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Burg von Monolithos auf einem steilen Felsen über dem Meer
Ort · Westen

Monolithos

Ein stilles Bergdorf im äußersten Südwesten — bekannt für seine Burgruine auf einem 240 Meter hohen Felsen über dem Meer und für die Ruhe seiner Westküste.

Monolithos liegt im äußersten Südwesten von Rhodos, etwa siebzig Kilometer von der Hauptstadt entfernt — und damit weit genug abseits der üblichen Routen, dass selbst im Hochsommer kaum Reisebusse hier ankommen. Das Dorf selbst ist klein, ruhig und eher Durchgangs- als Zielort; das eigentliche Ziel liegt zwei Kilometer westlich, am Burgfelsen.

Die Burg

Die Burg von Monolithos thront auf einem fast freistehenden Kalksteinfelsen, rund 240 Meter über dem Meer. Sie wurde Mitte des 15. Jahrhunderts unter dem Johanniter-Großmeister Pierre d’Aubusson errichtet — als Teil einer Verteidigungslinie entlang der gesamten Westküste — und galt als praktisch uneinnehmbar.

Erhalten sind heute der Wehrmauerring, ein Turm und die Reste einer kleinen Kapelle (Agios Panteleimon) im Innenhof. Der Aufstieg über eine in den Fels gehauene Treppe dauert rund zehn Minuten und ist frei zugänglich — und der Ausblick von oben über die Westküste, die vorgelagerten Inseln und das Meer ist einer der spektakulärsten der Insel.

Westküste und Strand

Vom Burgfelsen führt eine kleine, steile Straße hinunter zur Bucht von Fourni, einem ruhigen Pebble-Strand mit nur wenigen Tavernen und ohne Hotelinfrastruktur. Das Wasser ist klar, der Wellengang an der Westküste typischerweise stärker als im Osten — gut für ruhige Tage, weniger für kleine Kinder.

Anreise

Monolithos lässt sich gut als Endpunkt einer Tagesrundfahrt durch den Westen einplanen — kombiniert mit dem antiken Kamiros, dem Tal der Schmetterlinge oder den Bergdörfern Siana und Embonas. Mit dem KTEL-Bus ist der Ort zwar erreichbar, die Fahrtzeit aus Rhodos-Stadt liegt aber bei rund zweieinhalb Stunden — ein Mietwagen ist hier praktisch unverzichtbar.

Im Dorf

Im Ortskern wenige Häuser entlang der Hauptstraße, eine Kirche, zwei Tavernen — mehr nicht. Beide Tavernen am Dorfplatz sind familiengeführt, Karte deutlich kleiner als an der Küste, Qualität dafür ehrlicher. Klassiker: Lamm aus dem Ofen, gegrillte Ziege, hauseigener Wein aus dem Faß. Mittags zwischen 13 und 15 Uhr lebendig, abends ruhig.

Sonnenuntergang

Der Burgfelsen ist nach Westen ausgerichtet — und gilt als einer der besten Sonnenuntergangs-Orte der Insel. Wer auf der Burg bleibt, sollte für den Rückweg eine Taschenlampe oder Stirnlampe einpacken; der Pfad ist nicht beleuchtet, im Halbdunkel aber gut machbar. Alternativ vom Parkplatz unten aus mit Blick auf den Felsen — ebenfalls eindrucksvoll.

In der Umgebung

Sechs Kilometer westlich liegt der ruhige Pebble-Strand Fourni, gut zum Schwimmen und Schnorcheln (Wellengang beachten). Nordwärts: das Bergdorf Siana mit eigener Souma-Brennerei, dann die Burgruine Kritinia auf einem Vorsprung über dem Meer und schließlich das Antike Kamiros. Eine schöne Tagesrunde Süd → Nord mit Sonnenuntergang zurück in Monolithos.