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Einsame Südbucht mit kleiner weißer Kapelle und Fischtaverne direkt am Sandstrand
Strand · Süden

Plimmiri

Eine weite, fast leere Bucht ganz im Süden der Insel: heller Sand mit Kiesabschnitten, sehr klares Wasser, eine alte Kirche über antiken Säulen und eine Fischtaverne — sonst nichts. Genau das ist der Punkt.

  • Sand
  • familienfreundlich
  • wenig Schatten

Plimmiri liegt rund 80 Kilometer südlich von Rhodos-Stadt — dort, wo die Insel kaum noch besiedelt ist und die Küstenstraße Richtung Kattavia und Südspitze läuft. Die Bucht gehört zum Gemeindegebiet von Lachania und ist so unverbaut, wie es an dieser Küste sonst kaum noch vorkommt: ein weiter Bogen aus hellem Sand und Kies, sehr klares Wasser, dahinter Bäume und niedrige Dünen — kein Hotel, keine Liegenreihe, keine Strandbar. Wer Einsamkeit am Meer sucht und sie auf Rhodos schon abgeschrieben hatte, findet sie hier.

Die Bucht

Der Strand zieht sich über mehrere Kilometer und wechselt dabei den Charakter: Beim kleinen Anleger und der Kirche ist er sandig und geschützt, weiter draußen werden die Kiesanteile größer und die Landschaft offener. Selbst im August verteilen sich die wenigen Besucher so weit, dass man den nächsten Schirm oft nur als Punkt am Horizont sieht. Das Wasser ist bemerkenswert klar — über dem hellen Grund entsteht an ruhigen Tagen ein Türkis, das es mit den berühmten Buchten der Ostküste aufnehmen kann.

Die Kirche Zoodochos Pigi

Direkt hinter dem Strand steht die weiße Kirche der Zoodochos Pigi — der „lebenspendenden Quelle“ —, errichtet über den Resten eines antiken Tempels. Säulen und Marmorteile des Vorgängerbaus wurden beim Bau wiederverwendet und sind bis heute zu erkennen; ein paar Nebengebäude einer ehemaligen Hofanlage gruppieren sich darum. Ein großes Denkmal ist das nicht, aber ein stimmungsvoller Ort: Kirche, Anleger und Meer ergeben zusammen das Bild, für das sich die lange Anfahrt lohnt. Die Kirche ist nicht verlässlich geöffnet — von außen ist sie aber jederzeit zu sehen.

Baden — und der Wind

Am Ufer ist das Wasser flach und für Kinder gut geeignet, einen Rettungsschwimmer gibt es selbstverständlich nicht. Der entscheidende Faktor ist der Wind: Der tiefe Süden von Rhodos ist die windigste Ecke der Insel — dieselben Bedingungen, die wenige Kilometer weiter an Prasonisi die Kite- und Windsurf-Szene versammeln. An ruhigen Tagen ist Plimmiri spiegelglatt; wenn der Meltemi durchsteht, wird das Wasser kabbelig und der Sand fliegt. Den Badetag hier plant man nach Wetterbericht, nicht nach Kalender.

Ausstattung: eine Taverne, sonst nichts

Die gesamte Infrastruktur von Plimmiri besteht aus einer Fischtaverne beim Anleger, die für ihren frischen Fisch über die Gegend hinaus bekannt ist. Aber Vorsicht bei der Planung: Eine einzelne Taverne am Ende der Insel hat keine garantierten Öffnungszeiten — in der Nebensaison oder an einzelnen Tagen kann sie schlicht zu sein. Wasser, Proviant und Sonnenschutz gehören deshalb immer ins Auto, und mit Liegen, Duschen oder Toiletten darf man hier grundsätzlich nicht rechnen. Genau diese Leere ist der Charakter der Bucht — wer Service will, ist an den organisierten Stränden weiter nördlich besser aufgehoben.

Anfahrt

Ohne Mietwagen ist Plimmiri nicht zu erreichen — öffentliche Busse fahren die Bucht nicht an, und auch die nächsten Haltestellen liegen zu weit weg, um zu Fuß sinnvoll anzukommen. Die Fahrt von Rhodos-Stadt dauert gut eineinhalb Stunden: über die Ostküstenstraße bis Gennadi, weiter auf der Straße Richtung Kattavia, dann links auf die beschilderte Stichstraße zur Bucht. Geparkt wird auf der freien Fläche bei Kirche und Taverne — Platz ist hier nie das Problem.

Kombinieren: die Süd-Runde

Mehr als einen halben Tag braucht Plimmiri nicht — als Badestopp auf der großen Süd-Runde ist die Bucht dafür kaum zu schlagen. Die bewährte Reihenfolge: morgens an die Südspitze nach Prasonisi, solange der Wind den Kitern gehört, mittags Fisch in Plimmiri (oder, falls die Taverne zu ist, hinauf auf die Platia von Lachania), nachmittags Baden in der stillen Bucht. Wer im Süden wohnt — etwa in Gennadi oder Kiotari — hat all das in entspannter Halbtagesreichweite.