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Burgruine von Monolithos auf einem freistehenden Felsen über dem Meer
Sehenswürdigkeit · Mittelalter

Burg von Monolithos

Eine der spektakulärsten Burgruinen der Ägäis — auf einem freistehenden Felsen 240 Meter über der Westküste, frei zugänglich und ohne Massentourismus.

Die Burg von Monolithos liegt etwa zwei Kilometer westlich des gleichnamigen Bergdorfs, im äußersten Südwesten der Insel. Sie wurde um 1480 unter dem Johanniter-Großmeister Pierre d’Aubusson errichtet — als Teil einer Verteidigungslinie aus mehreren kleinen Felsenburgen entlang der Westküste, die im Falle eines osmanischen Angriffs als Rückzugsorte für die Landbevölkerung dienen sollten.

Die Lage

Der Burgfelsen — ein praktisch isolierter Kalksteinklotz — ragt steil aus den umliegenden Pinienhängen hervor und fällt zu drei Seiten nahezu senkrecht zum Meer ab. Diese Lage macht eine Belagerung schwierig: Es gibt nur einen schmalen Zugang über die Ostseite, der über eine in den Fels gehauene Treppe erreicht wird.

Aus militärischer Sicht war die Burg klein, aber in ihrer Position fast uneinnehmbar. Tatsächlich wurde sie nie erobert — sie wurde nach dem Fall von Rhodos 1522 schlicht aufgegeben.

Was erhalten ist

Erhalten sind die Wehrmauer rund um das Plateau, ein quadratischer Wachturm und die Reste zweier Kapellen — Agios Panteleimon aus dem 15. Jahrhundert und ein kleiner, vermutlich älterer Bau im Innenhof. Eine erklärende Beschilderung gibt es nicht; die Anlage ist im wahrsten Sinne unkommentiert.

Praktisches

Der Eintritt ist frei, die Burg ist rund um die Uhr zugänglich. Vom kleinen Parkplatz am Fuß des Felsens dauert der Aufstieg zehn bis fünfzehn Minuten. Ideal ist ein Besuch am späten Nachmittag — das Licht fällt dann von Westen auf den Felsen, und der Sonnenuntergang über der Westküste gehört zu den besten der Insel.

Anfahrt

Mit dem Mietwagen über die Westküstenstraße bis Siana, dann landeinwärts nach Monolithos — von Rhodos-Stadt etwa 1,5 – 2 Stunden, von Lindos rund 1,5 Stunden über die Inselquerung. Bus-Verbindungen existieren, sind aber so selten, dass sie für einen Tagesausflug nicht praktikabel sind. Direkt am Burgfelsen ein kleiner geschotterter Parkplatz, von dort führt ein in den Fels gehauener Treppenweg hinauf.

In der Umgebung

Im Bergdorf Monolithos selbst gibt es zwei Tavernen mit ehrlicher Hausmannskost und Blick auf die Pinienwälder. Sechs Kilometer westlich liegt der ruhige Kiesstrand Fourni, der sich gut mit dem Burgbesuch zu einem entschleunigten Tag kombinieren lässt. Nordwärts lohnt der Stopp in Siana mit seinen Souma-Brennereien und thymianhaltigem Honig; weiter nördlich liegen die Burgruine Kritinia und das Antike Kamiros.

Liegt in
Monolithos

Ein stilles Bergdorf im äußersten Südwesten — bekannt für seine Burgruine auf einem 240 Meter hohen Felsen über dem Meer und für die Ruhe seiner Westküste.