Ladiko liegt unmittelbar neben der berühmten Anthony-Quinn-Bucht — gleiche rotbraune Felslandschaft mit Pinien, gleicher Abzweig von der Küstenstraße südlich von Faliraki. Genau genommen ist Ladiko eine kleine Doppelbucht in Hufeisenform: ein Hauptstrand mit Sand-Kies-Mix und eine zweite, felsigere Ecke daneben. Weil der große Name nebenan die Tagesausflügler anzieht, ist Ladiko der ruhigere Zwilling — meistens.
Charakter
Die Bucht ist klein und gut geschützt, das Wasser glasklar und auch bei Wind meist ruhig — die Ostküste liegt im Windschatten des Meltemi. Der Einstieg über den Sand-Kies-Mix ist deutlich bequemer als das Felsgeklettere in der Nachbarbucht, Badeschuhe sind trotzdem angenehm. An den Felsrändern links und rechts liegen die besten Schnorchel-Ecken: Brassen, Lippfische, mit etwas Glück ein Octopus. In der Saison ist die Bucht organisiert — Liegen, Schirme und eine kleine Taverne für Salat und kalte Getränke.
Familien — geeignet, mit Einschränkung
Für Familien funktioniert Ladiko besser als die Anthony-Quinn-Bucht: Der Einstieg ist sanfter, das Wasser geschützt und übersichtlich. Zwei ehrliche Einschränkungen bleiben: Das Wasser wird bald tief, und Platz zum Spielen oder Ausweichen gibt es auf dem schmalen Streifen nicht. Mit Badeschuhen, Schwimmhilfen und einem frühen Start ist es ein schöner Familienvormittag — was sonst am Strand gilt, steht im Beitrag zu den Strandregeln.
Anfahrt
Rund 16 Kilometer südlich von Rhodos-Stadt, kurz hinter Faliraki an der Beschilderung Richtung Ladiko abbiegen — derselbe Abzweig führt auch zur Anthony-Quinn-Bucht. Der kleine Parkplatz oberhalb der Bucht ist in der Hochsaison ab Vormittag belegt; vom Parkplatz sind es wenige Minuten zu Fuß hinunter. Mit dem Bus bis Faliraki, von dort Taxi oder etwa eine halbe Stunde Fußweg.
Der Kombi-Tag
Die Buchten und Strände hier liegen so dicht beieinander, dass sich ein Tagesplan fast von selbst schreibt: morgens nach Ladiko, solange Parkplatz und Wasser noch leer sind, die Anthony-Quinn-Bucht über die Mittagszeit meiden (dann ist sie am vollsten) oder nur kurz zum Schnorcheln hinüberwechseln — und für den Nachmittag an den langen Faliraki-Strand ausweichen, wo Platz nie das Problem ist.





