitten der Insel weht 2026 die Blaue Flagge. Zum Monatsende läuft allerdings die Rettungsschwimmer-Pflicht aus: Sie gilt an organisierten Stränden nur bis 30. September, danach bleiben die Türme meist leer.

Auch zum Schnorcheln und Tauchen ist der September die beste Zeit des Jahres: warmes, klares Wasser, gute Sicht und weniger Betrieb in den Buchten. Die Anthony-Quinn-Bucht ist dafür das bekannteste Ziel; Spots und Ausrüstungsfragen stehen im Beitrag Schnorcheln & Wassersport, Basen und Reviere unter Tauchen auf Rhodos. Die Wassersportstationen an den großen Stränden haben im September durchgehend geöffnet und bauen erst im Oktober ab. Surfbretter, SUPs, Jetski und Bananenboote gibt es also noch überall.

Andrang und Preise: nach den Sommerferien kippt die Saison

Anfang September ist auf Rhodos noch Hochsaison. In mehreren deutschen Bundesländern laufen die Sommerferien bis in die erste oder zweite Septemberwoche hinein, dazu kommen niederländische, britische und skandinavische Reisende. Flüge und Hotels kosten entsprechend, die großen Strände sind familiengeprägt, und in den gefragten Tavernen von Lindos oder Pefkos ist ein Tisch ohne Reservierung nicht garantiert.

Ab Mitte September dreht sich das Bild spürbar: Die Ferien sind überall vorbei, die Familien fahren nach Hause, und es bleiben Paare, ältere Reisende und Ruhesuchende. Strände, an denen Anfang des Monats jede Liege belegt war, haben plötzlich freie Reihen; die Warteschlange am Aufstieg zur Akropolis von Lindos löst sich auf. Bei freier Terminwahl spricht deshalb viel für die zweite Monatshälfte: fast dasselbe Wetter, wärmeres Meer als im Juni, deutlich weniger Kosten und Gedränge.

Feste Preisangaben wären unseriös, denn die Spannen ändern sich jedes Jahr und hängen stark von Abflughafen und Vorlauf ab. Als Faustregel liegt die zweite Septemberhälfte klar unter August-Niveau, aber noch über dem Oktober; gespart wird also, nur weniger als im Herbst. Ansatzpunkte zum Sparen sammelt der Beitrag Rhodos mit kleinem Budget, die Wahl des Standorts erleichtert Wo auf Rhodos übernachten.

Was sich im Lauf des Septembers ändert
1. September: Die Akropolis von Lindos schließt um 19:30 statt um 20 Uhr. 10. September: Der KTEL-Sommerfahrplan 2026 endete (Linie 40 nach Faliraki am 15. September), seither fahren weniger Kurse. 16. September: Lindos verkürzt erneut, Schluss ist dann um 19 Uhr. 25. September: Das Tal der Schmetterlinge senkte den Eintritt 2026 wegen des frühen Falterabzugs auf 3 €. 30. September: Letzter Tag der Rettungsschwimmer-Pflicht und des Sommerplans der Flughafenlinie nach Faliraki; der KTEL-Übergangsplan für den 1. bis 15. Oktober 2026 führt diese Saisonlinie allerdings weiter.

Öffnungszeiten: Lindos schließt im September stufenweise früher

Ab dem 1. September schließt die Akropolis von Lindos (20 €) um 19:30 statt um 20 Uhr, ab dem 16. September um 19 Uhr. Der letzte Einlass ist jeweils 20 Minuten vorher, und für den Aufstieg durch das Dorf kommen 15 bis 20 Minuten hinzu. Großmeisterpalast und Archäologisches Museum in Rhodos-Stadt behalten ihre Sommerzeiten von 8 bis 20 Uhr bis Ende Oktober; die weiteren Kürzungen in Lindos und die Winterzeiten ab 1. November stehen im Beitrag Rhodos im Oktober.

Termine im September: Wallfahrt, freier Eintritt, Weinlese

Drei Termine im September sind für Urlauber konkret von Bedeutung.

  • 8. September: Wallfahrt zum Kloster Tsambika. Das Fest der Geburt Marias ist der wichtigste religiöse Termin der Ostküste. Gläubige aus der ganzen Insel steigen die rund 300 Stufen zum Kloster hinauf, viele davon barfuß als Gelübde; die Ikone gilt als kinderwundertätig, weshalb besonders Paare mit Kinderwunsch anreisen. Rund um den Termin gibt es in Archangelos Tanz, Musik und Essen. Der Besuch ist frei, Parkplätze sind an diesem Tag knapp; für die Aussicht allein ist ein anderer Tag die bessere Wahl.
  • Letztes Septemberwochenende: freier Eintritt. Zu den European Heritage Days öffnen die staatlichen Museen und archäologischen Stätten Griechenlands an diesem Wochenende kostenlos. Auf Rhodos sind dann Akropolis von Lindos, Großmeisterpalast, Archäologisches Museum und Filerimos gratis zugänglich, ein Programm, das sonst 60 € pro Person kostet. Entsprechend voll wird es, ein früher Start zahlt sich aus.
  • Weinlese in Embonas. Im Weindorf am Fuß des Attavyros wird zwischen August und September geerntet. Die Kellereien arbeiten dann sichtbar, die Verkostungsräume sind offen, und traditionell feiert das Dorf das Ende der Lese mit einem Weinfest. Termin und Ablauf wechseln von Jahr zu Jahr und stehen oft erst kurzfristig fest; Auskunft gibt es vor Ort oder beim Vermieter.

Was im September noch läuft und was endet

Bis zum Monatsende läuft fast alles weiter: Sämtliche Sehenswürdigkeiten sind geöffnet, in den reinen Badeorten haben Hotels und Tavernen noch auf, und die Ausflugsboote zu den Nachbarinseln fahren zuverlässig, nach Symi ebenso wie auf der ruhigeren Route nach Chalki. Mit abflauendem Meltemi wird die Überfahrt im Monatsverlauf angenehmer.

Bei den Überlandbussen ist der September dagegen ein Übergangsmonat. Der KTEL-Sommerfahrplan 2026 endete am 10. September, seither wird ausgedünnt. Die Direktlinie vom Flughafen nach Faliraki (3,50 €, etwa stündlich) ist eine Saisonlinie: Ihr Sommerplan lief bis 30. September, der Übergangsplan für den 1. bis 15. Oktober 2026 führt sie weiter. Die Hauptstrecke Rhodos–Lindos (6,00 €) bleibt gut bedient, Strand- und Saisonlinien werden unzuverlässig. Im Winter (zuletzt ab Anfang November bis Mitte April) fahren deutlich weniger Kurse. Die aktuellen Abfahrten hängen am Busbahnhof aus und stehen auf der KTEL-Website.

Früher als gewohnt endete 2026 die Falterzeit im Tal der Schmetterlinge. Normalerweise halten sich die Falter des Russischen Bären etwa von Mitte Juni bis Mitte September in der Schlucht, sodass Anfang September noch ein guter Besuchszeitpunkt ist. Nach anhaltender Hitze und Trockenheit zogen sie 2026 jedoch mehrere Wochen früher ab, und der Betreiber senkte den Eintritt schon am 25. September vom Hochsaisonpreis 6 € auf 3 €, statt wie üblich zum 1. Oktober. Als schattige Schlucht mit Bachlauf und Holzstegen bleibt das Tal bis 31. Oktober ein angenehmes Ziel für warme Nachmittage; ab 1. November ist Winterpause.

Aktivitäten: Wandern wird gegen Monatsende wieder machbar

Wandern. In der ersten Septemberhälfte bleibt jede längere Tour ins Inselinnere eine Hitzefrage: Bei 29 °C und wenig Schatten ist das kein Vergnügen. Ab etwa Monatsmitte kippt das: Touren auf den Attavyros, ins Tal der Sieben Quellen oder rund um Salakos funktionieren mit frühem Start wieder gut. Die Landschaft ist allerdings noch sommerbraun; grün wird sie erst nach den ersten Herbstregen. Seit dem 20. August läuft außerdem die Jagdsaison, im Bergland sind vor allem an Wochenenden Jäger mit Hunden unterwegs; im Wildschutzgebiet am Profitis Ilias ist die Jagd verboten. Routen und Ausrüstung stehen im Beitrag Wandern auf Rhodos.

Rundreise mit dem Mietwagen. Der September ist ein guter Monat für eine Inselrunde: Die Straßen leeren sich ab Monatsmitte, Parkplätze an Stränden und Ausgrabungen werden frei, und die Mietwagenpreise geben nach den Ferien nach. Eine bewährte Aufteilung zeigt die Sieben-Tage-Route. Für den Süden um Gennadi, Lachania und Plimmiri ist der eigene Wagen ohnehin am flexibelsten, zumal die Busse nach dem Ende des Sommerfahrplans seltener fahren.

Sightseeing und Kultur. Weil die 35-Grad-Tage des Hochsommers seltener werden, funktionieren Besichtigungen wieder auch außerhalb der frühen Morgenstunden. Die Akropolis von Rhodos auf dem Monte Smith, Kamiros oder die Burg von Kritinia lassen sich am späten Nachmittag entspannt erkunden, im schönsten Licht des Tages und an der Westküste mit Sonnenuntergang über dem Meer.

September, August oder Oktober? Der direkte Vergleich

Gegenüber Juli und August gewinnt der September fast auf ganzer Linie: ebenso warmes Meer, weniger Hitze an Land, schwächerer Meltemi, ab Monatsmitte weniger Menschen und niedrigere Preise. Der Hochsommer hat nur wenige echte Vorteile: die absolute Wetterverlässlichkeit ohne jedes Regenrisiko, den dichten Busfahrplan und das volle Nachtleben in Faliraki, das im September zwar noch läuft, gegen Monatsende aber ausdünnt. Eine Reise in den Sommerferien bietet also fast dasselbe, nur deutlich teurer.

Gegenüber dem Oktober ist die Rechnung differenzierter. Der Oktober bringt mehr Ruhe, niedrigere Preise und die besseren Wanderbedingungen, dafür fällt das Meer auf rund 23 °C, die Tage werden kürzer, einzelne Regentage gehören dazu, und ab Monatsmitte beginnt das gestaffelte Saisonende in Orten wie Kiotari und Pefkos. Der September ist damit der letzte Monat des Jahres, in dem man auf Rhodos kaum auf etwas verzichten muss.

Für wen der September passt und für wen weniger

Am meisten gewinnen Badeurlauber: das wärmste Meer des Jahres, dazu Liegen und Strandbars in vollem Betrieb. Familien außerhalb der Ferienzeiten erleben ab Monatsmitte einen der entspanntesten Strandmonate überhaupt, mit warmem, flachem Wasser und freien Liegen. Für Paare sprechen laue Abende und freie Tische, ohne dass schon Saisonende-Stimmung aufkäme. Ausflügler finden fast das volle Bootsprogramm bei nachlassender Hitze, Schnorchler und Taucher die beste Kombination aus Wassertemperatur und Sicht, die das Jahr hergibt.

Weniger geeignet ist der Monat in drei Fällen. Ein blühendes, grünes Rhodos zeigt sich im April und Mai, im September ist die Insel ausgedörrt und sommerbraun. Für lange Bergtouren ist der Oktober angenehmer. Und bei knappem Budget ohne Ferienbindung bietet der Oktober fast dasselbe Wetter für weniger Geld. Ansonsten hat der September kaum Schwächen, und genau deshalb ist er längst kein Geheimtipp mehr.

Quellen & Stand
Geprüft September 2026. Klima: langjährige Mittelwerte nach wetter.de und klimatabelle.info, gerundet; Anfang September rund 28–29 °C am Tag, gegen Monatsende rund 26 °C, nachts 20–22 °C, neun bis zehn Sonnenstunden, ein bis drei Regentage. Die Wassertemperatur streut je nach Datenreihe zwischen 25 und 27 °C, August und September gelten als wärmste Meeresmonate. Staatliche Stätten: Kulturministerium (odysseus.culture.gr), Akropolis Lindos ab 1. September bis 19:30 Uhr und ab 16. September bis 19 Uhr (geprüft Oktober 2026), Einlassschluss 20 Minuten vorher; freier Eintritt am letzten Septemberwochenende (European Heritage Days). Busse: KTEL-Sommerfahrplan 2026 vom 6. Juli bis 10. September, Tarif Rhodos–Lindos 6,00 € (ktelrodou.gr); Flughafenlinie nach Faliraki im Sommerplan bis 30. September, im Übergangsplan 1.–15. Oktober 2026 weiter aufgeführt (geprüft Oktober 2026). Preissenkung im Tal der Schmetterlinge am 25. September 2026 nach Betreiber D.E.R.M.A.E. und griechischen Medien (u. a. flash.gr, topontiki.gr). Rettungsschwimmer-Pflicht 1. Juni bis 30. September. Blaue Flagge 2026: 28 ausgezeichnete Abschnitte auf Rhodos. Wallfahrt zum Kloster Tsambika am 8. September (Mariä Geburt); das Weinfest in Embonas hat keinen festen Termin. Jagdsaison 2026/27 ab 20. August laut dimokratiki.gr. Preise und Schließtermine vor der Buchung erneut prüfen.

Häufige Fragen

Ist das Meer im September auf Rhodos noch warm?
Es steht auf dem Jahreshöchststand. Weil Wasser Wärme träge speichert und der Lufttemperatur mit vier bis sechs Wochen Verzögerung folgt, hält das Meer sein Jahresmaximum bis in den September; gängige Datenreihen nennen 25 bis 26 °C im Monatsmittel, teils mehr. Baden ist den ganzen Monat über uneingeschränkt komfortabel, auch früh morgens und nach Sonnenuntergang.
Wie voll ist Rhodos im September?
Das hängt stark von der Monatshälfte ab. Anfang September laufen in mehreren deutschen Bundesländern noch die Sommerferien, dann herrscht Hochsaison mit vollen Stränden und entsprechenden Preisen. Ab Mitte des Monats leert sich die Insel spürbar: freie Liegen, kürzere Schlangen am Aufstieg zur Akropolis von Lindos, Tische in guten Tavernen auch ohne Reservierung. Bei freier Terminwahl ist die zweite Monatshälfte die bessere Wahl.
Gibt es im September noch Schmetterlinge im Tal der Schmetterlinge?
In normalen Jahren Anfang September noch, gegen Monatsende kaum. Üblicherweise sind die Falter etwa von Mitte Juni bis Mitte September im Tal. 2026 zogen sie wegen anhaltender Hitze und Trockenheit mehrere Wochen früher ab; der Betreiber senkte den Eintritt deshalb schon am 25. September vom Hochsaisonpreis 6 € auf 3 €. Geöffnet ist das Tal bis 31. Oktober, ab 1. November ist Winterpause.
Weht im September noch der Meltemi?
Ja, aber deutlich schwächer als im Hochsommer. Der Meltemi weht von Juni bis September und hat seine Spitzen im Juli und August; im September flaut er allmählich ab und erreicht gegen Monatsmitte und -ende selten noch die Sommerstärken. Bootsausflüge und die exponierte Westküste werden dadurch ruhiger. Für Surfer und Kiter in Prasonisi ist umgekehrt die erste Monatshälfte die verlässlichere Zeit.
Ändern sich im September die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten?
In Lindos ja. Ab dem 1. September schließt die Akropolis von Lindos um 19:30 statt um 20 Uhr, ab dem 16. September um 19 Uhr; der letzte Einlass ist jeweils 20 Minuten vorher, und der Aufstieg durch das Dorf dauert zusätzlich 15 bis 20 Minuten. Großmeisterpalast und Archäologisches Museum in Rhodos-Stadt bleiben bis Ende Oktober bei 8 bis 20 Uhr. Die Winterzeiten gelten ab 1. November.
Gibt es im September freien Eintritt in Museen und Ausgrabungen?
Ja, am letzten Septemberwochenende. Zu den European Heritage Days sind die staatlichen Museen und archäologischen Stätten Griechenlands dann kostenlos zugänglich, auf Rhodos unter anderem die Akropolis von Lindos, der Großmeisterpalast, das Archäologische Museum und Filerimos. Entsprechend voll wird es, ein früher Start zahlt sich aus. Der nächste freie Tag folgt am 28. Oktober, dem Ochi-Tag.