Auf Rhodos kommt man mit Englisch und in den Ferienorten oft auch mit Deutsch gut durch. Trotzdem lohnen sich ein paar Wörter Griechisch: Ein Καλημέρα beim Betreten des Ladens oder ein Ευχαριστώ am Ende des Essens öffnet Türen, gerade in den Bergdörfern. Noch praktischer ist das Alphabet. Mit groben Lesekenntnissen findet man die richtige Haltestelle, erkennt den Ort auf dem Wegweiser und versteht die Tafel der Taverne, auf der das Tagesgericht oft nur auf Griechisch steht.
Dieser Beitrag sammelt die nützlichsten Wörter mit Aussprache, erklärt die Buchstaben, die auf Schildern am häufigsten verwirren, und listet die wichtigsten Ortsnamen der Insel in griechischer Schrift. Die Umschrift ist für deutschsprachige Leser vereinfacht. Der Akzent markiert die betonte Silbe, und die Betonung ist im Griechischen wichtig: πότε (póte) heißt wann, ποτέ (poté) heißt niemals.
Die Wörter, die fast alles erledigen
Mit diesen Grundwörtern lassen sich die meisten Begegnungen des Tages freundlich bestreiten:
| Griechisch | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| Καλημέρα | Kaliméra | Guten Morgen (bis etwa zum Mittag) |
| Καλησπέρα | Kalispéra | Guten Abend (ab dem Nachmittag) |
| Καληνύχτα | Kaliníchta | Gute Nacht (nur zum Abschied) |
| Γεια σας | Jássas | Hallo und Tschüss, höflich oder an mehrere |
| Γεια σου | Jássu | Hallo und Tschüss, vertraut an eine Person |
| Ευχαριστώ (πολύ) | Efcharistó (polí) | Danke (sehr) |
| Παρακαλώ | Parakaló | Bitte, bitte sehr, gern geschehen |
| Ναι | Ne | Ja |
| Όχι | Óchi | Nein |
| Συγγνώμη | Signómi | Entschuldigung, Verzeihung |
| Εντάξει | Endáxi | In Ordnung, okay |
| Τι κάνετε; / Καλά | Ti kánete? / Kalá | Wie geht es? / Gut |
| Δεν καταλαβαίνω | Den katalavéno | Ich verstehe nicht |
| Μιλάτε αγγλικά; | Miláte angliká? | Sprechen Sie Englisch? (Deutsch: γερμανικά, jermaniká) |
Das griechische Fragezeichen sieht aus wie ein Semikolon: Τι κάνετε; ist eine Frage. Zur Aussprache: ch klingt wie in Bach, vor e und i eher wie in ich; j wie in ja; das d in Wörtern wie Den wird mit der Zunge zwischen den Zähnen gesprochen, ähnlich dem englischen th in this; und ss steht für ein scharfes s.
In der Taverne, im Laden, im Bus
Für die Situationen, in denen es konkret wird, helfen diese Sätze. Sie funktionieren auch mit Zeigen und einem Lächeln, Grammatik ist dabei Nebensache:
| Griechisch | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| Θα ήθελα… | Tha íthela… | Ich hätte gern… |
| Ένα νερό | Éna neró | Ein Wasser |
| Μία μπίρα | Mía bíra | Ein Bier |
| Κρασί λευκό / κόκκινο | Krassí lefkó / kókkino | Wein weiß / rot |
| Ψωμί | Psomí | Brot |
| Καλή όρεξη! | Kalí órexi! | Guten Appetit! |
| Γεια μας! | Jámas! | Prost! (wörtlich: auf unsere Gesundheit) |
| Πολύ νόστιμο | Polí nóstimo | Sehr lecker |
| Τον λογαριασμό, παρακαλώ | Ton logariasmó, parakaló | Die Rechnung, bitte |
| Πόσο κάνει; | Pósso káni? | Was kostet das? |
| Πού είναι η στάση; | Pu íne i stási? | Wo ist die Haltestelle? |
| Πού είναι η τουαλέτα; | Pu íne i tualéta? | Wo ist die Toilette? |
| Ένα εισιτήριο για τη Λίνδο | Éna issitírio ja ti Líndo | Eine Fahrkarte nach Lindos |
| Πότε φεύγει το λεωφορείο; | Póte févji to leoforío? | Wann fährt der Bus ab? |
| Στάση, παρακαλώ | Stási, parakaló | Halt, bitte (zum Aussteigen) |
| Αριστερά / δεξιά / ευθεία | Aristerá / dexiá / efthía | Links / rechts / geradeaus |
| Φαρμακείο | Farmakío | Apotheke |
| Βοήθεια! | Voíthia! | Hilfe! |
| Χρόνια πολλά! | Chrónia pollá! | Alles Gute! (zu Namenstag, Geburtstag und Feiertagen) |
Zahlen braucht es seltener als gedacht, denn Preise stehen fast überall angeschrieben, und an der Kasse zeigt das Display den Betrag. Wie Bezahlen, Bargeld und Trinkgeld auf der Insel funktionieren, erklärt der Beitrag Geld und Trinkgeld. Für die Fahrkarte genügt am Schalter oder beim Fahrer meist der Ortsname; welche Gesellschaft wohin fährt, steht unter Busse auf Rhodos.
Das Alphabet: Schilder entziffern
Auf Wegweisern, Busaushängen und Ortstafeln steht Griechisch fast immer in Großbuchstaben, und in Großschrift entfällt der Betonungsakzent: Aus Λίνδος wird ΛΙΝΔΟΣ. Die Wegweiser der Hauptstraßen tragen meist zusätzlich die lateinische Umschrift, an den Abfahrtsbuchten des KTEL-Busbahnhofs in Rhodos-Stadt stehen die Ziele auf Griechisch und Englisch. Auf Nebenstraßen, an Dorfeingängen, auf Aushängen an Unterwegshalten und bei Kirchen fehlt die Umschrift dagegen oft. Die 24 Buchstaben in der Form, in der sie auf Schildern stehen:
| Buchstabe | Name | Laut | Beispiel auf Rhodos |
|---|---|---|---|
| Α | Alfa | a | ΑΦΑΝΤΟΥ (Afandou) |
| Β | Vita | w | ΒΑΤΙ (Vati) |
| Γ | Gamma | weiches, geriebenes g; vor e und i wie j | ΓΕΝΝΑΔΙ (Gennadi, gesprochen Jennádi) |
| Δ | Delta | wie englisch th in this | ΛΑΡΔΟΣ (Lardos) |
| Ε | Epsilon | e | ΕΜΠΩΝΑΣ (Embonas) |
| Ζ | Zita | weiches s wie in Rose | ΖΑΧΑΡΗ (Zucker) |
| Η | Ita | i | ΚΡΕΜΑΣΤΗ (Kremasti) |
| Θ | Thita | wie englisch th in think | ΘΕΟΛΟΓΟΣ (Theologos) |
| Ι | Jota | i, vor Vokal oft j | ΙΞΙΑ (Ixia) |
| Κ | Kappa | k | ΚΙΟΤΑΡΙ (Kiotari) |
| Λ | Lambda | l | ΛΙΝΔΟΣ (Lindos) |
| Μ | Mi | m | ΜΟΝΟΛΙΘΟΣ (Monolithos) |
| Ν | Ni | n | ΝΕΡΟ (Wasser) |
| Ξ | Xi | ks | ΙΞΙΑ (Ixia) |
| Ο | Omikron | o | ΡΟΔΟΣ (Rhodos) |
| Π | Pi | p | ΠΑΡΑΛΙΑ (Strand) |
| Ρ | Ro | gerolltes r | ΡΟΔΟΣ (Rhodos) |
| Σ | Sigma | scharfes s | ΣΙΑΝΑ (Siana) |
| Τ | Taf | t | ΤΣΑΜΠΙΚΑ (Tsambika) |
| Υ | Ypsilon | i | ΙΑΛΥΣΟΣ (Ialysos) |
| Φ | Fi | f | ΦΑΛΗΡΑΚΙ (Faliraki) |
| Χ | Chi | ch wie in Bach | ΧΑΡΑΚΙ (Haraki) |
| Ψ | Psi | ps | ΨΙΝΘΟΣ (Psinthos) |
| Ω | Omega | o | ΕΜΠΩΝΑΣ (Embonas) |
Die meisten Fehlgriffe entstehen bei Buchstaben, die wie lateinische aussehen, aber anders klingen:
- Ρ ist ein R, kein P. ΡΟΔΟΣ liest sich Rodos.
- Η ist ein I, kein H. ΚΡΕΜΑΣΤΗ endet auf i.
- Β ist ein W (in der Umschrift V), kein B. Das B schreibt das Griechische als ΜΠ.
- Χ ist ein Ch, kein X. ΧΑΡΑΚΙ ist der Strandort Haraki, gesprochen Charáki.
- Υ ist ein I, auch wenn die Umschrift oft Y schreibt.
Dazu kommen Buchstabenpaare mit eigenem Laut: ΟΥ klingt wie u (ΑΦΑΝΤΟΥ, Afándu), ΑΙ wie e, ΕΙ und ΟΙ wie i. ΜΠ ist am Wortanfang ein b, im Wort meist mb (ΚΟΛΥΜΠΙΑ, Kolímbia), ΝΤ entsprechend d oder nd. ΓΓ klingt wie ng in Engel (ΑΡΧΑΓΓΕΛΟΣ, Archángelos). ΑΥ und ΕΥ werden zu aw und ew oder af und ef, wie in ΕΥΧΑΡΙΣΤΩ.
Einige Wörter tauchen auf Schildern immer wieder auf: ΣΤΑΣΗ (Haltestelle), ΛΕΩΦΟΡΕΙΟ (Bus), ΠΑΡΑΛΙΑ (Strand), ΚΕΝΤΡΟ (Zentrum), ΛΙΜΑΝΙ (Hafen), ΑΕΡΟΔΡΟΜΙΟ (Flughafen), ΕΙΣΟΔΟΣ und ΕΞΟΔΟΣ (Eingang und Ausgang), ΑΝΟΙΧΤΟ und ΚΛΕΙΣΤΟ (geöffnet und geschlossen), ΜΟΝΗ (Kloster), ΑΡΧΑΙΟΛΟΓΙΚΟΣ ΧΩΡΟΣ (archäologische Stätte), ΠΡΟΣΟΧΗ (Achtung) und ΑΠΑΓΟΡΕΥΕΤΑΙ (verboten). Mit dem Mietwagen lohnt es sich, den Zielort vor der Fahrt einmal in Großbuchstaben aufzuschreiben, denn an kleinen Abzweigungen bleibt für das Entziffern keine Zeit.
Ortsnamen auf Rhodos in griechischer Schrift
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Orte so, wie sie auf Schildern stehen, in normaler Schreibung mit Akzent und mit der betonten Silbe. Die Schreibweisen folgen der amtlichen Gliederung der Gemeinde Rhodos.
| Auf dem Schild | Mit Akzent | Aussprache | Im Portal |
|---|---|---|---|
| ΡΟΔΟΣ | Ρόδος | Ródos | Rhodos-Stadt |
| ΛΙΝΔΟΣ | Λίνδος | Líndos | Lindos |
| ΦΑΛΗΡΑΚΙ | Φαληράκι | Faliráki | Faliraki |
| ΑΡΧΑΓΓΕΛΟΣ | Αρχάγγελος | Archángelos | Archangelos |
| ΚΟΛΥΜΠΙΑ | Κολύμπια | Kolímbia | Kolymbia |
| ΠΡΑΣΟΝΗΣΙ | Πρασονήσι | Prassoníssi | Prasonisi |
| ΚΡΕΜΑΣΤΗ | Κρεμαστή | Kremastí | Kremasti |
| ΙΑΛΥΣΟΣ | Ιαλυσός | Jalissós | Ialyssos |
| ΚΑΜΕΙΡΟΣ | Κάμειρος | Kámiros | Antikes Kamiros |
| ΕΜΠΩΝΑΣ | Έμπωνας | Émbonas | Embonas |
| ΚΑΛΛΙΘΕΑ | Καλλιθέα | Kalithéa | Kalithea |
| ΑΦΑΝΤΟΥ | Αφάντου | Afándu | Afandou |
| ΠΕΥΚΟΙ | Πεύκοι | Péfki | Pefkos |
| ΓΕΝΝΑΔΙ | Γεννάδι | Jennádi | Gennadi |
| ΣΚΑΛΑ ΚΑΜΕΙΡΟΥ | Σκάλα Καμείρου | Skála Kamíru | Skala Kameirou |
Dass im Portal, auf Schildern und in Buchungsportalen unterschiedliche Schreibweisen stehen, ist kein Fehler. Griechische Namen lassen sich nach der Schrift oder nach dem Klang übertragen. Die amtliche Umschrift nach der griechischen Norm ELOT 743, auf der auch die UN-Empfehlung beruht, überträgt Buchstabe für Buchstabe. Ältere und touristische Schreibweisen folgen eher dem Klang. Die häufigsten Paare:
- Kalithea und Kallithea: Griechisch wird der Name mit doppeltem Lambda geschrieben, gesprochen aber mit einfachem l. Das Portal führt den Hotelort als Kalithea, die Kallithea-Bucht und die Therme in der amtlichen Form. Nicht verwechseln mit dem Dorf Καλυθιές (Kalythies) im Hinterland von Faliraki, das im KTEL-Fahrplan als eigenes Ziel steht.
- Kamiros und Kameiros: Das ΕΙ in Κάμειρος wird i gesprochen. Die amtliche Umschrift schreibt deshalb Kameiros, die Aussprache ist Kámiros. Skala Kameirou ist der Genitiv, also der Hafen von Kamiros.
- Ialyssos, Ialysos und Trianda: Griechisch steht nur ein Sigma, amtlich also Ialysos; das doppelte s der verbreiteten Schreibung zeigt das scharfe s an. Amtlich heißt der Ort seit 1976 so, im Alltag ist oft noch der alte Name Trianda zu hören.
- Kolymbia und Kolympia, Embonas und Emponas, Afandou und Afantou: Die Norm überträgt ΜΠ im Wortinneren als mp und ΝΤ als nt, gesprochen werden mb und nd.
- Pefkos und Pefki: Der griechische Name Πεύκοι ist eine Mehrzahl (die Kiefern) und klingt Péfki. Pefkos ist die eingebürgerte Form der Reiseveranstalter.
- Haraki und Charaki: Χαράκι beginnt mit Chi. Im KTEL-Fahrplan steht deshalb Charaki, gemeint ist Haraki.
Die Speisekarte lesen
In den Ferienorten haben die meisten Karten eine englische oder deutsche Spalte. In Dorftavernen und auf den Tafeln mit dem Tagesgericht steht dagegen oft nur Griechisch, und gerade dort finden sich die besten Gerichte. Die häufigsten Namen, ausführlicher beschrieben im Beitrag Essen und Trinken auf Rhodos:
| Griechisch | Aussprache | Was auf den Tisch kommt |
|---|---|---|
| τζατζίκι | dsadsíki | Joghurt mit Gurke und Knoblauch |
| ταραμοσαλάτα | taramosaláta | Dip aus Fischrogen |
| μελιτζανοσαλάτα | melidsanosaláta | Auberginen-Dip |
| χωριάτικη | choriátiki | Bauernsalat mit Feta |
| σαγανάκι | saganáki | gebratener Käse |
| ντολμαδάκια | dolmadákia | gefüllte Weinblätter |
| χόρτα | chórta | Wildgemüse mit Olivenöl und Zitrone |
| γίγαντες | jígandes | Riesenbohnen aus dem Ofen |
| πιταρούδια | pitarúdia | rhodische Kichererbsenbällchen |
| χταπόδι / καλαμάρια | chtapódi / kalamária | Oktopus / Tintenfisch |
| γαύρος / μαρίδες | gávros / marídes | Sardellen / frittierte kleine Fische |
| τσιπούρα / λαβράκι | tsipúra / lavráki | Dorade / Wolfsbarsch |
| στιφάδο | stifádo | Schmorfleisch mit Schalotten und Wein |
| σουβλάκι / γύρος | suvláki / jíros | Fleischspieß / Gyros |
| μουσακάς | mussakás | Auflauf mit Aubergine, Hackfleisch und Béchamel |
| μελεκούνι | melekúni | rhodisches Konfekt aus Sesam und Honig |
| σούμα | súma | rhodischer Tresterbrand |
Ein paar Hinweise auf der Karte sind bares Geld wert. Steht beim Fisch το κιλό (to kiló), gilt der Preis pro Kilo, nicht pro Portion. Tiefkühlware muss auf der Karte gekennzeichnet sein, meist mit einem Sternchen und Fußnote oder mit dem Wort κατεψυγμένο (katepsigméno, tiefgekühlt). Unter μαγειρευτά (majireftá) stehen die Schmorgerichte aus dem Topf, unter της ώρας (tis óras) das, was frisch auf Bestellung gegrillt oder gebraten wird. νηστίσιμα (nistíssima) sind Fastenspeisen ohne Fleisch, Milchprodukte und Eier; Tintenfisch, Meeresfrüchte und Fischrogen (Taramas) können aber dabei sein. Für vegan Essende ein guter Ausgangspunkt, im Zweifel nachfragen. Beim Kaffee entscheidet die Süße: σκέτος (skétos, ohne Zucker), μέτριος (métrios, mittel) oder γλυκός (glikós, süß).
Gesten: Nicken nach oben heißt nein
Die griechische Körpersprache sorgt öfter für Missverständnisse als die Wörter. Das Nein ist ein kurzes Anheben des Kopfes nach hinten, oft nur ein Hochziehen der Augenbrauen, manchmal begleitet von einem Schnalzen der Zunge. Für deutsche Augen wirkt das wie ein angedeutetes Nicken und damit wie eine Zustimmung. Das Ja ist ein leichtes Nicken nach unten, häufig mit etwas seitlich geneigtem Kopf. Kommt auf die Frage nach einer Busfahrkarte am Kiosk nur ein Anheben der Augenbrauen zurück, ist das also eine Absage.
Eine Geste ist zu vermeiden: die ausgestreckte, offene Handfläche mit gespreizten Fingern, dem Gegenüber entgegengehalten. Diese μούντζα (múdsa) ist in Griechenland eine grobe Beleidigung. Beim Abwinken im Verkehr oder beim Zeigen von fünf Fingern für eine Bestellung kann sie unabsichtlich entstehen; mit angelegten Fingern oder abgewandter Hand ist man auf der sicheren Seite. Das Handzeichen an der Haltestelle ist dagegen unverfänglich: Ein ausgestreckter Arm zeigt dem Fahrer, dass jemand mitfahren will.
Und noch ein Nein, das jeder auf Rhodos kennt: Am 28. Oktober feiert Griechenland den Ochi-Tag, die Erinnerung an das Nein zum italienischen Ultimatum von 1940. Was das für Öffnungszeiten und Busse bedeutet, steht im Beitrag zu Rhodos im Oktober.
Höflichkeit: kleine Regeln mit großer Wirkung
- Beim Betreten grüßen: In Läden, Bäckereien, Kafenia und Apotheken grüßt man beim Hereinkommen mit Kaliméra oder Jássas und verabschiedet sich beim Gehen. Wortlos an die Theke zu treten, wirkt unhöflich.
- Höflichkeitsform: Jássas ist die sichere Wahl gegenüber Fremden, Älteren und Gruppen, Jássu gegenüber Kindern und Menschen, mit denen man bereits per Du ist.
- Gastfreundschaft annehmen: Ein Glas Souma, ein Stück Melekouni oder Obst zum Schluss des Essens kommt vom Haus. Ablehnen gilt als unfreundlich, ein Schluck und ein Efcharistó genügen.
- Gemeinsam zahlen: Am Tisch zahlt meist einer für alle. Getrennte Rechnungen sind unüblich, ausgeglichen wird später untereinander.
- Kirchen und Klöster: Schultern und Knie bedeckt, leise sprechen, im Kirchenraum nur dort fotografieren, wo es erlaubt ist. Das gilt für Dorfkirchen ebenso wie für das Kloster Tsambika. Was dafür in die Tasche gehört, steht in der Packliste.
- Mittagsruhe: In den Dörfern ist es am frühen Nachmittag still, viele Läden im Inselinneren schließen dann. Laute Gespräche unter Wohnungsfenstern fallen in dieser Zeit besonders auf.
- Der Versuch zählt: Falsch betonte Wörter werden selten korrigiert, aber fast immer mit einem Lächeln beantwortet. Nach dem ersten Satz ins Englische zu wechseln, ist völlig in Ordnung.
Für die Planung vor der Reise hilft der Überblick zur Anreise nach Rhodos. Vom Flughafen bis zum ersten Kafeneio braucht es dann meist nur drei Wörter: Kaliméra, Parakaló, Efcharistó.
Häufige Fragen
- Was heißt danke auf Griechisch?
- Danke heißt Efcharistó, betont auf der letzten Silbe; vielen Dank heißt Efcharistó polí. Die übliche Antwort ist Parakaló. Das Wort bedeutet zugleich bitte, bitte sehr und gern geschehen und ist damit das vielseitigste Wort des Urlaubs.
- Heißt „ne“ auf Griechisch nein?
- Nein, umgekehrt: Ne bedeutet ja. Nein heißt Óchi, betont auf der ersten Silbe. Dazu kommt die Körpersprache: Ein kurzes Anheben von Kopf und Augenbrauen, oft mit einem Schnalzen der Zunge, bedeutet ebenfalls nein. Ein leichtes Nicken nach unten, oft mit seitlich geneigtem Kopf, bedeutet ja.
- Stehen Orts- und Busschilder auf Rhodos auch in lateinischer Schrift?
- Auf den Wegweisern der Hauptstraßen meist ja, dann steht die griechische Schreibweise oben und die lateinische Umschrift darunter. An den Abfahrtsbuchten des KTEL-Busbahnhofs in Rhodos-Stadt stehen die Ziele auf Griechisch und Englisch. An Nebenstraßen, auf Dorfschildern, Aushängen, Kirchen und Tafeln von Tavernen steht dagegen oft nur Griechisch, und zwar in Großbuchstaben.
- Warum gibt es für viele Orte auf Rhodos mehrere Schreibweisen?
- Weil griechische Namen auf verschiedene Weise in lateinische Buchstaben übertragen werden. Die amtliche Umschrift nach der Norm ELOT 743 bildet die Schreibung ab, also Kallithea, Kameiros oder Kolympia. Ältere und touristische Schreibweisen folgen eher der Aussprache, also Kalithea, Kamiros oder Kolymbia. Gemeint ist jeweils derselbe Ort.
- Wie bestellt man in der Taverne die Rechnung?
- Mit Ton logariasmó, parakaló, also die Rechnung, bitte. Die Rechnung kommt in Griechenland nicht von selbst, denn niemand soll zum Gehen gedrängt werden. Ohne Worte funktioniert es auch: Blickkontakt mit dem Kellner und ein angedeutetes Schreiben in der Luft.
- Kommt man auf Rhodos mit Englisch durch?
- In Hotels, Tavernen, Läden und an den Kassen der Sehenswürdigkeiten der Ferienorte ja, dort wird oft auch Deutsch gesprochen. In den Bergdörfern, im tiefen Süden und bei älteren Menschen reicht Englisch nicht immer. Ein paar griechische Wörter zur Begrüßung und zum Dank werden überall freundlich aufgenommen.


