Der Attavyros ist der höchste Berg der Insel — ein kahler, fast baumloser Kalkstockfelsen, der sich aus dem bewaldeten Westen wie eine eigene Landschaft heraushebt. Auf seinem Gipfel stand in der Antike ein Heiligtum des Zeus Atabyrios; Reste der Mauern sind noch sichtbar. Heute steht dort die kleine weiße Kapelle Profitis Ilias, die dem Berg in seiner christlichen Lesart den Namen gibt.
Der Aufstieg
Startpunkt ist Embonas — vom oberen Dorfrand führt ein markierter Pfad in etwa zwei bis zweieinhalb Stunden auf den Gipfel. Der Weg ist steinig, ohne nennenswerten Schatten und nicht schwierig im klassischen Sinn, aber konditionell fordernd. Der Höhenunterschied beträgt rund 600 Meter. Festes Schuhwerk ist Pflicht; an heißen Tagen reichen zwei Liter Wasser pro Person knapp.
Was man oben sieht
Bei klarer Sicht reicht der Blick im Süden bis Karpathos, im Norden bis zur türkischen Küste, im Westen über die Ägäis. Das Antike Kamiros liegt erkennbar tief unten an der Westküste — von oben wird die geographische Logik der drei dorischen Stadtgründungen plötzlich räumlich nachvollziehbar.
Anreise nach Embonas
Mit dem Mietwagen über die Bergstraße — von Rhodos-Stadt etwa 1,5 Stunden, von der Westküste deutlich kürzer. Im Dorf Parkplatz nahe der Hauptstraße; der Zugang zum Pfad ist beschildert. Bus-Verbindungen nach Embonas existieren, sind aber selten und für eine Tageswanderung kaum praktikabel.
Das Weindorf am Fuß des Attavyros — ein Bergort, der für seine Tavernen und seine Weingüter bekannt ist und zugleich der Ausgangspunkt für die höchste Wanderung der Insel ist.




