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Blick vom Filerimos-Hügel über die Pinienwälder von Ialyssos zum Meer
Ort · Norden

Ialyssos

Eine der drei dorischen Stadtgründungen der Antike — heute ein ruhiger, grüner Vorort von Rhodos-Stadt mit dem Klosterberg Filerimos als stillem Wahrzeichen.

Ialyssos war in der Antike eine der drei dorischen Stadtstaaten von Rhodos — neben Lindos und Kamiros. Als die drei Polis im 5. Jahrhundert v. Chr. die Stadt Rhodos gründeten, verlor Ialyssos seine politische Bedeutung, blieb aber besiedelt und wurde später zum Klosterstandort: Auf dem Filerimos-Hügel oberhalb der heutigen Siedlung wurde über antike Tempelreste hinweg eine byzantinische Klosteranlage errichtet.

Was es heute ist

Ialyssos heute ist vor allem ein wachsender Vorort von Rhodos-Stadt — entlang der Westküste in Pinienwäldern verstreut, mit langem Kiesstrand zur Ägäis. Die Lage am Wind macht den Strand zum bekanntesten Wassersport-Spot der Insel: Windsurf- und Kitesurf-Schulen reihen sich hier kilometerweit. Der eigentliche „Ortskern" ist verteilt — wer Ialyssos besucht, fährt meist gezielt zum Filerimos hoch.

Anreise

Der Stadtbus aus Rhodos-Stadt fährt mehrmals pro Stunde nach Ialyssos und in die Wassersport-Zone Ixia. Mit dem Auto über die Westküstenstraße in 15 Minuten von der Altstadt erreichbar. Der Flughafen Diagoras liegt unmittelbar südlich — viele Hotels in Ialyssos sind auch auf An- und Abreisetage zugeschnitten.

Wassersport

Die Ixia-Bucht zwischen Ialyssos und Rhodos-Stadt gilt als einer der konstantesten Windsurf- und Kitesurf-Spots der Ägäis. Der vorherrschende Meltemi-Wind aus Nordwest weht hier von Mai bis September fast täglich mit 4 – 6 Beaufort, das Meer ist offen, der Strand grobkiesig. Mehrere etablierte Schulen entlang der Strandstraße bieten Kurse für alle Niveaus — Material verleihen sie tageweise oder wochenweise.

Filerimos und antike Reste

Auf dem Filerimos-Hügel oberhalb des Dorfes sind die Fundamente eines hellenistischen Athena-Tempels, eine frühchristliche Taufkapelle, das wieder aufgebaute Klausurkloster und ein Kreuzweg zu sehen — Details auf der eigenen Sehenswürdigkeiten-Seite. Im Dorf selbst sind die antiken Reste sehr spärlich und kaum besucht; die Drimisia-Quelle am Hangfuß ist seit der Antike in Gebrauch und wurde von den Italienern im klassizistischen Stil gefasst.

Essen und Trinken

Entlang der Strandstraße und in den Hotelzonen viele internationale Restaurants und Pauschal-Tavernen. Bessere Adressen liegen im alten Ortskern (rund um die Hauptkirche) und in Kremasti wenige Kilometer westlich — kleine Familientavernen mit fairer Karte. Klassische Spezialität der Gegend: gegrillter Sardinen-Spieß und der lokale Käse Sitaka.