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Reisetipps

Rhodos im September — warmes Meer, volle Saison, weniger Trubel

Der September verbindet, was sonst nicht zusammengeht: das wärmste Meer des Jahres, komplette Saison-Infrastruktur und ab Monatsmitte spürbar mehr Ruhe und sinkende Preise. Warum der Monat für fast alle funktioniert — und wo seine Grenzen liegen.

7 Min. LesezeitAktualisiert 8. Juni 2026

Wenn es einen Monat gibt, den man auf Rhodos kaum falsch machen kann, dann ist es der September. Das Meer hat den ganzen Sommer gespeichert und ist jetzt am wärmsten, die Luft verliert die Härte des Hochsommers, die komplette Saison-Infrastruktur läuft — und ab Mitte des Monats leert sich die Insel spürbar, während die Preise nachgeben. Ehrlicherweise muss man sagen: Der September hat kaum Schwächen, und genau deshalb ist er kein Geheimtipp mehr. Wie er sich in die Reisezeiten des Jahres einordnet und was konkret zu beachten ist, hier im Überblick.

Wetter im September: Sommer ohne Spitzen

Tagsüber liegen die Temperaturen meist zwischen 27 und 30 °C — Anfang September noch hochsommerlich, gegen Monatsende spürbar milder. Das sind gerundete langjährige Erfahrungswerte; einzelne Jahre weichen nach oben wie unten ab. Regen bleibt die große Ausnahme: Typisch sind null bis zwei Regentage im ganzen Monat, die Sonne scheint rund zehn Stunden am Tag. Die brutalen 35-Grad-Tage des Juli und August werden selten — Besichtigungen funktionieren wieder auch um die Mittagszeit. Alle Werte im Jahresvergleich stehen in der Klimatabelle für Rhodos.

Auch der Meltemi, der trockene Nordwind der Ägäis, flaut im September allmählich ab. Die Westküste wird ruhiger, Bootsausflüge angenehmer — wer dagegen gezielt zum Surfen nach Prasonisi fährt, findet Anfang September meist noch verlässlichen Wind, gegen Monatsende wird er launischer.

Baden: das wärmste Meer des Jahres

Das ist das Kernargument: Mit rund 25 °C — nur knapp unter dem August-Spitzenwert — ist das Meer im September nahe seinem Jahresmaximum und deutlich wärmer als im Juni. Das Wasser hat den ganzen Sommer gespeichert und gibt die Wärme nur langsam wieder ab; Baden ist den ganzen Monat über uneingeschränkt komfortabel, vom frühen Morgen bis nach Sonnenuntergang.

Strände wie Tsambika bieten im September die volle Infrastruktur — Liegen, Schirme, Strandbars, alles in Betrieb —, aber Woche für Woche mit mehr Platz. Auch zum Schnorcheln ist es die beste Zeit des Jahres: warmes, klares Wasser und weniger Betrieb in den Buchten; die besten Spots stehen im Beitrag Schnorcheln & Wassersport.

Ausflüge und Aktivitäten: alles geht noch

Anders als im Oktober muss man im September nichts abwägen: Ausflugsboote fahren im vollen Takt, die Buslinien laufen im Saisonfahrplan, alle Sehenswürdigkeiten und Tavernen sind in Betrieb. Lindos und der Aufstieg zur Akropolis sind ab Mitte des Monats deutlich entspannter als im August — auch wenn die Mittagssonne Anfang September noch Respekt verdient. Wanderungen ins Inselinnere bleiben in der ersten Monatshälfte eine Hitzefrage und werden erst gegen Ende September wirklich angenehm; mehr dazu im Beitrag Wandern auf Rhodos.

Eine September-Besonderheit ist die Weinlese: Rund um Embonas, das Weindorf am Attavyros, wird in diesen Wochen geerntet, und traditionell feiert das Dorf das Ende der Lese mit einem Weinfest — Termin und Ablauf variieren von Jahr zu Jahr, vor Ort oder beim Vermieter nachfragen. Wer den Inselwein dort probiert, wo er wächst, erwischt im September die lebendigste Zeit des Jahres.

Preise und Andrang: ab Monatsmitte kippt die Saison

Anfang September ist auf Rhodos noch Hochsaison — die Schulferien in Teilen Europas laufen aus, Flüge und Hotels kosten entsprechend. Ab Mitte, spätestens Ende September geben die Preise dann spürbar nach, und die Nachsaison-Stimmung setzt ein: weniger Familien, mehr Paare und Ruhesuchende, freie Tische auch in den gefragten Tavernen. Wer flexibel ist, legt die Reise in die zweite Monatshälfte — gleiches Wetter, gleiches Meer, weniger Geld.

Konkrete Preisversprechen verbieten sich — die Spannen ändern sich von Jahr zu Jahr und hängen stark von Abflughafen und Vorlauf ab. Als Faustregel gilt: Die zweite Septemberhälfte liegt deutlich unter August-Niveau, aber noch über dem Oktober. Spartricks für die Nebensaison-Ränder stehen im Beitrag Rhodos mit kleinem Budget.

Für wen der September ideal ist

Die ehrliche Antwort: für fast alle. Badeurlauber bekommen das wärmste Meer des Jahres bei voller Strand-Infrastruktur. Familien außerhalb der Ferienzeiten bekommen ab Monatsmitte einen der entspanntesten Strandmonate überhaupt. Paare bekommen warme Abende, freie Tische und Nachsaison-Gelassenheit. Aktive und Ausflügler bekommen den vollen Boots- und Bustakt bei nachlassender Hitze. Nur zwei Gruppen fahren besser zu anderen Zeiten: Wer das blühende, grüne Rhodos sucht, findet es im Mai — im September ist die Insel sommerbraun. Und wer maximale Ruhe vor maximale Wasserwärme stellt, wartet auf den Oktober.

Apropos: Wie viel Restwärme der Herbst noch hat, zeigt der Vergleich — im Oktober hält sich das Meer noch bei rund 23 °C, die Luft fällt auf 20 bis 26 °C, und die Saison läuft sichtbar aus. Der September ist der letzte Monat, in dem man auf Rhodos auf nichts verzichten muss.